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Strecke Paris - Berlin Air France startet neue Billigairline Joon

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Joon wird als Billigmarke von Air France geführt.

(Foto: REUTERS)

Air France bringt eine Billigfluggesellschaft auf den Markt. Joon soll künftig von Paris nach Berlin-Tegel fliegen. Die Flugpreise sollen bei 39 Euro starten und eine junge Zielgruppe ansprechen. Doch das Kabinenpersonal hat bei den Kampfpreisen das Nachsehen.

Auch Air France will im Kampf um billige Tickets mitmischen. Die französische Fluggesellschaft geht mit einer Tochter-Airline an den Start: Joon bietet Flüge nach Berlin und in andere europäische Städte "ab 39 Euro" pro einfacher Strecke an, wie Air France mitteilte. Der Flugbetrieb startet am 1. Dezember. Pro Woche sollen etwa 37 Maschinen vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle nach Berlin-Tegel starten.

In Europa fliegt Joon außerdem Barcelona, Lissabon und Porto an. Auf der Langstrecke sind ab März 2018 Flüge nach Fortaleza in Brasilien und auf die Seychellen geplant. Generaldirektor Jean-Michel Mathieu nennt Joon eine Airline "zwischen einer klassischen und einer Billigfluggesellschaft". Er setzt auf "attraktive Tarife" und den "Geist eines Start-Ups".

Kabinenpersonal schlechtergestellt

Das Bordpersonal soll jugendlich-sportlich erscheinen: mit weißen Turnschuhen und blauen T-Shirts oder Daunenwesten. Während die Piloten wie bei der Mutter Air France bezahlt werden, erhalten die neu rekrutierten Stewardessen und Stewards nur 45 Prozent des Gehalts. Air France fusionierte 2012 mit der niederländischen Fluggesellschaft KLM. Seit 2015 schreibt die lange defizitäre Airline wieder schwarze Zahlen. Sie leidet wie auch andere europäische Gesellschaften unter der Konkurrenz der Billigflieger und dem starken Wettbewerb auf wichtigen Strecken nach Nordamerika und Asien.

Der Kampf um preiswerte Tickets spitzt sich immer weiter zu: Renommierte Airlines stehen verstärkt unter Preisdruck, sodass sie zunehmend eigene Billigsegmente aufbauen. Auch die mittlerweile insolvente Fluggesellschaft Air Berlin konnte dem Preisekampf nicht mehr standhalten und musste Insolvenz anmelden. Nutznießer davon sind Eurowings und Easyjet, die günstige Tickets für europweite Flüge anbieten.

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP

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