Fußball

Hilflos, überfordert, tasmanisch Ach, Schalke ...

af5974871dc1430b9a8007c1c74ddc2d.jpg

Watt willse da noch sagen?

(Foto: Revierfoto)

Der knapp verpasste Sieg gegen den FC Augsburg gibt dem FC Schalke 04 Mut und Hoffnung. Hoffnung endlich den ersten Bundesliga-Sieg seit Mitte Januar zu feiern. Doch gegen den SC Freiburg gibt es einen dramatischen Rückschritt, der Auftritt ist erschreckend.

Der FC Schalke 04 hat auch gegen den SC Freiburg das dringend ersehnte Ende seiner fast beispiellosen Misserfolgsserie verpasst. Nach dem verdienten 0:2 (0:0) gegen die Breisgauer wartet die Mannschaft von Trainer Manuel Baum nach einer erneut brutal erschreckenden Leistung nun seit 28 Spielen auf einen Erfolg in der Fußball-Bundesliga. Der Negativrekord von Tasmania Berlin (31 Spiele ohne Sieg 1965/66) rückt bedrohlich nahe. Der Freiburger Roland Sallai war mit seinem ersten Doppelpack in der Bundesliga in der 50. und 68. Minute der entscheidende Mann des Spiels.

Schalke 04 - SC Freiburg 0:2 (0:0)

Tore: 0:1 Sallai (50.), 0:2 Sallai (68.)
Schalke:
Fährmann - Stambouli, Kabak,  Salif Sane, Oczipka - Mascarell (73. Schöpf), Serdar - Matondo (86.  Hoppe), Harit (70. Kutucu), Raman (73. Mendyl) - Boujellab; Trainer: Baum.
Freiburg: Florian Müller - Lienhart, Schlotterbeck, Gulde -  Schmid (90.+2 Tempelmann), Santamaria (90.+2 Abrashi), Höfler,  Günter - Sallai (69. Demirovic), Petersen (60. Höler), Grifo (69. Jeong); Trainer: Streich.
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)

SC-Trainer Christian Streich hatte den Ungarn als einzigen neuen Spieler im Vergleich zum 2:0 gegen Arminia Bielefeld in die Startformation genommen - und durfte sich bestätigt sehen. Während die Freiburger nach dem zweiten Sieg nacheinander und insgesamt vier Spielen ohne Niederlage sich aus der Gefahrenzone vorerst verabschiedet haben, werden die Königsblauen die Feiertage im Keller der Tabelle verbringen. "Wir verlieren zu schnell die Hoffnung. Wir müssen mehr glauben", klagte Benjamin Stambouli bei Sky.

Dabei hatte Baum, der nun den schlechtesten Start eines Trainers in der königsblauen Bundesligageschichte hingelegt hat, vor den letzten drei Spielen vor Weihnachten sieben Punkte gefordert. Nach dem bitteren 2:2 beim FC Augsburg waren demnach Siege gegen den SC Freiburg und gegen Arminia Bielefeld am Samstag Pflicht. Doch schon gegen die Breisgauer scheiterte das Vorhaben. Die Gäste wirkten reifer, ohne glänzen zu müssen. Schalke wirkte dagegen völlig hilf- und hoffnungslos.

"Wer mich kennt, weiß, dass ich mich mit solchen Statistiken nicht beschäftige", sagte Baum nach seinem zehnten Spiel ohne Sieg. "Ich verschreibe mich der Aufgabe und dem Verein. Dass Schalke in der Bundesliga bleibt, wird weiter meine Aufgabe sein."

Harit liefert keine Impulse

Die Schalker hatten Probleme, das Spiel in die Hand zu nehmen. Von den guten Ansätzen aus dem Augsburg-Spiel war nichts zu sehen. Auch der nach zweiwöchiger Denkpause begnadigte Mittelfeldspieler Amine Harit brachte nicht die erhofften Impulse. Einzig Suat Serdar wirkte in der königsblauen Offensive agil und hatte mit seinem Schuss nach einem Konter in der 36. Minute die beste Chance der Gastgeber. 

Mehr zum Thema

Die Freiburger hatten mehr Ballbesitz und agierten ballsicherer. Viel machten sie aus ihren Vorteilen aber nicht. Sallai (8.) scheiterte früh an Schalkes Torwart Ralf Fährmann, zwei Minuten später prüfte Vincenzo Grifo erneut Fährmann. Glück für Schalke, als ein Handspiel von Sané (26.) im eigenen Strafraum nicht geahndet wurde. Mehr Offensiv-Aufregung verursachten die Freiburger in der ersten Halbzeit auch nicht.

Nach der Pause erwischten die Gäste den besseren Start. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff vollendete Sallai per Kopf einen schönen Spielzug über Grifo und Jonathan Schmid. Nach dem Rückstand versuchten die Schalker zu reagieren. Doch fehlten ihnen die spielerischen Mittel. Als Sallai nach Pass von Grifo mit seinem dritten Saisontor auf 2:0 erhöhte, war das Spiel entschieden. Von Aufbäumen der Gastgeber war nichts zu sehen. Die Freiburger waren näher am 3:0 dran.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid