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Die Dürre schränkt die Wasserversorgung stark ein.
Die Dürre schränkt die Wasserversorgung stark ein.(Foto: imago/Gallo Images)
Montag, 05. Februar 2018

Schlimme Dürre in Südafrika: Kapstadt-Urlaubern drohen trockene Pools

Südafrikas Bewohner leiden unter der schlimmsten Dürre seit 100 Jahren. Deshalb werden die Vorgaben für den Wasserverbrauch massiv verschärft. Auch Südafrika-Urlauber spüren die Einschränkungen.

Die Südafrikaner rund um Kapstadt müssen Wasser einsparen und sich an strenge Vorgaben halten. Die derzeitige Knappheit wirkt sich deshalb auch auf Urlauber aus. Seit dem 1. Februar wurden die Vorgaben zum Wasserverbrauch erneut verschärft. Hotels sind verstärkt dazu angehalten, den Wasserverbrauch stark zu reduzieren, wie South African Tourism erklärt.

Die Region in Südafrika leidet unter einer der schlimmsten Dürren seit rund 100 Jahren. Bereits seit einigen Monaten gibt es Maßnahmen, um den Wasserverbrauch zu senken. Für Urlauber kann das zur Folge haben, dass die Pools in Hotels leer bleiben und Golfplätze nicht bewässert werden, teilt der ADAC mit. Und es kann sein, dass Hotelgäste nur zu bestimmten Uhrzeiten duschen können und die Handtücher seltener ausgetauscht werden. Die Stadtverwaltung von Kapstadt hat auch dazu aufgerufen, beispielsweise Schwimmbäder zu schließen und den Wasserdruck zu reduzieren.

Privathaushalte dürfen seit 1. Februar täglich nur noch 50 Liter pro Person verbrauchen - weniger als die Hälfte des Durchschnittswerts in Deutschland, erklärt das Auswärtige Amt (AA). Denn trotz der bisherigen Maßnahmen neigen sich die Wasservorräte in Kapstadt und Umgebung dem Ende.

Laut AA könnte Kapstadt nach derzeitigem Stand zwischen Mitte April und Mitte Mai den "Tag Null" erreichen. Dann müsste die Stadtverwaltung in Kapstadt das Wasser abstellen. Auch für Hotels wäre dann nicht mehr von einer unbeschränkten Trinkwasserversorgung auszugehen. Für diesen Fall wurde jetzt ein Krisenzentrum eingerichtet. Das deutsche Generalkonsulat in Kapstadt rät Reisenden, sich online registrieren zu lassen. So könne die Auslandsvertretung im Notfall direkt Kontakt mit Reisenden aufnehmen.

Quelle: n-tv.de