Ratgeber

Elektrische Zahnbürsten im Test Nur drei sind "sehr gut"

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Kann losgehen ...

Hierzulande putzt etwa jeder Zweite mit einer elektrischen Zahnbürste. Das kann das Reinigen erleichtern. Bei der Arbeit sind die meisten Geräte gut. Im Öko-Test überzeugt in der Gesamtbilanz allerdings nur ein Drittel. Für drei gab es aber die Bestnote.

Mit einer elektrischen Zahnbürste wird der Putzvorgang von vielen als einfacher und auch gründlicher empfunden. Damit das hinhaut, müssen die Geräte allerdings auch entsprechend lang und regelmäßig genutzt werden. Abgesehen davon reinigt jeder Zweite unter Strom.

Grundsätzlichen lassen sich elektrische Zahnbürsten in zwei Gruppen einteilen: Zum einen gibt es die "oszillierend-rotierenden" mit runden Köpfen, die halb­kreisförmig hin- und herschwingen und teil­weise zusätzlich pulsieren. Zum anderen sind schall­aktive Zahnbürsten mit läng­lichen Köpfen zu haben. Sie reinigen nicht mit Schall, sondern durch Vibrationen des Bürstenkopfs. Hinsicht­lich der Reinigungsleistung zeigt keins der beiden Systeme klare Vorteile. Mit der Rundkopfbürste muss jeder Zahn einzeln gereinigt werden, Schallzahnbürsten säubern mehr Fläche auf einmal. Entscheidend beim Kauf sollte deshalb das individuelle Putzverhalten sein. Akribische Zähneputzer fahren wohl mit Rundkopfbürsten besser. Bislang konnte aber keine Studie einen eindeutigen Vorteil für eine der beiden Techniken feststellen.

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Ungeachtet dessen ist so manches Gerät wenig nachhaltig und weist umweltschädliche Stoffe auf der Platine und im Kabel auf, wie Öko-Test feststellt. Dabei haben sich die 15 Geräte im Test zu Preisen zwischen knapp zehn und fast 200 Euro, in Sachen Handhabung ziemlich gut geschlagen. Hier gab es fast immer die Note "sehr gut" oder "gut". Nur ein Kandidat ist hier mit "mangelhaft" durchgefallen. Die "Budnident Akku Zahnbürste Total Clean Professional" ("ausreichend") hat den Falltest aus einem Meter Höhe nicht überstanden. Nicht vergessen sollten Nutzer aber, dass auch die Bürstenköpfe regelmäßig - etwa alle drei Monate - ausgetauscht werden müssen. Ersatzbürsten kosten je nach getesteten Modell zwischen knapp 2 und 10 Euro.

Was die Tester explizit bemängelt haben, ist in vielen Fällen die Akkulaufzeit der Geräte. So schaffen fünf der getesteten Elektrobürsten eine Akkulaufzeit von gerade mal 100 Minuten bei voller Ladung. Zudem haben einige Zahnbürsten noch die veraltete Technik der Nickel-Metalhybrid-Akkus im Einsatz. Diese können nur eine deutlich kürzere Lebensdauer als die modernen Lithium-Ionen-Akkus aufweisen und sind dementsprechend weniger nachhaltig.

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Aber immerhin wurden drei elektrische Zahnbürsten mit "sehr gut" bewertet. Diese sind: "Happy Brush R2" (Rotationszahnbürste) für circa 40 Euro, die "Philips Sonicare 4300 Protective Clean Schallzahnbürste" (rund 60 Euro) und die "Vitis Sonic S10 Schallzahnbürste (circa 40 Euro). Die günstigste Zahnbürste für 9,95 Euro, die "Sensident Akku-Zahnbürste Perfect Clean" von Müller, bekam die Note "gut".

Von der "Fairywill D7 Schallzahnbürste" rät Öko-Test hingegen deutlich ab. Dieses Gerät verstößt gegen das sogenannte Produktsicherheitsgesetz und wird in China hergestellt. Die Angaben darüber, wer der sogenannte Inverkehrbringer ist, bleibt aber unklar. Damit haben Käufer, Händler und Behörden keinen Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen. Dementsprechend gab es hier auch ein "ungenügend".

Quelle: ntv.de, awi

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