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Teure Energie Wer verbraucht am meisten Strom?

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Im bundesweiten Durchschnitt liegt der jährliche Stromverbrauch bei 3424 Kilowattstunden.

(Foto: imago images/IlluPics)

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Das Leben ist teuer geworden, was vor allem an den horrend gestiegenen Kosten für Energie liegt. Doch nicht jeder will oder kann seinen Verbrauch drücken. Zum Beispiel beim Strom. Wo hierzulande am meisten davon verbraucht wird, lesen Sie hier.

Die bereits vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs dramatisch gestiegenen Beschaffungskosten für Strom haben sich für die Versorger weiter erhöht. Am langen Ende bekommen das nun auch die privaten Verbraucher zu spüren. So muss ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden im Schnitt fast 1300 Euro pro Jahr für einen neuen Stromvertrag zahlen.

Bleibt eigentlich nur, zu versuchen, einen günstigeren Anbieter aufzutreiben oder beim Verbrauch zu sparen. Doch Letzteres gelingt nicht jedem. Und beim durchschnittlichen Stromverbrauch eines Haushalts gibt es zwischen den deutschen Bundesländern Unterschiede von bis zu 29 Prozent, wie das Vergleichsportal Verivox ermittelt hat.

Das Portal hat dazu alle Stromwechsel im Jahr 2021 ausgewertet: Im bundesweiten Durchschnitt liegt der jährliche Stromverbrauch bei 3424 Kilowattstunden (kWh). Das entspricht je nach Ausstattung mit Elektrogeräten einem 2- bis 3-Personen-Haushalt. Laut der Recherche liegt der Stromverbrauch in den alten Bundesländern mit 3552 kWh höher als in den neuen (3319 kWh).

Üppige Hessen, einsame Berliner, sparsame Schwaben

Den höchsten Stromverbrauch mit durchschnittlich 3728 kWh haben demnach die Hessen, obwohl sie mit einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von 2,05 Personen nur leicht über dem Bundesschnitt von 2,03 Personen liegen. Auch in Rheinland-Pfalz (3667 kWh), Nordrhein-Westfalen (3610 kWh) und Niedersachsen (3609 kWh) liegt der Stromverbrauch deutlich über dem Bundesschnitt.

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"Hohe Stromverbräuche können auch andere Ursachen als die Haushaltsgröße haben, zum Beispiel eine vergleichsweise hohe Ausstattung der Haushalte mit Elektrogeräten oder eine weite Verbreitung von Durchlauferhitzern, mit denen das Wasser elektrisch erwärmt wird", erklärt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. Den niedrigsten Stromverbrauch haben mit durchschnittlich 2647 kWh Haushalte in Berlin. Die durchschnittliche Haushaltsgröße in der Hauptstadt liegt bei 1,83 Personen. In Berlin gibt es viele Einpersonenhaushalte, bei denen der Stromverbrauch üblicherweise geringer ausfällt.

In Sachsen (2890 kWh) und Mecklenburg-Vorpommern (3105 kWh) fallen die Stromverbräuche ebenfalls vergleichsweise niedrig aus. In Baden-Württemberg wurde ein Stromverbrauch von durchschnittlich 3386 kWh angegeben. Der Wert liegt leicht unter dem Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig gehört Baden-Württemberg jedoch zu den Bundesländern mit der höchsten durchschnittlichen Haushaltsgröße (2,11).

Quelle: ntv.de, awi

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