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Unter Berücksichtigung von Reinigungsleistung und bedenklichen Inhaltsstoffen konnten dann aber nur 2 Produkte ein "gut" ergattern.
Unter Berücksichtigung von Reinigungsleistung und bedenklichen Inhaltsstoffen konnten dann aber nur 2 Produkte ein "gut" ergattern.(Foto: imago/Ikon Images)
Mittwoch, 29. August 2018

Von wegen sauber : Nur 2 von 26 Handspülmitteln "gut"

137.000 Tonnen Handgeschirrspülmittel werden hierzulande pro Jahr verbraucht. Hoffentlich wird mit dem richtigen Spülmittel geschrubbt. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch gering, wie eine neue Untersuchung von Warentest zeigt.

Wenn's schnell gehen muss oder Teller, Töpfe, Brillen und Co. richtig sauber werden sollen, erledigen die meisten Haushalte zumindest gelegentlich den Abwasch mit der Hand. Satte 137.000 Tonnen Handspülmittel  werden in Deutschland verbraucht. Obwohl in den meisten Haushalten eine Spülmaschine vorhanden ist. Doch bevor derart Dreckigem zu Leibe gerückt wird, sollten Verbraucher unbedingt den richtigen Reiniger verwenden, wie eine Untersuchung von Stiftung Warentest nahelegt.

Denn bei einem aktuellen Test von 26 Handgeschirrspülmitteln überzeugten nur ganze 2. Was nicht nur an den teilweise schlechten Reinigungsleistungen der Produkte liegt. Sondern auch an einem kritischen Inhalts­stoff, der etlichen Spül­mitteln das Test­ergebnis vermiest: 19 der Produkte enthalten Methylisothiazolinon, ein Konservierungs­mittel, das Allergien auslösen kann. Für Nichtal­lergiker besteht allerdings kein Grund zur Sorge.

Im Spül­wasser verdünnt, können die Reiniger selbst Allergikern nichts anhaben. Doch viele nutzen die Mittel ­auch unver­dünnt, um sich zwischen­durch die Hände zu waschen. Da dies für Allergiker ein Risiko ist und sie Ausschlag bekommen können, wertet die Stiftung Warentest Spülmittel ab, die eine bestimmte Konzentration über­schreiten. In knapp der Hälfte der Spül­mittel ermittelten die Tester zudem geringe Mengen eines anderen Konservierungs­mittels, das allerdings nur ein geringeres Allergie­potenzial hat.

Wie gut die Spül­mittel reinigen, wurde zum einen ganz klassisch mit Schwämmen geprüft. Im Labor wurden dazu Ölmischungen, Pastamasse und proteinhaltiges Hühn­chenpüree auf Edelstahl­platten aufgetragen. Anschließend wurde per Mechanik geschrubbt­. Zum anderen wurde getestet, wie gut die Spül­mittel beim Einweichen wirken. Wichtig etwa für angebranntes Fett am Grill­rost, in der Schüssel klebendes Müsli oder über Nacht im Topf vergessene Nudelreste. Die besten Ergebnisse beim Reinigen­­ erzielten Konzentrate. Im Vergleich zu den Klassik-, Sensitiv- und Öko-Geschirrspülmitteln ­­enthalten diese weniger Wasser und mehr wasch­aktive Substanzen.  

Unter Berücksichtigung von Reinigungsleistung und bedenklichen Inhaltsstoffen konnten dann aber nur 2 Produkte ein "gut" ergattern. Ein Marken­produkt für 64 Cent pro 100 Spülgänge ("Pril Karft Gel Ultra Plus) und eines von Aldi Nord ("Akuta Original Konzentrat) für 45 Cent je 100 Spülgänge.

Als mangelhaft wurden unter anderem die beiden Öko-Reiniger von Frosch ("Spülmittel" und "Handspüllotion") bewertet. Zwar erzielten diese in den Kategorien Gesundheit und Umwelt Bestnoten, aber das Geschirr wurde einfach nicht sauber.

Quelle: n-tv.de