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Universalprodukte im Test Sehr gute Zahnpasta gibt's für 34 Cent

Welche Zahnpasta wirkt? Wichtig ist in jedem Fall, dass sie Fluorid enthält. Foto: Andrea Warnecke

Welche Zahnpasta wirkt? Wichtig ist in jedem Fall, dass sie Fluorid enthält.

(Foto: dpa-tmn)

Um die fünf Tuben Zahnpasta verbraucht jeder Deutsche pro Jahr. Das deutet auf eine gute Pflege hin. Hoffentlich wird auch mit einer guten Paste geputzt, etwa einer Universal-Zahncreme, die vor Karies schützt und im besten Fall aufhellend wirkt. Was bei Naturkosmetik oft nicht der Fall ist, wie Warentest feststellt.

Untersuchungen haben gezeigt, dass sich die Zahngesundheit in Deutschland in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert hat. Aber die Mühe des täglichen Zahnputzrituals würde sich noch mehr lohnen, wenn auch die besten Reinigungsmittel dafür verwendet würden. Denn neben der richtigen Technik und einer geeigneten Bürste entscheidet nicht zuletzt die richtige Zahnpasta über Wohl und Wehe beim nächsten Zahnarztbesuch. Aber auch der Geldbeutel kann mit dem richtigen Produkt geschont werden.

Die Stiftung Warentest hat sich erneut der Thematik angenommen und geschaut, welche Universalpasten was taugen. Diese versprechen meist einen Komplett­schutz für Zähne und Zahn­fleisch und vor allem Schutz vor Karies. Ergebnis: 17 der 31 getesteten Zahncremes sind "sehr gut" und uneingeschränkt zu empfehlen. Dabei müssen Verbraucher auch gar nicht zu teuren Markenprodukten mit klingenden Namen greifen: Auch Eigenmarken von Discountern und Supermärkten konnten auf voller Linie überzeugen, darunter etwa "Eurodont" von Aldi Süd und Nord, "Diadent" von Netto oder "Today dent" von Rewe.

100 Milliliter für 0,36 Euro

Die besten Testergebnisse konnten die "Parodontax Extra Frisch Complete Protection" (6,60 Euro pro 100 ml, Note 1,2), die "Dental Delight Polar Punch" (2,60 Euro pro 100 ml, Note 1,2) oder eben die "Eurodont Kräuter 3-fach Vorsorge) von Aldi Süd (0,36 Euro pro 100 ml, Note 1,3 - die 125-ml-Tube kostet 0,45 Euro).

Bei fast allen getesteten Naturkosmetik-Zahncremes fällt das Urteil aber fatal aus: Sieben von zehn bekamen das Urteil "mangelhaft". Der Grund: Sie enthalten zu wenig oder gar kein Fluorid - der wichtigste Inhaltsstoff, um Karies vorzubeugen. In den üblichen aufgenommenen Mengen stellt Fluorid, entgegen den Behauptung von Kritikern, der Stoff sei krebserregend, keine Gefahr dar. Denn auch in Ländern mit fluoridiertem Trinkwasser konnte kein Zusammenhang zwischen einem erhöhten Krebsrisiko und der Aufnahme des Stoffes festgestellt werden. Vielmehr hilft Fluorid, der Zahnoberfläche Mineralien zurückzugeben. Die Zähne werden dadurch widerstandsfähiger gegen Säuren, was wiederum Karies verhindern kann.

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Mit "mangelhaft" wurden wegen des fehlenden Fluorids unter anderem die "Logodent Extra Frische Pfefferminz Zahncreme" (3,30 Euro pro 100 ml, Note 5,0), die "Dr. Hauschka Minze Zahncreme forte" (6,05 Euro pro 100 ml, Note 5,0) und die "Lavera Complete Care Fluoridfrei" (3,30 Euro pro 100 ml, Note 5,0) bewertet.

Neben den Universal-Zahncremes wurden auch fünf Produkte geprüft, die die Zähne aufhellen sollen. Dabei konnte "Stiftung Warentest" feststellen, dass es sich nicht nur um ein leeres Werbeversprechen handelt - alle sorgen für einen sichtbaren Effekt. Unter anderem war dies bei "Signal White Now" (2,65 Euro pro 100 ml, "sehr gut"), "Blend-a-med 3D White Luxe Glamorous" (2,67 Euro pro 100 ml, "sehr gut") und "Blend-a-med 3D White Vitalizingfresh" (2,33 Euro pro 100 ml, "sehr gut") der Fall.

Quelle: ntv.de, awi