Ratgeber

Mehr als nur klimaschonend So lohnt die Solaranlage

Solarmodule vor blauem Himmel. Foto: Oliver Berg/Archiv

Für die Solarmodule ist die Ausrichtung zur Sonne wichtig. Optimal ist eine Südaufstellung

(Foto: Oliver Berg/dpa)

Mit der Kraft der Sonne selbst Strom zu produzieren, klingt nach einer guten Idee. Schließlich wird nicht nur etwas für die eigene Öko-Bilanz getan, sondern es kann auch Geld gespart werden. Eine gute Planung ist entscheidend.

Wer auf selbst produzierten Solarstrom setzt, tut nicht nur etwas für die Umwelt, sondern kann auch seinen Geldbeutel schonen. Zum einen, da selbst erzeugter Strom wesentlich günstiger ist als vom Energieversorger. Zum anderen: Wenn nicht verbrauchte Energie ins Netz eingespeist wird, erhält der Photovoltaikanlagenbesitzer vom Energieversorger eine sogenannte Einspeisevergütung. In den letzten Jahren sank dieser Zuschuss allerdings konstant. Derzeit liegt die Einspeisevergütung nur noch bei 10,48 Cent je Kilowattstunde für neue kleine Anlagen, 10,19 Cent für mittlere und 8,01 Cent für große (Stand August 2019).

Dennoch kann sich die Investition in eine Anlage lohnen. Denn die Preise für Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) sind im vergangenen Jahrzehnt um rund 75 Prozent gesunken. Vor allem lohnt sich eine Investition in eine Anlage aber dann, wenn viel Strom selbst verbraucht und die Installation der Anlage gut geplant wird, wie die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) mitteilt. 

Demnach sollte Folgendes beachtet werden:

Eigenverbrauch durchrechnen

Die PV-Anlage lohnt besonders dann, wenn möglichst viel des Solarstroms auch selbst verbraucht wird. Allerdings wird die optimale Eigennutzung dadurch erschwert, dass der Strom vom Dach nicht zur gleichen Zeit erzeugt und verbraucht werden kann. Es ist daher wichtig, einen genauen Blick auf den Stromverbrauch des Haushalts zu werfen und den zukünftigen Bedarf abzuschätzen, bevor eine Anlage installiert wird.

Batteriespeicher erforderlich?

Mit einem Batteriespeicher lassen sich Eigenverbrauchsanteil und Autarkiegrad zwar deutlich erhöhen, doch sinkt dadurch gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage. Gründe hierfür sind die Anschaffungskosten für den Speicher sowie die begrenzte Lebensdauer der Batterien. Batteriespeicher müssen daher passend zur Höhe des Stromverbrauchs und zur Größe der PV-Anlage dimensioniert werden. Zu große Speichersysteme verursachen unnötig hohe Kosten, denen ein geringer Nutzen gegenübersteht.

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Richtigen Standort wählen

Für die Module ist die Ausrichtung zur Sonne wichtig. Optimal ist eine Südaufstellung, aber auch West- und Ostausrichtungen können sinnvoll sein. Bereits ein kleiner Schattenwurf kann zum Einbruch der Stromproduktion führen, denn die PV-Module sind in Reihe geschaltet und das schwächste Modul entscheidet über den Ertrag der gesamten Anlage.

Förderung nutzen

Um die Einspeisevergütung für überschüssigen Strom zu erhalten, sollte man mit der Inbetriebnahme einer PA-Anlage nicht zu lange warten. Denn der Förderdeckel wird voraussichtlich 2020 erreicht, dann fällt die Einspeisevergütung für Solarstrom weg. Es soll zwar eine Anschlussregelung geben. Wie diese aussehen wird, ist aber derzeit noch nicht absehbar. Für zuvor ans Netz gegangene Anlagen, ist die Einspeisevergütung hingegen für 20 Jahre garantiert.   

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Quelle: n-tv.de, awi

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