Ratgeber

Grillkohle im Test Hier glüht es am besten

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Schwerpunkt der Untersuchung war, aus welchem Holz das Brennmaterial gewonnen wird.

(Foto: imago images/Shotshop)

Trotz Alternativen wird hierzulande besonders gern mit Holzkohle gegrillt. Das ist zwar nicht gut für die Umwelt, riecht aber so schön nach Sommer. Doch Bruzzler sollten die Augen offen halten. Denn sonst besteht die Gefahr, dass das Holz aus fragwürdigen Quellen stammt. Oder gar nicht aus Holz ist, wie Öko-Test berichtet.

Kaum wird's warm, wird auch schon der Grill angeschmissen. Herzlich willkommen zurück, lieber Sommer. Begrüßt wird die schönste Jahreszeit dann gerne gleich mal mit einem kleinen Feuerchen im Holzkohle-Grill. Denn diese Variante liegt bei deutschen Bruzzlern weiterhin vor Gas- und Elektrogrill.

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Öko-Test hat sich die Materie angeschaut und geprüft, was der Brennstoff, also die Holzkohle so taugt, die hierzulande säckeweise verfeuert wird. Dazu wurden zehn Grillholzkohlen und zehn Grillbriketts getestet.

Schwerpunkt der Untersuchung war, aus welchem Holz das Brennmaterial gewonnen wird. Werden tropische Hölzer verwendet und wenn ja, werden diese nachhaltig gewonnen und sind sie entsprechend zertifiziert? Sind diese Informationen für den Käufer klar ersichtlich?

Wie lange muss vorgeglüht werden?

Ganz nebenbei wurde noch geklärt, wie gut Kohlen und Briketts brennen, ob es Verunreinigungen gibt, wie lange vorgeglüht werden muss, bis losgelegt werden kann?

Bei den Holzkohlen haben die Tester einen klaren Testverlierer ausgemacht. Die "Max Premium Holzkohle Grill & Barbecue" hat ein "mangelhaft" bekommen. Insbesondere die Zusammensetzung des Brennstoffs gab Grund zur Beanstandung. Drei weitere Produkte müssen sich mit einem "ausreichend" zufriedengeben. Auch hier haben Zusammensetzung und Qualität der Kohle nicht überzeugt. Teilweise ist nicht klar, woher die verwendeten Hölzer stammen oder es wurden unzertifizierte Tropenhölzer verarbeitet.

Bei den sechs mit "gut" bewerteten Produkten ist die Zusammensetzung und Qualität der Kohle durchgängig sehr gut. Die getesteten Holzkohlen unterscheiden sich geringfügig bei den Grilleigenschaften wie Höchst-Temperatur und Vorglühzeit. Die Nase ein kleines bisschen vorne hat "Kingstone Premium Charcoal". Diese Kohle kann besonders bei der Vorglühzeit bestechen. Gerade mal 17 Minuten sind notwendig, um loslegen zu können. Die Konkurrenz braucht hier zwischen 32 und 45 Minuten.

Braunkohle statt Holz

Bei den Grillbriketts sind zwei der getesteten Produkte hier eigentlich fehl am Platz. "Der Dauerbrenner High Energy Grillbriketts" und "Grillprofi Grillbrikett" sind nämlich gar nicht aus Holz hergestellt. Hier ist Braunkohle der Grundstoff, der die Hitze liefert. Nach Auffassung von Öko-Test hat dieses Material wegen der mangelnden Nachhaltigkeit auf dem Grill nichts verloren. Die anderen getesteten Grillbriketts haben sich befriedigend bis sehr gut geschlagen. Insgesamt gab es fünfmal die Bestnote "sehr gut". Mit einem Wimpernschlag vorne liegen dabei die "Gut & Günstig Grill Briketts", die mit 2,49 Euro pro 3 Kilogramm den Geldbeutel am wenigsten belasten. Die anderen fünf Briketts schneiden immerhin noch mit einem "befriedigend" ab.

Quelle: ntv.de, awi