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Wilder Fisch macht das Rennen Nur ein Räucherlachs ist "sehr gut"

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Geruch und Geschmack der Produkte gingen in der ersten Verkostung in Ordnung.

(Foto: imago images/Shotshop)

Viel Eiweiß, gesundes Fett und lecker: Lachs gilt seit jeher als Delikatesse und ist mittlerweile auch für vergleichsweise wenig Geld zu haben. Dennoch sollte natürlich die Qualität stimmen. Öko-Test verrät, welcher Räucher- und Wildlachs auf den Toast darf.

Räucherlachs gilt nicht nur als äußerst schmackhaft, sondern auch als gesund. Denn er ist eine gute Eiweiß-, Jod- und Vitamin-D-Quelle. Er liefert wenig gesättigte, dafür viele Omega-3-Fett­säuren. Noch dazu sind die Zeiten vorbei, in denen sich Verbraucher auf die Suche nach einer gut sortierten Fischtheke machen mussten, um an die Delikatesse zu kommen. Mittlerweile gibt es den Fisch in nahezu jedem Supermarkt.

Schmecken soll er natürlich auch und unbedenklich für die Gesundheit soll er sein. Öko-Test ist der Thematik nachgegangen und hat 15 geräucherte Zucht- und 5 Wildlachs­produkte unter die Lupe genommen. Alle Waren wurden auf Keime und Geschmack geprüft. Die Zuchtlachse analysierten die von den Experten beauftragten Labore zudem auf das bedenkliche Konservierungsmittel Ethoxyquin. Weitere Analysen betrafen Rückstände von Antibiotika. Wildlachse wurden zudem auf das Vorhandensein der wenig appetitlichen, aber harmlosen Fadenwürmer (Nematoden) geprüft.

Keine nennenswerten Schadstoffe

Resultat der Untersuchung: Erstmals war in diesem Test das krebsverdächtige Futterkonservierungsmittel Ethoxyquin in keinem einzigen Zuchtlachs mehr nachweisbar. Auch mit Krankheitserregern wie Salmonellen oder Schwermetallen wie Quecksilber sowie Antibiotika-Resten gab es keine Probleme. Nur drei Wildlachse bekamen Notenabzug, weil sie relativ viele abgestorbenen Nematoden enthielten. Mit bloßem Auge sind die nicht zu erkennen.

Auch Geruch und Geschmack der Produkte gingen in der ersten Verkostung in Ordnung. In der Prüfung zum angegebenen Verfallsdatum waren viele Lachse dann aber nicht mehr so appetitlich. Einige rochen und schmeckten schon etwas tranig oder fischig. Etwa beim "Irish Sea Spray Irischer Bio Lachs" ("ausreichend) beschrieben die Prüfer die Konsistenz als "musig". Hier war auch die Gesamtkeimzahl laut der Bewertungsskala "erhöht". Die Tester empfehlen dem Hersteller, im Zweifel ein früheres Verbrauchsdatum anzusetzen.

Luft nach oben gibt es laut Öko-Test bei den Zuchtbedingungen der Tiere in Aquakulturen, etwa bei der Besatzdichte. So drängen sich laut Herstellerangaben auf einem Kubikmeter Wasser mal 12, mal 25 oder auch mal 33 Kilogramm Fisch in den Becken. Bei den anderen konventionellen und allen Bio-Mästern sind es weniger als 10. Allerdings verenden auch in der Bio-Haltung teilweise sehr viele Lachse, bevor sie Schlachtgewicht erreicht haben. Die Lachsbestände in den im Test vertretenen Fanggebieten vor Alaska sind laut Experten intakt. Dort zu fischen ist derzeit vertretbar.

Testsieger ist ein Wildräucherlachs

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Von den fünf Wild-Räucherlachsen können die Tester einen mit "sehr gut" (Friedrichs Kodiak Wildlachs, 6,99 Euro pro 100 Gramm) und zwei mit "gut" empfehlen ("Fjord Krone Sockeye Wildlachs" von Norma, 2,53 Euro und "Followfish Sockeye Wildlachs, 7,72 Euro). Von den 15 Räucherlachsen aus Aquakultur wurden nur drei mit "gut" bewertet, als da wären: "Bio Mare Geräucherter Biolachs" von Wechsler (7,99 Euro), "Gut Bio Räucherlachs" von Aldi Nord (3,19 Euro) und "Norfisk Bio Räucherlachs" (4,49 Euro). Schlechter als "ausreichend" wurde kein Produkt bewertet.

Abschließend noch ein Tipp: Um Räucherlachs unbeschwert genießen zu können, gehört er in den Kühlschrank, dessen Temperatur maximal sieben Grad Celsius betragen sollte. Das volle Aroma entfaltet der Lachs, wenn er 30 Minuten vor dem Verzehr auf den Tisch kommt.

Quelle: ntv.de, awi

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