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Niedrige Zinsen sichern Wo sich Bausparen lohnt

Wer noch einen gut verzinsten älteren Bausparvertrag hat, sollte dessen plötzliche Kündigung nicht einfach hinnehmen. Foto: Oliver Berg

Wie gut oder schlecht ein Bausparvertrag ist, zeigt sich immer erst am konkreten Angebot.

(Foto: dpa)

Sparen, um später ein Darlehen zu bekommen - Bausparen klingt einfach. Ist es aber nicht. Denn in der Praxis entscheiden viele Faktoren darüber, ob sich ein Vertrag für den Kunden lohnt oder nicht.

Bausparen bringt nur wenig Rendite. Als reiner Sparvertrag ist das Finanzprodukt deshalb nicht geeignet. Zumal die Geldinstitute für ihr Produkt auch noch hohe Gebühren fordern. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass die Bausparkassen in den letzten Jahren Hunderttausende Bausparverträge, die einst explizit als lukrative Sparanlage verkauft wurden, wegen der derzeitigen Niedrigzinsphase kündigen, beziehungsweise gekündigt haben.

Für alle, die das Geld in ihre Immobilie investieren wollen, kann sich Bausparen aber trotzdem lohnen. Denn die günstigen Zinsen für das Darlehen stehen schon heute fest - auch wenn die Kunden das Geld erst in einigen Jahren abrufen. Allerdings müssen Bausparer vor der Unterschrift unter den Vertrag genau rechnen, erklärt die Zeitschrift "Finanztest" (Heft 1/2019) der Stiftung Warentest.

Die Experten haben die Konditionen für verschiedene Musterkunden berechnet. Das Ergebnis: Einen Bausparvertrag, der für jeden optimal ist, gibt es nicht. Zwischen günstigen und teuren Verträgen liegen oft mehrere tausend Euro Zinsunterschied.

"Wie gut oder schlecht ein Bausparvertrag ist, zeigt sich immer erst am konkreten Angebot", heißt es in dem "Finanztest"-Bericht. Ein niedriger Darlehenszins allein sagt deshalb noch nichts darüber aus, ob ein Tarif günstig ist.

Ein Grund: Bauspartarife sind kompliziert. Sie bestehen aus mehr als einem Dutzend Konditionen - von Abschluss- und Jahresgebühren, Guthaben- und Darlehenszinssätzen, Regelsparraten bis hin zu Tilgungsbeiträgen. Ob sich ein Vertrag wirklich lohnt, hängt am Ende immer vom Sparziel und den finanziellen Möglichkeiten des Kunden ab.

Für Sparer, die mittel- bis langfristig eine Immobilie kaufen oder ihr Haus modernisieren wollen, bietet ein Bausparvertrag aber einen einzigartigen Vorteil: Der Zinssatz für das Darlehen von meist 1,85 bis 2,95 Prozent steht heute schon fest – auch wenn Kunden das Geld erst in sieben oder zehn Jahren abrufen. So sichern sie ihre Finanzierung gegen steigende Zinsen. Denn so niedrig wie heute werden die Zinsen für normale Baukredite auf Dauer kaum bleiben.

Zwei Testsieger konnten die Experten trotzdem herausfiltern: BHW und Deutsche Bank Bausparkasse teilten sich in drei von vier Modellrechnungen die ersten beiden Plätze.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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