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Verivox-VergleichMehr Zinsen aufs Tagesgeld: Bis zu 3,2 Prozent sind möglich

15.01.2026, 13:35 Uhr
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Bei Tagesgeldkonten locken wieder höhere Zinssätze, doch oft gelten sie nur auf Zeit. (Foto: picture alliance/dpa)

Erspartes attraktiv und trotzdem flexibel anlegen? Dann könnte Tagesgeld eine Option sein. Wer ein wenig vergleicht, kann mit einem ordentlichen Zinssatz rechnen. Doch es kommt auf die Details an.

Wissen Sie, wie viele Zinsen Sie aktuell auf Ihr Tagesgeld bekommen? Laut Vergleichsportal Verivox liegt der Zinssatz im bundesweiten Durchschnitt derzeit bei 1,28 Prozent pro Jahr. Mit ein wenig Recherche ist aber deutlich mehr drin - in der Spitze bis zu 3,2 Prozent.

Den von dem Vergleichsportal unter mehr als 800 Banken und Sparkassen ermittelten Topwert bieten derzeit die französische Distingo Bank sowie der deutsche Einlagenvermittler Raisin, wie das Heidelberger Unternehmen mitteilt. Elf weitere Finanzinstitute locken dem Vergleich zufolge ebenfalls mit Zinsen von 3 Prozent oder mehr.

Angebote unterliegen oft bestimmten Bedingungen

Der Haken an der Sache: Oft sind die Angebote an bestimmte Bedingungen geknüpft oder gelten nur in einem begrenzten Zeitraum für Neukunden und fallen danach ab. Bei fast allen Neukundenangeboten werden die hohen Tagesgeldzinsen in den ersten Monaten garantiert. Ebenso wie sonst nur beim Festgeld gibt es für Sparer im vereinbarten Zeitraum also kein Zinsänderungsrisiko. Oft läuft die Zinsgarantie für drei oder vier Monate, es gibt aber auch Banken, bei denen die Neukundenkonditionen ein halbes Jahr lang gelten – zum Beispiel bei der Volkswagen Bank mit einem Neukundenzins von 2,9 Prozent.

"Von Aktionsangeboten mit befristeten Sonderkonditionen profitieren vor allem Sparer, die bereit sind, ihr Geld erneut umzuschichten, sobald die Neukundenzinsen ausgelaufen sind", sagt Verivox-Geschäftsführer Oliver Maier. Wer sich diesem Stress nicht aussetzen möchte, sollte beim Zinsvergleich besser auf attraktive Bestandskundenzinsen setzen.

Diese gibt es aktuell zum Beispiel bei der Hamburger Varengold Bank. Dort winken auf angelegte Gelder zwischen 2500 und 100.000 Euro 2,3 Prozent Zinsen pro Jahr.

Augen auf beim Zinshopping

Wer dazu bereit ist, für attraktive Zinsen alle paar Monate den Anbieter zu wechseln, sollte dem Vergleichsportal zufolge zumindest darauf achten, dass bei der Eröffnung eines neuen Tagesgeldkontos kein Girokonto mit angelegt wird. Manche Kreditinstitute machen das zur Bedingung.

Der Grund: Anders als bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos werden Girokonto-Eröffnungen regelmäßig an Auskunfteien wie die Schufa gemeldet. "Allzu häufige Kontowechsel und -kündigungen können sich negativ auf die Kreditwürdigkeit auswirken", so Maier.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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