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Sachsen Orangenbäume stehen wieder im Dresdner Zwinger

Orangeure positionieren im Zwinger vor dem Kronentor einen Orangenbaum. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa)

Dresden (dpa/sn) - Den Dresdner Zwinger durchweht wieder mediterranes Flair. Denn seit Montag sind hier wieder knapp 80 Orangenbäume zu sehen. Fortan kann man auch wieder Pate dieser Bäume werden, da einige Patenschaften zu Ende gehen, teilte Schlösserland Sachsen mit. Weil es mehr Bewerber als Bäume gab, musste das Programm gestoppt werden. Paten können die Pflege der Bäume mit 500 Euro im Jahr unterstützen.

Orangen gehörten schon früher zum Erscheinungsbild des Zwingers. Sachsens legendärer Kurfürst August der Starke (1670-1733) hatte ab 1709 eine Bogengalerie für die als "goldene Äpfel" bezeichneten Orangen- und Pomeranzenbäume bauen lassen. Sie galten seinerzeit als Status- und Machtsymbol. Schon 1714 war der Zwinger Heimstatt für über 600 Pflanzen von rund 30 Arten.

Für eine Neuauflage der Tradition wurden 2013 in Ardea südlich von Rom in Italien Orangenbäume gekauft. Ein Jahr später kamen sie nach Sachsen und wurden hier im Barockgarten Großsedlitz herangezogen. 2017 waren sie erstmals im Zwinger zu sehen.

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