Ratgeber

Gutes aus der Dose Sieben Deocremes sind "ungenügend"

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Frischer Schweiß vollkommen geruchlos ...

(Foto: imago images/Elnur)

Gründe dafür ins Schwitzen zu geraten, gibt es einige. Schöne, wie weniger gute. Für die Belastung für die Mitmenschen macht der Ursprung jedoch keinen Unterschied. Aber es muss niemand ein Stinker sein, wie eine Untersuchung von Öko-Test zu Deocremes zeigt.

99 Prozent Wasser, etwas Kochsalz, Harnstoff, Fettsäuren und ein paar Hormone. Das war's auch schon. Mehr steckt eigentlich nicht drin im Schweiß. Also eigentlich nichts Schlimmes. Vielmehr ist Schwitzen lebenswichtig. Wenn auch nicht immer angenehm - vor allem für die Umwelt.

Noch dazu ist frischer Schweiß vollkommen geruchlos. Erst der Abbau der langkettigen Fettsäuren zu Buttersäure oder Ameisensäure sorgt für den typischen Geruch. Und der kann unangenehm sein. Und ist bei allen, die ein Mindestmaß an öffentlichem Leben hinter sich bringen müssen - Stichworte: Büro, Bahn, Sport, Liebesleben - gefürchtet. Fein raus sind nur Eremiten, die können ungestört in Ruhe vor sich hinmüffeln.

Da aber in den letzten Monaten die sozialen Kontakte wieder zunehmen, ist bei dem einen oder anderen auch wieder ein Deodorant gefragt. Hierbei muss es sich jedoch nicht zwingender Weise um ein Deospray aus der Sprühflasche handeln. Denn oftmals sind Deocremes aus dem Tiegel oder der Dose ergiebiger und erzeugen auch weniger Verpackungsmüll.

20 können überzeugen

Öko-Test hat 30 Deocremes zu Preisen zwischen 1,65 Euro und 19,83 Euro je 50 Milliliter oder Gramm getestet. Resultat: 20 "gute" und "sehr gute" Produkte können die Tester empfehlen. Sie alle basieren auf Natron als Geruchskiller. Sieben Produkte teils namhafter Hersteller sind mit "ungenügend" bewertet worden, darunter unter anderem diese: "Biotherm Deo Pure Antitranspirant-Creme" (15,33 Euro pro 50 ml), "Nivea Dry Comfort Anti-Transpirant" (1,97 Euro), "Rexona Maximum Protection Creme-Stick Clean Scent" (3,28 Euro) und "Dove Maximum Protection Anti Transpirant Cream Stick" (5,50 Euro).

Die Gründe für die miesen Noten sind beispielsweise in den Produkten nachgewiesene PEG/PEG-Derivate, die die Haut für Fremdstoffe durchlässig machen können, umweltschädigende Plastikverbindungen wie Polymere und Silikone sowie das vermutlich fruchtbarkeitsschädigende Siloxan D4, das in den Produkten von Dove und Rexona gefunden wurde. Zudem wurde in allen Produkten Aluminium nachgewiesen. Früher galten Aluminiumsalze, Stoffe mit porenverengender Wirkung, als das Nonplusultra unter den schweißhemmenden Wirkstoffen. Sie sind aber inzwischen sehr umstritten. Seit Jahren wird diskutiert, ob sie Auslöser für unter anderem Brustkrebs und Alzheimer sein könnten. Also besser darauf verzichten.

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Erfreulicher wird es da bei den Testsiegern, die ganz ohne umstrittene Inhaltsstoffe auskommen. Mit "sehr gut" wurden unter anderem diese Deocremes bewertet: "Alterra Deocreme Bio-Sheabutter" (3,99 Euro), Lavera Natural & Strong Deo Creme" (5,99 Euro) - beide Naturkosmetik, "Isana Deocreme mit Natron" (1,65 Euro), "CD Deocreme" (3,95 Euro) und "Share Deo Creme Zitronengras & Grüner Tee" für 4,95 Euro.

Übrigens: Deocremes sind Konzentrate - eine höchstens erbsengroße Portion ist ausreichend pro Achsel. Beim Aufnehmen und Einmassieren unbedingt auf saubere Hände achten. Damit die Produkte richtig wirken, sollten die Achselhöhlen vor der Anwendung unbedingt gewaschen werden, denn sonst hebt sich nicht nur der Schutz vor Achselgeruch auf, sondern es entsteht auch eine sonderbare Geruchsmischung, die dann wiederum zu unfreiwilliger Einsamkeit führt.

Quelle: ntv.de, awi

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