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Gutes aufs Brot? Jeder vierte Honig ist mangelhaft

Kein Honig für Kinder

Ein guter Honig lässt sich weder an der Sorte noch an der Herkunft und auch nicht am Preis erkennen.

dpa

Mehr als ein Kilo Honig isst jeder Bundesbürger im Schnitt pro Jahr. Da sollte es dann auch schmecken und die Qualität des Naturprodukts stimmen. Was aber nicht immer der Fall ist, wie Warentest bei einer Untersuchung der klebrigen Zuckerlösung festgestellt hat.

In der griechischen Mythologie verdankten die Götter unter anderem dem Honig ihre Unsterblichkeit. Das ist lange her. Die Welt ist seitdem nicht besser geworden - und Honig ist ein Spiegelbild der Natur. Bedeutet dies also das Ende der Götter? Wer weiß?

Bleiben wir lieber auf der Erde und berichten darüber, was die Stiftung Warentest darüber herausgefunden hat, was eigentlich der für Menschen in Deutschland erhältliche Honig taugt. Hierfür wurden 36 Produkte aus dem Lebensmittelhandel unter anderem auf Sauberkeit, Geruch, Geschmack und kritische Stoffe untersucht. Die getesteten Zuckerlösungen versprechen zwar keine Unsterblichkeit, aber immerhin werden ihnen per se allerlei gesundheitlicher Nutzen zugesprochen. So soll Honig unter anderem bei Magen-Darm-Beschwerden, bei Wunden und Erkältungskrankheiten Abhilfe schaffen. Noch dazu ist Honig ein echtes Naturprodukt und wird von den allseits geschätzten Bienen produziert. Außerdem schmeckt die süße Masse vielen. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt denn auch in Deutschland bei fast einem Kilo pro Jahr.

Wie fast immer gilt: Gutes muss nicht teuer sein

Ergebnis der Untersuchung? Ein guter Honig lässt sich weder an der Sorte noch an der Herkunft und auch nicht am Preis erkennen. Jedes vierte Produkt ist "mangelhaft", unter anderem der "Bihophar Wildblütenhonig aus Portugal", der Langnese "Flotte Biene Wildblütenhonig", der "Allos Akazienhonig" oder der "Lindenhonig von Breitsamer".  

Die entsprechende Ware war entweder nicht sorten­typisch oder nicht naturbelassen. Einige waren zudem wärmegeschädigt. Drei von acht Wald­honigen waren zudem deutlich mit giftigen Substanzen belastet, die manche Wild­pflanzen bilden und die sich im Tier­versuch als krebs­er­regend und erbgutschädigend erwiesen. Die gefundenen Mengen sind zwar als wenig bedenk­lich einzustufen - solche Honige sollte man aber nicht täglich essen, empfehlen die Tester.

Zumal im Test elf Honige die Note "gut" bekamen, so dass es eine passable Auswahl gibt und dies zu Preisen zwischen 4,60 Euro und 16,40 Euro pro Kilogramm.

Günstig und "gut" sind beispielsweise die Mischblütenhonige "Maribel NektarQuell" von Lidl und der "Dr. Kriegers" für je 4,60 Euro pro Kilogramm. Den Langnese-Honig gibt es für 8 Euro. Der Waldhonig von Aldi Nord, Aldi Süd und Lidl ist für 6 Euro zu haben. Guter Rapshonig kann von Breitsamer aufs Brot geschmiert werden, und bei Lindenhonig ist D'arbo die erste Wahl (beide 12 Euro).

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Quelle: n-tv.de, awi

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