Ratgeber

Dem Ärger Luft machen Neues Beschwerdeportal für Briefe und Pakete

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Post-Ärger.de ist eine Plattform, um Missstände aufzudecken und Verbesserungspotenzial zu erkennen (Fotoquelle: Verbraucherzentrale NRW)

Es ist zum Verrücktwerden. Der ersehnte Brief oder das Paket kommen zu spät, der Bote klingelt nicht oder gibt das Päckchen drei Häuser weiter ab. Auf einer neuen Seite der Verbraucherzentralen können verärgerte Kunden ihren Frust loswerden - über sämtliche Anbieter.

Dass die Mitarbeiter der Paketdienste derzeit Schwerstarbeit leisten müssen, ist bekannt. Und auch, dass viele Kunden dennoch nicht zufrieden sind mit der Serviceleistung der Anbieter. Denn beschädigte oder verschwundene Pakete, verspätete Lieferungen, Pakete, die einfach in den Hausflur gestellt werden, Benachrichtigungskarte im Briefkasten, obwohl jemand zu Hause ist, sorgen für Ärger beim Verbraucher.  

Aber auch bei den Briefsendungen gibt es einiges zu bemängeln: falsch frankierte Briefe, verloren gegangene Geldsendungen, verspätete Abo-Kündigungen – der Ärger um Probleme beim Briefversand wird besonders in der Weihnachtszeit groß, wenn man anderen mit seiner Zuwendung eine Freude machen oder Alltagsangelegenheit noch fristgerecht zum Jahresende ins rechte Lot bringen will.

Doch egal, ob Brief oder Paket, Kunden möchten ganzjährig, dass der Versand funktioniert - als Empfänger und Absender. Um die Rechte von Brief- und Paketkunden besser berücksichtigen zu können und die Qualität bei der Briefzustellung zu steigern, versieht ab sofort der Online-Beschwerdebriefkasten "Post-Ärger.de" seinen Dienst für verärgerte Kunden. Unter der Internetadresse www.post-ärger.de bieten die Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Thüringen bis Ende September 2019 ein Portal, in dem bundesweit Verbraucherbeschwerden rund ums Versenden und Empfangen von Briefen und Paketen gesammelt werden.

"Post-Ärger.de ist eine wichtige Plattform, um Missstände aufzudecken und Verbesserungspotenzial zu erkennen", erläutert Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. Verärgerte Verbraucher sind aufgefordert, Beschwerden über verloren gegangene oder unerwartet teure Briefsendungen in dem Portal zu melden.

Praktische und rechtliche Tipps für den Umgang mit dem Brief- und Paketversand runden das Informationspaket des Onlineportals ab. So ist hier etwa zu erfahren, wie Geldgeschenke sicher auf dem Postweg den dafür bestimmten Adressaten erreichen. Oder es wird erklärt, in welchen Fällen sich die Briefbeförderung mit Expresszustellung lohnt oder was beim Versand einer DVD als kostengünstige Warensendung an Details zu beachten ist. Auch für den Umgang mit digitaler Kommunikation wollen die Verbraucherschützer Informationen bieten. Konkret stehen hierbei die Nutzung von Online-Formularen, der Austausch per E-Mail oder in Chats im Mittelpunkt.

Quelle: n-tv.de, awi

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