Reise

Kuba erlebt riesigen Boom Alle wollen auf Castros Insel

imago76871624h.jpg

Die Oldtimer sind bei den Touristen sehr beliebt.

(Foto: imago/localpic)

Urlauber lieben Kubas Traumstrände, Oldtimer und Salsa-Bars. Derzeit ist der Touristenstrom auf der Insel so groß wie nie. Nicht nur US-Amerikaner wollen noch das "alte" sozialistische Kuba erleben, sondern offenbar auch alle anderen. Das birgt große Herausforderungen.

Kaum waren im Januar 2015 die Reise- und Handelsbeschränkungen gelockert, begann auf Kuba ein echter Boom. Zwischen dem Karibikstaat und den USA hatte sich das Verhältnis unter dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama entspannt. Das spiegelt sich auch in den immens steigenden Touristenzahlen aus aller Welt wider.

Die Weltbank zählte 1995 742.000 Ankünfte von Touristen auf Kuba, 2004 knackte das Land schon die 2-Millionen-Marke. Zehn Jahre später lag die Zahl schon bei 2,9 Millionen. In 2017 erwartet das Land nach Angaben des kubanischen Fremdenverkehrsamt 4,2 Millionen Ankünfte von Urlaubern.

Schnell noch das "Authentische" erleben

Besonders die US-amerikanischen Gäste sind am sozialistischen Kuba interessiert - und wollen die Insel noch genauso erleben, wie sie schon seit Jahrzehnten aussieht: Oldtimer auf den Straßen, charmante Salsa-Bars und kleine Zigarrenmanufakturen. Natürlich locken auch Kubas weiße Traumstrände die internationalen Besucher an. Auch deutsche Reiseveranstalter spüren eine immer größere Nachfrage nach Kuba-Reisen. "Die Touristen schätzen die kulturelle Vielfalt, das historische Erbe sowie den Naturreichtum Kubas", erklärt Isabel Docampo Torres, kubanische Botschaftsrätin für Tourismus.

Deutsche sind generell sehr an Fernreisen interessiert und die Karibikinsel hat sich bei ihnen zum absoluten Top-Fernreiseziel gemausert. 2016 sind mehr als 240.000 Deutsche nach Kuba gereist. Weil die Kapazitäten auf der Insel derzeit begrenzt sind, mussten die großen Veranstalter die Preise für Kuba-Pauschalreisen zum Jahr 2017 erhöhen.

Der Andrang ist größer, als es die Kapazität der touristischen Infrastruktur derzeit hergibt. Doch das Land rüstet sich. "Wir arbeiten derzeit an neuen Investitionsprojekten. Es wurden bereits 110 Projekte unterzeichnet, die größten Teils mit Golfplätzen und Immobilien zu tun haben. Internationale Ketten erweitern ihre Investitionen in Kuba, um die Zimmeranzahl bis zum Jahr 2030 um 100.000 zu erhöhen", sagt Docampo Torres.

Wer aus Deutschland nach Kuba reisen will, benötigt einen gültigen Reisepass mit mindestens sechs Monaten Gültigkeit.  

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema