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F1-Presse verzweifelt und jubelt "Vettel war nahe am Herzinfarkt"

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Sebastian Vettel vergeigte den Start in Suzuka - und kam danach gegen den "Killerinstinkt" von Valtteri Bottas nicht mehr an.

(Foto: imago images/Action Plus)

In Japan schreibt Mercedes dank des "Killerinstinkts" von Valtteri Bottas Formel-1-Geschichte, was die internationale Presse zu hymnischen Huldigungen veranlasst - trotz der "überpiepten Beschimpfungen Vorwürfe" des frustrierten Abo-Champions Lewis Hamilton über seinen dritten Rang. Für große Verwunderung sorgen Sebastian Vettel und "Harakiri Ferrari", die in Suzuka auf "100 Meter als Dilettanten" das nächste Rennen "ruinieren" und ihr "technisches Kapital verschwenden". Die Pressestimmen im Überblick:

Italien

"Gazzetta dello Sport": "In Suzuka schreibt Mercedes Geschichte, eine Geschichte, die ganz aus Silber ist. Applaus für dieses außerordentliche Team unter der Leitung von Toto Wolff. Vettel verschwendet seine Pole Position. Mercedes ist stark, doch Ferrari hat ihm das Leben leicht gemacht."

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"Corriere dello Sport": "Bottas ist der beste Pilot in Suzuka. In Japan zeigt er Killerinstinkt von Anfang an. Er ist der einzige, der in der Lage ist, Hamilton im Rennen um den Titel noch Konkurrenz zu machen. Die Ferrari-Piloten werfen das positive Qualifying mit einem Start voller Fehler weg. Aber die Ferrari-Techniker haben Wunder bewirkt. Sie haben einen Boliden mit unberechenbarem Verhalten in eine gefährliche Waffe verwandelt, die leicht die Pole Position erobern kann."

"Tuttosport": "Ferrari verschwendet viele Gelegenheiten. Ferrari hatte im japanischen Morgen große Hoffnungen, die sich jedoch nicht erfüllt haben. Leclerc ist gezwungen, sich zu entschuldigen. Mercedes bleibt der unangefochtene Protagonist dieser WM."

"La Repubblica": "Harakiri Ferrari. Leclerc muss die erste schlechte Note der Saison einstecken, was beweist, dass auch dieses junge Talent ein Mensch ist."

"Corriere della Sera": "Ferrari ruiniert alles, Mercedes steckt den Titel ein. Es ist, als hätte Ferrari ein erfolgreiches Los mit eigenen Händen zerrissen. Der Mangel an Klarheit bei Leclerc überrascht: Technisches Kapital ist von den Piloten verschwendet worden. 100 Meter als Dilettanten löschen bei Ferrari das Licht aus."

"La Stampa": "Mercedes bestätigt sich als Herr der Hybrid-Ära. Das Team hat einen Berg bestiegen und mit zwölf Titeln in sechs Jahren Ferraris Rekord übertroffen. Leclerc hat seinen schlechtesten Tag seit dem Wechsel zu Ferrari erlebt, während Vettel nach seiner fantastischen Pole einen schrecklichen Start hinlegte. Wie vor einem Jahr muss Ferrari um seine ungenutzten Gelegenheiten trauern. Binotto fordert ein perfektes Team, man hofft, dass es dazu im nächsten Jahr kommt."

England

"Guardian": "Lewis Hamiltons Entschlossenheit zu siegen war so groß, dass seine Frustration über allem stand, als sein Mercedes-Team Geschichte schrieb. Der Weltmeister stand im Mittelpunkt dieses Erfolgs und wollte wie immer ganz oben stehen, als Mercedes sich beim Großen Preis von Japan unauslöschlich in den Formel-1-Geschichtsbüchern verewigte."

"Telegraph": "Lewis Hamilton fürchtet, dass er auf seine sechste Weltmeisterschaft warten muss, nachdem er Mercedes vorgeworfen hat, ihm den Sieg in Japan genommen zu haben. Die Chancen des Briten, die Meisterschaft ein drittes Jahr in Folge in Mexiko-Stadt zu gewinnen, wären in der Tat größer gewesen, wenn nicht eine fragwürdige Strategieentscheidung getroffen worden wäre - eine, die Hamilton im Funk mit dem Wort 'verdammt' quittierte."

