Ratgeber

Sexspielzeug allerorten Hier flutscht es richtig sauber

Wer im Bett etwas Abwechslung oder auch nur Befriedigung sucht, greift gern mal zu Hilfsmitteln in Form von Sextoys. Versprechen diese doch, das Liebesleben zu bereichern. Also rein damit? Wann gut ausnahmsweise befriedigend ist, hat die Stiftung Warentest im Schadstoff-Check herausgefunden.

Es gab Zeiten, da haben sich Frau/Mann, Frau/Frau, Mann/Mann oder auch alle Kombinationen durcheinander beim Liebesspiel selbst genügt. Und warum auch nicht? Schließlich ist der Mensch ja durch seine Anatomie ausreichend mit entsprechenden Gliedmaßen und Körperöffnungen ausgestattet, um sich selbst oder auch mit anderen ein paar schöne Momente zu bereiten. Wem das nicht ausreichte, der konnte ja immer noch zu Gurken, Möhren oder Staubsauger greifen, um sein Sexleben ein wenig auf Vordermann zu bringen. Davon, dass derartige Zweckentfremdung von Nahrungsmitteln oder Haushaltsgegenständen durchaus mit Risiken behaftet waren und sind, können die Notaufnahmen dieser Welt allerdings ein Lied singen.

Abgesehen davon, liegt heutzutage die Latte für ein erfülltes Sexleben doch noch ein Stück höher. Und eine Infektion mit Lebensmittelkeimen oder Verletzungen durch ungeeignete Hilfsmittel ist keinesfalls zu unterschätzen. Um dennoch keine Langeweile aufkommen zu lassen, ist verstärkt Sexspielzeug im Einsatz. Vermutlich auch deshalb, weil die Nachfrage nach den Utensilien auch diskret über das Internet befriedigt werden kann. Das macht Sextoy-Liebhabern nicht nur das Leben leichter, sondern erspart ihnen auch den öffentlichen Gang in den leicht schmuddeligen Sexshop um die Ecke. Und einen Satz roter Ohren.

Frauen besitzen mehr Sexspielzeug

Glaubt man der Statistik, besitzen Frauen deutlich mehr Sexspielzeug als Männer. Bleibt zu hoffen, dass dies der weiblichen Anatomie geschuldet ist und nicht dem Unvermögen ihrer Sexpartner. Klar hingegen ist: Viele der Produkte bereiten auch alleine Freude. Immerhin.

Damit, ob die Verwendung von Vibratoren, Liebeskugeln und Penisringen ein gefahrloses Vergnügen bedeuten, hat sich die Stiftung Warentest beschäftigt, und 18 entsprechende Produkte einem Schadstoff-Check unterzogen. Getestet wurden Waren zu Preisen zwischen 6,80 und 165 Euro. Der Lustfaktor blieb bei der Untersuchung allerdings unberücksichtigt. Hier gilt dann wieder: Selbst ist der Mann oder die Frau.

Fünf Produkte waren im Test stark mit Schadstoffen belastet und schnitten "mangelhaft" ab. Darunter waren gleich vier Vibratoren. So beispielsweise der teure "We-Vibe SYnc Couples Vibrator" für fast 90 Euro und der Auflegevibrator im tarnenden Quietschentchenlook "Big Teaze Toys I rub my duckie Travel size" für gut 15 Euro. Aber auch die Liebeskugeln "Joydivision Joyballs Secret" sollten besser von infrage kommenden Körperöffnungen ferngehalten werden.

Die Tester fanden in den bemängelten Lustmachern zum Beispiel den Weichmacher DEHP, der die ­Fruchtbarkeit beein­trächtigen kann, Phenol, das im Verdacht steht, genetische Defekte zu verursachen, sowie Nickel, das Allergien auslösen kann. Es konnten auch Polyzyklische ­Aromatische Kohlenwasserstoffe ­­(PAK) nachgewiesen werden. Einige Vertreter dieser Schad­stoff­gruppe gelten als krebs­er­regend. ­­­Obwohl Sexspielzeug engen Körperkontakt hat, existieren bislang keine Schad­stoff­grenzen speziell für die Bettgefährten.

Zwei Produkte waren befriedigend - zumindest hinsichtlich der Schadstoffbelastung. Doch es gab auch sehr gute und gute Sextoys, die beherzt angelegt oder eingeführt werden können. So etwa der Rabbit-Vibrator "Fun Factory Ocean Mini Vibrator" für 31 Euro, das klassische Rubbelgerät "You2Toys Space Rider 3000" von OV-Großhandel für 15 Euro oder aber die "You2Toys Get Hard 3 Penisringe" desselben Herstellers. 

Quelle: n-tv.de, awi

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