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Sekt im Test Hier knallt's am schönsten

Der Sektkorken schießt mit großer Geschwindigkeit aus der Flasche - wenn er das Auge trifft, kann das sehr schmerzhaft werden. (Bild: DWI/dpa/tmn)

Ein hoher Preis steht nicht in jedem Fall für Genuss.

(Foto: DWI/dpa/tmn)

Wenn es was zu feiern gibt, steigt das Verlangen nach Alkohol. Ein Mittel der Wahl: Sekt. Damit man am nächsten Morgen noch den eigenen Namen kennt, sollte auf die Menge geachtet werden. Und die Qualität. Warentest hat einen Schluck aus der Pulle genommen.

Eines vorneweg: Analog zum Promillepegel steigt die Wahrscheinlichkeit, am nächsten Tag unter Kopfschmerzen zu leiden. Zudem sei an dieser Stelle auf eine Kampagne des Bundesgesundheitsministeriums verwiesen, wo es heißt: "Alkohol macht mehr kaputt als du denkst." Na dann, Prost. Und nun zum Sekt-Test der Stiftung Warentest.

Diese hat nämlich 21 häufig gekaufte Marken, darunter Rotkäpp­chen, Geldermann, Freixenet, teure Produkte ­wie Krimsekt und Menger Krug, aber auch Discounterware (Preise von 2,79 bis 14,00 Euro pro 0,75-l-Flasche) unter die Lupe genommen. Wobei besonders auf Aussehen, Geruch, Geschmack und Nachgeschmack geachtet wurde.

Grundsätzlich handelt es sich bei Qualitätsschaumwein um zwei Mal vergorenen Wein, wobei das Prickeln durch die Kohlensäure aus der Gärung entsteht. Hier ist ein Mindestalkoholgehalt von zehn Prozent vorgeschrieben. Während Sekt (in Frankreich "Crémant", in Spanien "Cava" genannt) in unterschiedlichen Verfahren hergestellt werden kann, ist für den Champagner die Flaschengärung vorgeschrieben. Preiswertere Sekt-Produkte gären meist im Tank.

Was nicht immer schlecht sein muss, wie Warentest festgestellt hat. Dagegen steht ein hoher Preis nicht in jedem Fall für Genuss. So gibt es bekannte Marken, die im Test enttäuschen, etwa weil sie leicht muffig riechen, schmecken oder eine unsaubere Note haben. Sensorisch "sehr gut" benotete Tropfen stammten jedoch aus traditioneller Flaschengärung.

Gutes auch vom Discounter

So zum Beispiel der Testsieger. Der Brut-Sekt von "Schlumberger, Jahrgang 2013". Konnte der doch vor allem durch seinen ausgewogenen Geschmack und lang anhaltenden Nachgeschmack überzeugen. Auch der fruchtige Geruch nach Stachelbeeren, Quitte und Honig überzeugte die Tester. Genau wie die sehr feinen, lang anhaltenden Perlen (14 Euro pro 0,75-l-Flasche). Deutlich günstiger, aber sensorisch auch sehr gut, ist der "Brut Dargent Blanc de Blancs Chardonay 2015". Für 6,75 Euro gibt es exotische Früchte zu schmecken und eine leicht blumige Note zu riechen. Mit einem rieslingtypischen Geschmack, sehr aromatisch nach Äpfeln und leicht nach Grapefruit riechend, konnte "Fürst von Metternich" berauschen (9 Euro).

Preiswerter, aber immer noch "gut", kann man sich hingegen mit dem "Auerbach Trocken" von Aldi Süd die Gläser füllen. Genau wie mit "Stolzenfels Trocken" von Aldi Nord (beide 2,79 Euro). Für "Rotkäppchen Halbtrocken" muss hingegen gut ein Euro mehr berappt werden (3,95 Euro) - überzeugen konnte er dennoch. Gleiches gilt für "Söhnlein Brillant" (3,90 Euro), "MM Trocken" (3,50 Euro), "Mumm & Co." (5,40 Euro) und den spanischen "Freixenet" (5,90 Euro).

Weit hinter den Erwartungen blieb bei der Untersuchung der teure und halbtrockene Krimsekt "Krimskoye" zurück. Ihm wurde sein etwas unharmomisch säuerlicher Nachgeschmack zum Verhängnis (13 Euro). Aber immerhin wurde ihm nicht ein korkähnlicher Muffton in Geruch und Geschmack attestiert. Dies blieb dem Testverlierer "Faber Halbtrocken Blanc de Blancs" (3,10 Euro) vorbehalten.  

Quelle: n-tv.de, awi

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