Fußball-WM 2019

Jubilarin Popp im Achtelfinale DFB-Elf muss "Brocken" Nigeria bezwingen

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Kann sich hoffentlich auch nach ihrem 100. Länderspiel feiern lassen: Alex Popp.

(Foto: dpa)

Während das DFB-Team souverän durch die Gruppenphase der Fußball-WM in Frankreich marschiert, muss Nigeria lange um den Einzug ins Achtelfinale bangen. Das anstehende Duell verschafft Kapitänin Alexandra Popp ein Déjà-vu und ein besonders Jubliäum. Das Team hat zudem einen Joker in petto.

Gegen Nigeria wurde sie 2010 U20-Weltmeisterin, gegen Nigeria (17.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) bestreitet sie nun ihr 100. Länderspiel für die DFB-Frauen: Alexandra Popp. "Wenn ich überlege, dass ich im Jahr 2010 mein erstes Länderspiel bestritt, ist das alles sehr schnell gegangen", sagte die 28 Jahre alte Kapitänin in einem Interview bei dfb.de. Die Offensivspielerin vom VfL Wolfsburg könnte ihr Jubiläum also mit dem Einzug ins Viertelfinale bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich krönen. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg sagte über sie: "Alex ist eine ganz wichtige Führungsspielerin. Wir brauchen sie mit ihrer gesamten physischen Präsenz, mit ihrer Cleverness, mit dem Spiel in der Box, wo sie sehr, sehr stark ist."

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Es könnte schlechtere Spiele als ein Duell mit Nigeria zum Jubiläum geben, denn die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs ist groß. Alle sieben bisherigen Aufeinandertreffen endeten zugunsten des DFB-Teams. Dabei gelang den "Super-Falcons" nicht ein Treffer. Dennoch warnte Voss-Tecklenburg: "Wir wissen, dass da ein Brocken auf uns zukommt." Die Physis und das Umschaltspiel der Nigerianerinnen seien zu beachten. "Speziell im letzten Spiel gegen Frankreich haben sie gezeigt, wozu sie in der Lage sind." Die Partie verlor die Elf des schwedischen Trainers Thomas Dennerby nur wegen eines wiederholten Elfmeters. 

"Emotionale Achterbahnfahrt"

Als Gruppendritter musste Nigeria aufgrund der komplizierten Vorrunden-Regel lange um den Einzug ins Achtelfinale zittern. "Wenn es uns getroffen hätte, würden wir das sicherlich nicht so toll finden", sagte Voss-Tecklenburg. Erst am Donnerstagabend entlud sich pure Freude der nigerianischen Spielerinnen auf dem Hotelflur. "Das war eine emotionale Achterbahnfahrt", kommentierte die Bundestrainerin. Das Team reiste dann am Freitag nach Grenoble, die Deutschen wohnen und trainieren schon seit Dienstag in dem Wintersportort. Ein Vorteil für die Deutschen.

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Da fällt weniger ins Gewicht, dass die Vorbereitung auf das Spiel aufgrund der Ungewissheit eine andere war als sonst. Die Gegnerbesprechung fand einen Tag später als üblich statt - was aber vielleicht sogar ein Vorteil sein könne, "weil so die Eindrücke für die Spielerinnen noch sehr präsent sind", sagte Voss-Tecklenburg. Neun Punkte aus drei Spielen und die Gruppenphase ohne Gegentor haben dem DFB-Team ohnehin Selbstbewusstsein verliehen.

Und vielleicht haben die Deutschen noch ein Ass im Ärmel: Spielmacherin Dzsenifer Marozsán trainierte am Freitagabend mit dem Team. Die Champions-League-Siegerin hatte sich beim WM-Auftakt gegen China den linken Mittelzeh gebrochen und seitdem gefehlt. Für die Startaufstellung reiche es sicherlich noch nicht, so Voss-Tecklenburg. "Alles Weitere werden wir am Abend entscheiden." Die nigerianische Delegation ist gewarnt, so "Super-Falcons"-Coach Dennerby: "Um ehrlich zu sein: Ich hoffe, dass sie nicht spielt. Sie ist eine tolle Spielerin."

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Quelle: n-tv.de

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