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Selbstbräuner im Öko-Test Zwei Drittel fallen durch

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Braun werden ohne gefährliches Sonnenbad - das versprechen Selbstbräuner.

(Foto: imago/Ikon Images)

Ob aus Sorge vor Hautkrebs oder Falten - nicht jeder will seine Nase lange in die Sonne halten. Zudem steht der Sommerurlaub auf der Kippe. Um trotzdem knackig braun zu sein, kann zu Selbstbräunern gegriffen werden. Ob damit bedenkenlos geschmiert werden sollte, hat Öko-Test untersucht.

Sonnen am Strand, Ausflüge ins Freibad oder schwimmen im Meer - daran ist eigentlich in der aktuellen Corona-Krise kaum zu denken. Was allerdings kein Grund dafür ist, dass man dieses Jahr deshalb blass bleiben muss, schließlich gibt es ja Selbstbräuner.

Aber kann man diese bedenkenlos verwenden? Öko-Test wollte es wissen und hat 20 Selbstbräuner und Körperlotionen mit Bräunungseffekt getestet. Das Ergebnis: Nur drei Produkte konnten im Test überzeugen - aber die waren wenigstens günstig.

Jede Menge Schadstoffe nachgewiesen

Braun werden ohne gefährliches Sonnenbad - das versprechen Selbstbräuner. Doch die Bräune aus der Tube ist nicht ganz ohne. Denn der Inhaltsstoff Dihydroxyaceton (DHA) sorgt zwar für getönte Haut, ist aber chemisch recht instabil und zerfällt mit der Zeit. Unter Einwirkung von Wärme wird dabei nach und nach Formaldehyd freigesetzt. Hautreizungen können die Folge sein. In der Atemluft gilt der Stoff sogar als krebsverdächtig. Nur bei 9 der 20 getesteten Selbstbräuner konnte Öko-Test kein Formaldehyd nachweisen.

Ebenfalls in vielen der Testprodukte nachgewiesen wurden PEG/PEG-Derivate, unter Umständen fortpflanzungsgefährdendes Lilial, allergieauslösende Duftstoffe, kritische Silikone sowie Konservierungsstoffe.

Eigenmarken liegen vorn

"Gut" schnitten im Test nur die Eigenmarken von Müller, Globus und Rossmann ab. Der Vorteil: Sie sind mit Preisen zwischen 0,98 und 1,00 Euro (jeweils pro 100 Milliliter) weit günstiger als ihre Mitbewerber. Die Selbstbräuner-Schnäppchen müssen sich aber kaum vor Konkurrenz fürchten. Die "Self Tanning Milky-Lotion Face & Body" von Clarins lag weit abseits mit der Note "ausreichend" auf Platz 4, mit 23,56 Euro das teuerste Produkt im Test.

Für wenig Geld sind hingegen die folgenden guten Produkte zu haben: Die "Pflegende Selbstbräunungsmilch Lavozon" von Müller (0,98 Euro), die "Natuvell Sun Selbstbräunungsmilch Sommer Teint" von Globus (0,98 Euro) und die "Sun Ozon Selbstbräunungsmilch) von Rossmann (1,00 Euro).

Alle weiteren getesten Selbstbräuner und Körperlotionen mit Bräunungseffekt wurden von Öko-Test wegen der diversen genannten Schadstoffe mit den Noten "mangelhaft" und "ungenügend" bewertet. Darunter auch zertifizierte Naturkosmetik und Markenprodukte wie zum Beispiel die "L‘Oréal Sublime Bronze Selbstbräunungs-Milch", die "Nivea Body Lotion Sun Touch Sanfte Bräunung" und die "Dove Pflege Plus Summer Glow Body Lotion" mit Selbstbräuner (alle drei "ungenügend").

Quelle: ntv.de, awi

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