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Rückruf wegen Fremdkörpern Wurstalarm bei Rewe und Penny

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Betroffene Würste sollen gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben werden.

(Foto: imago/CHROMORANGE)

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Dazwischen steckt hoffentlich jede Menge gutes Fleisch. Nicht in die Wurst gehören in jedem Fall Kunststoff- und Metallteilchen. Die wurden aber in Wiener und Bockwürsten gefunden. Hier ist der Rückruf.

Wurstesser aufgepasst: Wegen einer möglichen Verunreinigung durch 2 Millimeter große Kunststoff- und Metallteilchen hat die Firma OVO-Vertriebs-GmbH verschiedene Bock- und Wiener Würstchen zurückgerufen. Die betroffenen Waren werden durch die Lebensmittelketten Penny und Rewe vertrieben. Von einem Verzehr wird abgeraten. Nachfolgende Produkte sind von dem Rückruf betroffen:

Penny-Märkte

Wiener Würstchen, Mühlenhof, 400 g, Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 2.2.19 und 3.2.19

Mühlenhof QS Mini Wiener, Mühlenhof, 320 g, MHD: 6.2.19 und 7.2.19

Mühlenhof QS Schinkenbockwurst, 400 g, MHD: 2.2.19 bis 4.2.19

Rewe-Märkte

Bockwurst, angeboten an der Bedientheke, Angebotszeitraum von 15.1.19 bis 24.1.2019

Ja! QS Mini Wiener, 320 g, MHD: 5.2.19 bis 7.2.19

Andere Chargen mit abweichenden MHD sind von dem Rückruf nicht betroffen. Die beiden Supermarkt-Ketten haben bereits reagiert und die betroffenen Artikel aus dem Sortiment genommen. "Der Rückruf erfolgt im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes rein vorsorglich, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich in einzelnen Würstchen Fremdkörper (kleine schwarze Kunststoffteile von ein bis zwei Millimeter Größe beziehungsweise Stücke eines Metallclips) befinden können", heißt es in der offiziellen Mitteilung der OVO-Vertriebs-GmbH. Kunden, die entsprechende Produkte bereits erworben haben, können sie in den Filialen zurückgeben und bekommen dort den Kaufpreis erstattet.

Grundsätzlich gilt bei der Produkthaftung: Kommen Menschen zu Schaden, kann ein von ihnen verwendetes oder verzehrtes Produkt die Ursache sein. In solchen Fällen haftet der Produzent oder der Importeur oder auch der Händler (wenn der Hersteller nicht aus der EU stammt oder vom Händler nicht genannt wird) der fehlerhaften Ware - zehn Jahre lang ab Verkaufsstart. Und zwar unabhängig vom tatsächlichen Verschulden. Hierzu zählen neben Mängeln auch unverständliche Bedienungsanleitungen oder aber Warnhinweise vor einem "naheliegenden Fehlgebrauch". Dies schreibt das Produkthaftungsgesetz vor.

Dennoch muss der Verbraucher dem Hersteller nicht nur nachweisen, dass das verwendete Produkt fehlerhaft war, sondern auch, dass ihm dadurch ein Schaden entstanden ist. Erfolgte ein Produktrückruf, wurde der Fehler bereits eindeutig vom Hersteller eingestanden. Der Rückruf indes entlässt den Händler nicht aus der Haftung. Er muss den geschädigten Verbraucher nur dann nicht entschädigen, wenn er nachweisen kann, dass dieser den Rückruf kannte und das Produkt dennoch nutzte. In diesem Fall kann sich der Anspruch auf Schadenersatz allerdings veringern.

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Quelle: n-tv.de, awi

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