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Knabbern mit Öko-Test Walnusskerne - ein Produkt ist "mangelhaft"

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Eines der getesteten Produkte kann weder geschmacklich noch bei den Inhaltsstoffen überzeugen.

(Foto: dpa)

Mittlerweile landen zwar etwas mehr als nur Pfefferkuchen und ein paar Nüsse auf dem Gabentisch, Letztere erfreuen sich aber auch den Rest des Jahres großer Beliebtheit. Allen voran die Walnuss. Die schmeckt nicht nur, sondern bietet auch allerhand Gesundes. Zumindest sollte sie das.

Walnüsse sind die Nussart mit dem höchsten Gehalt an Alpha-Linolensäure. Diese Omega-3-Fettsäure wirkt gegen Entzündungen und kann die Cholesterinwerte verbessern. Daneben enthalten sie auch jede Menge Protein und liefern Vitamin E, Vitamine der B-Gruppe, Kalium, Zink, Magnesium, Eisen und Kalzium. Wenig verwunderlich gibt es zahlreiche Hinweise, dass ein moderater Genuss der Nüsse bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und die Blutfettwerte günstig beeinflussen kann.

Was neben dem Geschmack zum Knabbern anregt. Wenn die Qualität stimmt. Öko-Test wollte es wissen und hat 20 abgepackte Walnusskerne von gängigen Anbietern untersucht. Darunter sechs Bio-Produkte. Und gleich mal die gute Nachricht: Bei keinem der Nüsse hat das beauftragte Labor Schimmelpilzgifte gefunden. Die meisten schneiden im Testergebnis für die Inhaltsstoffe mit Bestnote ab. In vier Fällen kritisieren die Tester aber Verunreinigungen mit Mineralöl, einmal sogar den problematischen Weichmacher Diethylhexylphthalat (Farmer's Snack Feinste Walnusskerne, "ausreichend"). Erfreulich: Gut die Hälfte der Kerne war tadellos in Geruch, Geschmack und Mundgefühl.

Schlechter Geschmack und Mineralölbestandteile

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In der Sensorikprüfung mit "mangelhaft" durchgefallen sind die Eigenmarken von Penny und Norma: "Puda Walnusskerne" (Gesamturteil "ausreichend") und "Ardilla Kalifornische Walnusskerne naturell". Bei Letzteren ist auch das Gesamturteil "mangelhaft". Der Grund sind unter anderem deutliche Geruchs- und leichte Geschmacksnoten nach Lösungsmitteln, die die Prüfer an Malerfarbe erinnerten. Der Hersteller der Ardilla-Nüsse erklärte, dass solche Eindrücke durch Oxidation der Öle in Walnüssen entstehen können. Ungeachtet dessen konnten die Tester aber auch erhöhte Werte gesättigter Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) in dem Produkt nachweisen. Diese sammeln sich in menschlichen Organen an. Die Folgen sind noch nicht absehbar. Mineralölbestandteile können etwa durch Schmieröle an Sortieranlagen in Nüsse gelangen oder aus Kunststoffverpackungen übergehen.

Mit "sehr gut" im Gesamtergebnis konnten unter anderem die "Alnatura Walnusskerne" (3,27 Euro), die "Dennree Walnusskerne, Hälften" (3,99 Euro) und die "DM Bio Walnusskerne" (3,27 Euro) überzeugen. Bei den Nicht-Bio-Produkten konnten die "Trader Joe‘s Walnusskerne kalifornisch naturbelassen" von Aldi Nord für 1,99 Euro die Bestnote ergattern.

Quelle: ntv.de, awi

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