Ratgeber

Fünf Kandidaten nominiert "Mogelpackung des Jahres" 2019 gesucht

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Kandidatenliste der Mogelpackung des Jahres 2019.

Weniger Ware zum gleichen Preis? Diese Form der versteckten Preiserhöhung ist gang und gäbe in Supermärkten. Die Verbraucherzentrale Hamburg bietet nun erneut die Möglichkeit, über solch dreiste Mogelprodukte abzustimmen.

Verbraucher können auch in diesem Jahr über die "Mogelpackung des Jahres" abstimmen. Die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh), die den Preis zum sechsten Mal vergibt, stellt dazu fünf Produkte vor, mit denen Hersteller nach Auffassung der Verbraucherschützer ihre Kunden besonders getäuscht haben.

Bei Mogelpackungen schrumpft der Inhalt einer Verpackung, während der Preis des Produkts meist unverändert bleibt. Verbraucher bekommen so weniger Ware für ihr Geld. Doch konkrete Hinweise auf die Schrumpfung des Inhalts fehlen demnach oft und die Hersteller versuchen manchmal sogar, die geringere Menge durch quasi identische Packungen zu kaschieren.

Fast 2500 Beschwerden über Mogelpackungen gingen im vergangenen Jahr bei der vzhh ein. Aus den Hinweisen haben die Verbraucherschützer eine Liste mit Kandidaten erstellt, die für den Titel nominiert sind.

Fünf besonders dreiste Fälle stehen nun wieder zur Wahl für die wenig schmeichelhafte Auszeichnung. Verbraucher sind bis zum 20. Januar, 20 Uhr aufgerufen, hier abzustimmen. Das Ergebnis wird am 21. Januar veröffentlicht.

Bei den Kandidaten für die "Mogelpackung des Jahres" 2019 handelt es sich um:

  • Die neue Margarine "Rama Unser Meisterstück" von Upfield. Sie wird im kleineren Becher mit 350 statt 500 Gramm verkauft und ist dadurch bei gleichem Preis bis zu 43 Prozent teurer als andere Aufstriche von Rama. Auch scheint die Rezeptur der Margarine gar nicht so meisterhaft neu zu sein, wie vom Hersteller versprochen.
  • Die 2019 eingeführte Schokolade "Milka Darkmilk" von Mondelez ist nur 85 Gramm schwer, sieht aber aus wie eine Standardtafel mit 100 Gramm. Weil sie nicht weniger kostet, ist die Darkmilk Schokolade bis zu 18 Prozent teurer als viele andere Milka-Schokoladen. Die Angabe zur Füllmenge ist gut versteckt auf der Rückseite der Verpackung.
  • Beim Nudelgericht "Mirácoli" von Mars ist der Käse aus der Packung verschwunden. Doch damit nicht genug, der Hersteller füllt auch noch einen Klecks Tomatensauce sowie eine Prise Würzmischung weniger ab. Verkauft wird das Produkt aber zum alten Preis.
  • Kellogg hat die Füllmenge seiner "Frosties" Cerealien von 375 auf 330 Gramm reduziert. Bei gleichbleibendem Verkaufspreis entspricht das einer versteckten Preiserhöhung von 14 Prozent. Auch andere Cerealien-Produkte sind davon betroffen. Die Größe der Kartons hat sich nicht verändert, sodass nun noch mehr Luft in den übergroßen Umverpackungen steckt.
  • Der Inhalt des "Bio Direktsaft Karotte" von Hipp in der Einwegglasflasche schrumpfte von 500 auf 330 Milliliter. Darüber hinaus stieg der Verkaufspreis für das Getränk im Handel zusätzlich an. Unterm Strich führte diese "doppelte Preiserhöhung" zu einem drastischen Preisanstieg von bis zu 115 Prozent.

In den vergangenen Jahren wurden die Chipsletten von Lorenz Snack-World (2018), das Vitalis-Früchtemüsli von Dr. Oetker (2017), das Evian-Wasser von Danone Waters (2016), die Bebe-Zartcreme von Johnson & Johnson (2015) und die Pampers-Windeln von Procter & Gamble (2014) mit dem Negativpreis ausgezeichnet.

Quelle: ntv.de, awi