Ratgeber
Mit Cashback-Anbietern kann sich einkaufen lohnen.
Mit Cashback-Anbietern kann sich einkaufen lohnen.
Dienstag, 15. Mai 2018

Bis zu 10 Prozent Nachlass : Rabatt-Portale? Besser als Payback & Co!

Jeder Deutsche hat im Schnitt vier Rabattkarten im Portemonnaie. Doch die gewährten Vergünstigungen sind eher bescheiden. Wer online einkauft, kann mit Cashback-Portalen ganz andere Rabatte herausholen. Finanztest weiß, welche Portale sich lohnen.

Die Deutschen sind Jäger und Sammler. Sie sind fasziniert von der Möglichkeit, das beim Einkaufen ausgegebene Geld teilweise wieder zurückzubekommen. Und so nutzen fast drei Viertel der Bundesbürger Treueprogramme des Einzelhandels. Doch die hier gewährten Vergünstigungen eher bescheiden. Bei den zwei größten Anbietern Payback und Deutschlandcard - die auch online aktiv sind - liegt das Sparpotenzial oft nur zwischen 0,5 bis 1 Prozent.

Bei sogenannten Cashback-Portalen schaut die Sache schon anders aus. Hier sind oft 3 bis 6 Prozent Rabatt drin – manchmal sogar mehr als 10. "Finanztest" hat acht Anbieter untersucht und zeigt, wo sich am meisten für Kunden sparen lässt.

Wer sich hier anmeldet, kann beim Online-Einkauf in Tausenden von Shops hohe Rabatte oder sogar Geldbeträge ergattern. Die Tester geben denn auch eine eindeutige Empfehlung ab: Schnäppchenjäger sollten anstelle von Rabattkarten auf Cashback setzen.

Vergleichen nicht vergessen

Um in den Genuss der Vergünstigungen zu kommen, muss sich der Käufer vor dem Online-Shopping ein Benutzerkonto bei einem Cashback-Portal einrichten. Inzwischen machen deutlich mehr Händler bei den Cashback-Portalen als bei den Rabattkarten ­mit. Mitt­lerweile sind es mehrere Tausend − darunter auch viele der 100 umsatz­stärksten Onlineshops in Deutschland ­wie Karstadt, Tchibo, C&A, Sport Scheck, Cyberport und Media Markt.

Wer nun bei diesen Händlern kauft, erhält die angegebenen Prozente. Nach etwa vier bis acht Wochen wird dem Kunden der Nettorabatt (abzüglich der Mehrwertsteuer) gutgeschrieben. Dieser kann dann beim nächsten Einkauf - auch in einem anderen Shop - eingesetzt werden. Oder der entsprechende Betrag fließt direkt auf das Konto des Käufers.

Dabei unterscheiden sich die gewährten Vergünstigungen nicht nur von einem Cashback-Portal zum anderen, sondern auch von einem Händler zum anderen. Darüber hinaus ändern Letztere in unregelmäßigen Abständen die gewährten Prozente.

Besonders wichtig für die Auswahl des Cashback-Anbieters: Wie viele umsatzstarke Shops mit großer Auswahl sind dem Anbieter angeschlossen? Die meisten haben die Portale Getmore und Shoop anzubieten: 72 der 100 umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland gehören zu ihren Rabattnetzwerken. Zudem bieten die beiden Portale gemeinsam mit Aklamio im Schnitt auch die höchsten Rabatte. Meist können Kunden hier 3 bis 6 Prozent sparen. Wichtig ist, sich das derart erworbene Guthaben zeitnah auszahlen zu lassen, denn bei den meisten Anbietern von Cashbackdeals erlischt dies ansonsten nach einem Jahr.

Und trotz noch so hoher etwaiger Preisnachlässe sollten sich Kunden nicht von Rabatten blenden lassen, sondern weiterhin die Preise vergleichen. Denn es soll laut "Finanztest" vorkommen, dass die Ware an anderer Stelle - auch ohne Nachlass - günstiger zu haben ist.

Quelle: n-tv.de