Ratgeber

Datenklau und Abofalle Warnung vor gefälschten DHL-Nachrichten

Ein Paketbote der Post schiebt eine Sackkarre mit Paketen über Straße. Foto: Malte Christians/dpa/Archivbild

Die derzeitige Situation versuchen auch Betrüger im Namen der DHL zu nutzen.

(Foto: Malte Christians/dpa/Archivbild)

Derzeit kommen die Paketdienste mit den Lieferungen kaum hinterher. Mit gefälschten Sendungsverfolgungen versuchen indes Betrüger, persönliche Daten von Verbrauchern abzugreifen und ihnen Abos unterzujubeln, wie die Verbraucherzentrale Hamburg warnt.

Viele Geschäfte haben derzeit wegen der Coronapandemie noch zu. Viele Verbraucher erledigen deshalb ihre Einkäufe einmal mehr online. Das bringt die Paketdienste bei der Auslieferung der bestellten Waren an ihre Grenzen - inklusive längerer Wartezeiten für die Kunden.

Diesen Umstand machen sich Betrüger zunutze - sie versuchen, mittels gefälschter Sendungsverfolgungen für Pakete persönliche Daten von Verbrauchern abzugreifen und ihnen Abonnements unterzuschieben, wie die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) warnt.

"Uns erreichten in den letzten Tagen zahlreiche Hinweise von Ratsuchenden, die per E-Mail oder SMS angeblich Nachrichten von DHL erhalten haben", berichtet Julia Rehberg von der vzhh. "Zwei Euro sollten sie demnach zahlen, damit der Paketdienstleister eine Sendung ausliefert. Doch die Zustellung bestellter Ware ist nur Mittel zum Zweck, tatsächlich sollen die Angeschriebenen ihre persönlichen Daten preisgeben und für ein dubioses Abo zahlen."

Kein wirksamer Vertrag, Datenmissbrauch möglich

Wer auf den Link in der Nachricht klickt, gelangt auf eine Internetseite, die wie die offizielle Seite des Paketdienstleisters DHL daherkommt. Sogar ein aktueller Hinweis zur Corona-Pandemie ist eingebunden. Die Suche nach der Sendungsnummer leitet weiter zum aktuellen Status einer vermeintlichen Lieferung. Deren Zustellung wurde angeblich gestoppt, weil ein Betrag von zwei Euro aussteht. Der Versand erfolge innerhalb von 24 Stunden ab Zahlungseingang. Schließlich sollen persönliche Daten wie Name, Anschrift und E-Mail sowie in manchen Fällen Kreditkartendaten in Formularfelder eingetragen werden. In kleiner Schrift neben einer Häkchen-Box zu den Nutzungsbedingungen wird gleichzeitig darauf hingewiesen, dass beim Fortfahren des Prozesses nach einer fünftägigen Testperiode ein Abonnement von 69,95 Euro für einen unbekannten Dienst startet. Verbraucher sollten also auf der Hut sein.

Zwar würde man über die imitierten Seiten kein wirksames Abo abschließen, weil der Dienst nicht ersichtlich sei und die Vorgaben der Button-Lösung nicht umgesetzt seien, doch Probleme könne es trotzdem geben. "Wer seine Daten einträgt, muss damit rechnen, dass ein anderer sie auch nutzt. Im schlimmsten Fall werden Beträge über die Kreditkarte abgebucht oder die Betroffenen erhalten Rechnungen und Inkassoforderungen für Dienstleistungen, die sie gar nicht bestellt haben", warnt die Verbraucherschützerin.

Quelle: ntv.de, awi

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