Sport

Feuer und Flamme im Stadion Dänen entwickeln legale Pyrotechnik

Fans vom 1. FC Union Berlin beim Abbrennen von Bengalische Feuer, Pyrotechnik beim DFB-Pokal Spiel zwischen Borussia Dortmund und Union Berlin am 26.10.2016 Dortmund Copyright: xSchuelerx/xEibnerx-xPressefotox

supporters of 1 FC Union Berlin the burning from Bengal Fire Pyrotechnics the DFB Cup Game between Borussia Dortmund and Union Berlin at 26 10 2016 Dortmund Copyright  xEibnerx xPressefotox

Fans von Union Berlin entfachten beim Pokal-Spiel in Dortmund große Mengen Pyrotechnik.

(Foto: imago/Eibner)

Verboten, aber alltäglich: Pyrotechnik in den Fankurven der Fußballstadien. Bald könnte das Diskussions-Feuer neu entfacht werden - und schnell wieder erlöschen. Dänen-Bengalos sollen ein Stadion-Verbot unnötig machen.

30.000 Euro Strafe für Union Berlin, 14.000 Strafe für den VfL Bochum, 11.000 Euro Strafe für den FC Augsburg: Dies sind Sanktionen, die das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) allein Anfang Februar gegen die Vereine erteilt hat. In allen drei Fällen geht es um das Abbrennen von Pyrotechnik im Fanblock. Ein teures und ärgerliches Unterfangen für die Klubs.

*Datenschutz

Doch für viele Fans gehören bengalische Feuer in ihrer Kurve dazu, sie sorgen für den Wow-Effekt, den sogar der Zuschauer vor dem Fernseher wahrnimmt. Es prallen also völlig unterschiedliche Welten aufeinander, wenn es um die Bewertung von Pyrotechnik im Fußballstadion geht. Weil die Flammen der Bengalos aber deutlich über 1000 Grad Celsius heiß werden, stellen sie vor allem in Menschenmengen eine Gefahr dar. Eine, die man bei Bröndby IF in Kopenhagen nun eindämmen möchte. Der Pyrotechniker Tommy Cordsen hatte die Idee eines legalen bengalischen Feuers – und ist damit in Dänemark gut angekommen.

Fackel nicht heißer als eine Wunderkerze

Seit etwa einem Jahr arbeiten der Verein, Pyrotechniker und Fans sowie die landesweite Fanorganisation gemeinsam an einem möglichst harmlosen Feuer. Wie der Sicherheitsbeauftragte von Bröndby IF, Mickel Lauritsen, dem Magazin "11Freunde" erklärt, sind Verbrennungen aufgrund der neuartigen Technik nahezu unmöglich. Die Fackel brenne bei etwa 180 Grad und soll damit nicht heißer sein als eine Wunderkerze: "Man sollte die Hand nicht direkt reinhalten. Aber durch das Feuer zu fassen, ist ungefährlich."

Laut Verein wird der Bengalo in eine andere, niedrigere pyrotechnische Kategorie eingeordnet, weswegen er in dänischen Stadien legal zu zünden ist. Bis das Feuer im Juli von der zuständigen Behörde eingestuft und zugelassen werden soll, müssen allerdings noch einige Wünsche der Fans berücksichtigt werden. Lauritsen zufolge brennt diesen die Fackel noch nicht hell genug. Verschiedene Farben dagegen – für jede Gruppierung – sind bereits entwickelt. Mit anvisierten sechs Euro pro Stück wäre die Dänen-Fackel nicht teurer als herkömmliche Bengalos auf Magnesium-Basis, die es in diversen Online-Shops zu kaufen gibt.

Quelle: ntv.de