Fußball

Warten auf besseres Angebot? BVB wehrt sich gegen Dembélé-Gerüchte

Im Internet kursieren unzählige Meldungen zu Ousmane Dembélé. Aus Spanien heißt es unter anderem, der Wechsel des Youngsters nach Barcelona sei so gut wie fix. Borussia Dortmund bestätigt das nicht, bekommt aber bereits zahlreiche Nachfolger angedichtet.

Im Transferstreit zwischen Borussia Dortmund und Ousmane Dembélé herrscht weiter Funkstille. Wie aus Vereinskreisen verlautete, gibt es nach wie vor keinen Kontakt zwischen der Klubführung und dem französischen Nationalspieler. Auf den Versuch des 20-Jährigen, den Transfer zum FC Barcelona mit einem Trainingsstreik voranzutreiben, hatte der Fußball-Bundesligist mit einer vorläufigen Suspendierung Dembélés vom Trainings- und Spielbetrieb reagiert. Aufkommende Gerüchte von einer nahen Einigung mit Barcelona wurden vom BVB nicht bestätigt.

Dem Vernehmen nach liegt noch kein weiteres, nachgebessertes Angebot der Katalanen vor. Eine erste Offerte, die einen Sockelbetrag in Höhe von mutmaßlich 80 Millionen Euro vorsah, war vom Revierklub in der vergangenen Woche abgelehnt worden. Es habe nicht "dem außerordentlichen fußballerischen und sonstigen Stellenwert des Spielers und auch nicht der derzeitigen Marktsituation des europäischen Transfermarktes" entsprochen, teilte der Verein wenige Tage später mit. Angeblich ist die Borussia nur bei einer Summe ab 130 Millionen Euro bereit, den Franzosen ziehen zu lassen.

Obwohl der Transfer noch immer offen ist, wird bereits über die möglichen Nachfolger von Dembélé spekuliert. Brasilianische Medien berichteten vom Interesse der Borussia an Luan. Der 24 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler von Porto Alegre gewann an der Seite von Neymar 2016 mit Brasilien das olympische Fußballturnier. Allerdings zählen auch Maxwel Cornet (Olympique Lyon), Jesus Corona (FC Porto), Federico Chiesa (AC Florenz) oder Iñaki Williams (Athletic Bilbao) zum Kandidatenkreis. Beim BVB wird offenbar auch Nationalspieler André Schürrle zugetraut, eine gute Rolle zu spielen. "Er geht sehr ehrgeizig in die neue Saison, er will neu starten", sagte Sportdirektor Michael Zorc der "WAZ".

Nachdem sich am Wochenende bereits mehrere Konkurrenten der Borussia, unter anderem der FC Bayern durch Präsident Uli Hoeneß, zustimmend zum Verhalten der Dortmunder Führung und kritisch gegenüber der Bockigkeit des Youngsters geäußert hatten, legt nun Mönchengladbachs Max Eberl nach: "Dass ein Spieler am Tisch mit dem Manager einen Wunsch äußert: 'Hört zu, ich könnte jetzt zu Verein XY gehen und könnte dann einen fantastischen Schritt machen und einen fantastischen Vertrag unterschreiben', das ist legitim", sagte Eberl im Podcast Zweierkette: "Aber es in der Öffentlichkeit zu fordern und sogar zu streiken, das sind natürlich schon zwei Schritte weiter, die dem Fußball in Gänze nicht guttun. Diese Entwicklung läuft total in die falsche Richtung."

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid

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