"Sun": "Hamilton kann zwar in zwei Wochen eine sechste Krone in Mexiko erringen, wenn er 14 Punkte mehr sammelt als Bottas. Aber obwohl Mercedes den sechsten Fahrer- und Herstellertitel in Folge sicher hat, war der Brite über die strategischen Entscheidungen seines Teams in Suzuka sichtlich verärgert."

"Mail": "Süß und sauer. Hamilton zwang sich, so gut wie es seine grüblerische Stimmung zuließ, zu einem Lächeln, als 'We Are The Champions' geschmettert wurde. Hut ab vor Mercedes, das zum sechsten Mal in Folge den Konstrukteurstitel gewonnen hat. Aber der Moment des kollektiven Ruhms wurde getrübt durch die lauten Zweifel des Mercedes-Stars an der Strategie, die ihn den möglichen Sieg beim Großen Preis von Japan kostete. Er verbrachte das Rennen damit, Fragen zur zweifelhaften Taktik zu stellen, und dachte immer noch darüber nach, als die Motoren abgestellt waren und die Champagnerkorken knallten."

"Mirror": "Lewis Hamilton macht Mercedes mit überpiepten Beschimpfungen Vorwürfe nach dem Scheitern beim Großen Preis von Japan. Hamilton warf Mercedes vor, ihm den Sieg verwehrt zu haben, bevor er mit seinem Team auf das sechste WM-Doppel in Folge anstieß."

Spanien

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"Marca": "Bottas klaut Ferrari beim Start die Brieftasche. Vettel wird Zweiter, weil er den Start vergeigt. Er hielt bis zum Ende den Angriffen Hamiltons stand, das muss man ihm hoch anrechnen. Für Vettel ist momentan jeder Sieg über Leclerc wichtiger als alles andere."

AS: "Bottas holt sich den Sieg beim wiederholten Desaster Ferraris. Schwerer Startfehler von Sebastian Vettel. Bottas wurde zum Helden des Tages. Vettel war in den letzten fünf Runden nahe am Herzinfarkt. Hamilton kann relaxed ins nächste Rennen gehen, er steht kurz vor seinem sechsten WM-Titel."

"Sport": "Der Taifun in Suzuka war Bottas bei einem weiteren Debakel von Ferrari. Vettel blieb beim Start stecken. Leclerc baut einen Unfall gegen Verstappen, es war nicht sein Tag. Für Lewis Hamilton läuft trotzdem alles nach Plan, in Mexiko könnte es sich zum Weltmeister krönen. Kein Doppelsieg für Ferrari, am Ende wurde es ein Sandwich für Vettel, flankiert von den beiden Silberpfeilen. Der Kampf zwischen Sebastian und Lewis war spektakulär."

"El Mundo Deportivo": "Bottas kann sich bei Ferrari bedanken. Wie kann einem Sebastian Vettel nur so etwas beim Start passieren? Er hat sich mit dem verkorksten Start selber um den Sieg gebracht. Es machte Spaß, sich Vettel und Hamilton in den letzten Runden anzuschauen. Für Hamilton ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann er den sechsten WM-Titel einfährt."

Frankreich

"L'Equipe": "Ein weiterer Titel für die Firma mit den sechs Sternen. Mercedes gewann mit Bottas den sechsten Konstrukteurstitel in Folge, nachdem Ferrari erneut den roten Teppich ausgerollt hatte. Diesmal wegen seiner Piloten."

Schweiz

NZZ: "Mercedes siegt mit einem sechsten Sinn. Wie schnell sich im Großen Preis von Japan auch die sportlichen Wetteraussichten ändern können, musste Sebastian Vettel feststellen: Erst brach der Ferrari-Fahrer den Fluch der Qualifikationsniederlagen gegen den Teamkollegen Charles Leclerc durch seine zweite Pole Position des Jahres, dann legte er einen klassischen Fehlstart hin - und machte Mercedes zum sechsten Mal in Folge zum Konstrukteurs-Weltmeister."

Österreich

"Kronen Zeitung": "Dem Regenbad vom Samstag folgte die Champagnerdusche für Mercedes in Suzuka! Sieg für Valtteri Bottas, Platz drei für Lewis Hamilton - damit steht fest, dass die Silberpfeile als erstes Team der Formel-1-Geschichte sechsmal in Serie beide WM-Titel gewonnen haben. Teamchef Wolff: 'Das ist für Niki!'"

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Quelle: n-tv.de, cwo/sid

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