Ratgeber

Ökobilanz des DruckensTinte oder Laser? So drucken Sie am umweltfreundlichsten

28.07.2026, 07:43 Uhr
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Langlebigkeit-zaehlt-Die-groesste-Umweltbelastung-entsteht-bei-der-Herstellung-von-Druckern
Langlebigkeit zählt: Die größte Umweltbelastung entsteht bei der Herstellung von Druckern. (Foto: dpa)

Alte Drucker sind echte Umwelthelden, hat die Stiftung Warentest herausgefunden. Zudem wissen die Experten, wann Tintendrucker ökologisch vorn liegen und wann Laserdrucker.

Sie möchten beim Drucken an die Umwelt denken? Dann sollten Sie wissen, dass die größten Belastungen bei der Herstellung von Druckern entstehen. Das geht aus einer Ökobilanz hervor, die die Stiftung Warentest erstellt hat (Ausgabe 8/26). Deshalb der Rat der Warentester: Einen vorhandenen Drucker möglichst lange nutzen - ihn im Zweifel also auch reparieren, statt einen neuen zu kaufen.

Steht doch ein Neukauf an, sollte man den Angaben zufolge auf Tinten- statt auf Laserdrucker setzen, wenn es Farbdruck sein soll. Denn die Produktion der Tintengeräte sei weniger aufwendig und habe weit geringere Umweltfolgen. Aber: Wenn Schwarzweiß-Druck genügt, schnitten reine Schwarzweiß-Laserdrucker ökologisch gesehen noch ein wenig besser ab als Tintengeräte.

Im Zweifel keine Kombigeräte kaufen - aber Duplex-Drucker

Und: Wer nur selten scannt, sollte kein Kombigerät mit Scan-Funktion, sondern einen einfachen Drucker kaufen. Tipp: Gelegentliche Scans kann man auch mit dem Handy machen.

Unabhängig von der Drucktechnik verbessern Recyclingpapier und beidseitiger Druck (Duplex-Druck) die Ökobilanz - insbesondere bei Vieldruckern. Denn bei dieser Nutzergruppe ist das Papier größter Faktor bei erzeugten Umweltbelastungen für den laufenden Betrieb.

Laserdrucker können vom Netz - Tintenstrahler nicht

Laserdrucker können bei Nichtgebrauch getrost vom Stromnetz getrennt werden. Die meisten haben dafür einen Kippschalter. Tintendrucker sollten allerdings nicht vom Stromnetz getrennt werden, weil sie sonst bei jedem Neustart den Druckkopf mit Tinte durchspülen.

Wer beim Drucken sparen möchte, muss zwei Dinge abwägen: den Anschaffungs­preis des Druckers und die Folge­kosten für Tinten­patronen oder Tonerkartuschen. Der Drucker­preis ist im Laden offensicht­lich. Die Tinten- und Toner­kosten zeigen sich erst mit der Zeit. Sie unterscheiden sich enorm: Mit den Druckern im Test werden für ein A4-Foto zwischen wenigen Cent bis zu mehreren Euro fällig - allein für Tinte oder Toner!

Drucker, die günstig drucken, sind in der Anschaffung meist teurer. Wer viele Fotos oder Grafiken druckt, spart lang­fristig trotzdem. Wer dagegen nur wenige Text­seiten im Jahr druckt, kann trotz höherer Tinten­kosten mit einem billigen Drucker besser fahren.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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