Ratgeber

Nicht immer gute Noten Private Hochschulen für Wirtschaft im Test

Einige Hochschulen - wie hier die Bucerius Law School in Hamburg - sind mit ganz neuen Studienkonzepten angetreten. Foto: Bucerius Law School/D. Jaeger

Kann schon schön sein, so ein Studentenleben ...

(Foto: dpa-tmn)

Für Studiengänge wie BWL oder International Business Management bieten sich etliche private Hochschulen an. Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat den Service und das Angebot von elf von ihnen mit Wirtschaftsschwerpunkt getestet.

Studieren ist populärer denn je, was sich auch an den privaten Hochschulen zeigt: Im Wintersemester 2020/2021 waren hier mehr als 300.000 Studierende eingeschrieben – bis dato ein absoluter Höchstwert. Für Studiengänge wie Betriebswirtschaft (BWL) oder International Business Management bieten sich auch etliche private Hochschulen an. Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat elf von ihnen in Sachen Service und das Angebot unter die Lupe genommen.

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Dabei erzielen die untersuchten privaten Hochschulen insgesamt ein gutes Gesamtergebnis (72,9 Punkte). Sechs der elf Anbieter sichern sich das Qualitätsurteil "gut" und zwei Hochschulen schneiden "befriedigend" ab - drei weitere ließen die offizielle Anfrage zum Angebot unbeantwortet und bleiben deshalb im Gesamtergebnis ohne Wertung.

Studienangebot oft überzeugend

Viele private Hochschulen punkten mit einer großen Vielfalt an Studiengängen und oft zahlreichen Zusatzangeboten, zum Beispiel E-Learning- oder Online-Live-Vorlesungen, Praktikumsmöglichkeiten und die Unterstützung bei der Arbeitssuche nach erfolgreichem Studienabschluss. Die Institute bieten zudem Finanzierungsformen wie hochschuleigene Stipendien oder Studienkredite. Mit einer Preisgarantie für die Regelstudienzeit sorgen zudem alle untersuchten Hochschulen für mehr finanzielle Planungssicherheit.

Service für Studieninteressierte deutlich ausbaufähig

Die Serviceleistungen kommen insgesamt über ein befriedigendes Ergebnis nicht hinaus; nur vier Hochschulen sichern sich in diesem Bereich das Qualitätsurteil "gut". Vor allem bei der Bearbeitung von E-Mail-Anfragen zeigen die Hochschulen teils eklatante Schwächen: Im Test bleibt mehr als ein Drittel der E-Mails unbeantwortet. Eingegangene Auskünfte sind zwar durchweg fachlich korrekt, doch fallen diese häufig unvollständig und wenig individuell aus. Auch am Telefon mangelt es nicht an Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Doch die oft mangelnde Erreichbarkeit und die nicht selten unvollständigen Auskünfte trüben das Bild.

Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität: "Grundlegende Informationen liefern die Internetauftritte der Hochschulen, aber individuelle Fragen lassen sich am ehesten telefonisch klären. Ratsam ist hier eine vorherige Terminvereinbarung, was die Chance auf eine zielgerichtete Beratung deutlich steigert."

Die besten privaten Hochschulen mit Schwerpunkt Wirtschaft

Als Testsieger geht FOM Hochschule für Oekonomie und Management (Qualitätsurteil: "gut") aus der Studie hervor. Im Anbietervergleich führend ist sowohl der Online-Service als auch der Service per E-Mail. Der Internetauftritt bietet einen hohen Informationswert und liefert umfangreiche Kontaktinformationen. E-Mail-Anfragen werden zügig, kompetent und freundlich beantwortet. Die Hochschule bietet zudem die größte Anzahl an möglichen Studienorten.

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Platz zwei belegt die Hochschule Fresenius (Qualitätsurteil: "gut"). In puncto Angebot positioniert sich der Anbieter insgesamt auf Platz eins, unter anderem aufgrund der großen Vielfalt an Studiengängen. Auch der Service für Interessenten ist insgesamt gut, wobei die Stärken insbesondere im Online-Service des Internetauftritts liegen.

CBS International Business School (Qualitätsurteil: "gut") platziert sich auf Rang drei mit dem zweitbesten Service im Test. Am Telefon entstehen nur kurze Wartezeiten - die Beratungen sind sehr fachkundig und freundlich. Auch das Angebot kann punkten, so zählen beispielsweise auch E-Learning-Vorlesungen zum Portfolio.

(Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 07. Juli 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, awi

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