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Viel mehr frei von der Arbeit Hier sind die Brückentage 2020

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(Foto: picture alliance / dpa)

Urlaub vorbei und nur noch wenige verbleibende freie Tage auf dem Konto? In diesem Fall kann die Planung fürs neue Jahr aufheitern. Denn mit der Verknüpfung von Brückentagen können Arbeitnehmer eine Menge mehr an freien Tagen 2020 herausholen. So geht's.

Auch wenn in Deutschland im Durchschnitt jeder Arbeitnehmer 28,9 Tage Urlaub zur Verfügung hat, sind die nach subjektiven Empfinden doch immer viel zu schnell aufgebraucht. Und hier kommt die objektiv gute Nachricht: Wer die bundesweiten Feiertage mit den eigenen Urlaubstagen verknüpft, kann deutlich mehr frei machen. Dazu gehört allerdings, sich rechtzeitig um seine Urlaubsplanung zu kümmern. Womit wir schon wieder bei weniger guten Nachrichten wären:

1. Für alle Arbeitnehmer gilt, dass der Arbeitgeber zwar die Wünsche seiner Mitarbeiter bei der Urlaubsplanung berücksichtigen muss, diese aber auch aus betrieblichen Gründen verweigern kann, beispielsweise dann, wenn alle Beschäftigten am selben Tagen frei haben möchten. In diesem Falle sind Kollegen mit Kindern im Vorteil, da sie als sozial schutzbedürftiger gelten und deshalb bevorzugt werden dürfen. Immerhin: Der Arbeitgeber darf nur in Ausnahmefällen wie etwa einem krankheitsbedingten Personalnotstand einen bereits genehmigten Urlaub streichen.

2. Da im Jahr 2020 viele Feiertage auf ein Wochenende fallen, ist die Ausbeute nicht ganz so reichlich wie im Vorjahr.

Doch der Reihe nach - hier sind die Brückentage 2020:

1. Januar

Neujahr fällt diesmal auf einen Mittwoch. Für den Einsatz von vier Tagen Urlaub um diesen Termin herum sind neun Tage frei drin. Wer in Baden-Württemberg, Bayern oder Sachsen-Anhalt schuftet, kann sich dank der Heiligen Drei Könige zehn Tage frei nehmen, da der 6. Januar auf einen Montag fällt. Zeitraum: 28. Dezember 2019 (Samstag) bis 5. (Sonntag) bzw. 6. Januar (Montag).

10. bis 13. April

Ostern lohnt wie jedes Jahr. Wer acht Urlaubstage nimmt, kann sich über 16 freie Tage freuen. Zeitraum: 4. April (Samstag) bis 19. April (Sonntag).

1. Mai

Der Tag der Arbeit fällt auf einen Freitag. Wer bereits ab dem 25. April vier Urlaubstage investiert, kann für neun Tage der Arbeit fern bleiben. Zeitraum: 25. April (Samstag) bis 3. Mai (Sonntag).

31. Mai/1. Juni

Wer Pfingsten vier Tage einsetzt, kann ganze neun Tage nicht bei der Arbeit erscheinen. Zeitraum: 30. Mai (Samstag) bis 7. Juni (Sonntag).

11. Juni

Wenigstens in Bayern, Hessen, Saarland, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg können sich Arbeitnehmer über Fronleichnam freuen. Denn der ist hier Feiertag. Wer acht Urlaubstage investiert, kommt auf 16 freie Tage. Zeitraum: 30. Mai (Samstag) bis 14. Juni (Sonntag).

25./26. Dezember

Wer sich rund um Weihnachten selbst vier Urlaubstage zum Geschenk macht, kann insgesamt neun Tage zum Jahresende durchpusten. Zeitraum: 19. Dezember (Samstag) bis 27. Dezember (Sonntag). Wer das Fest der Liebe gleich noch mit Silvester kombiniert, kommt bei 8 Urlaubstagen auf ganze 16 freie Tage. Zeitraum: 19. Dezember (Samstag) bis 31. Dezember (Donnerstag).

Achtung: Bei Heiligabend und Silvester handelt es sich nicht um gesetzliche Feiertage. In vielen Tarif- oder Betriebsvereinbarungen ist allerdings eine Arbeitsbefreiung für wenigstens einen halben Tag vorgesehen.

Grundsätzlich haben Arbeitnehmer in Deutschland bei einer Sechs-Tage-Woche Anspruch auf mindestens 24 Urlaubstage pro Jahr. Bei einer Fünf-Tage-Woche sind es mindestens 20 Tage.

Quelle: n-tv.de, awi

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