Fußball

Gladbachs "geiles Los" CL-Losglück für FC Bayern und den BVB

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Ziel aller CL-Sehnsüchte - der Pokal.

(Foto: picture alliance/dpa)

39 Tage ist das Champions-League-Finale her - in 240 Tagen wird bereits das nächste angepfiffen. Auf dem Weg nach Istanbul steht in den nächsten beiden Monaten die Gruppenphase an. Der ohnehin schon ambitionierte Zeitplan steht wegen Corona auf wackeligen Füßen. Immerhin sind nun die Gruppen ausgelost.

In der kommenden Champions-League-Saison hat RB Leipzig die wohl schwerste Gruppe der vier deutschen Teilnehmer abbekommen. Auch Mönchengladbach hat harte Brocken vor der Brust. Vor lösbare Aufgaben hat die Auslosung der Europäischen Fußball-Union (Uefa) in Genf dagegen Titelverteidige Bayern München und Borussia Dortmund gestellt. Auf alle Teilnehmer wartet nun auf hartes Programm. Schon Anfang Dezember und damit in gut zwei Monaten soll die Gruppephase durch sein. Ob das klappt und ob es Zuschauer in den Stadien geben wird, ist angesichts der Corona-Pandemie vollkommen offen.

Die Sachsen um Trainer Julian Nagelsmann müssen in Gruppe H zum französischen Meister und CL-Finalist Paris Saint-Germain, zu Englands Rekordchampion Manchester United und zu Istanbul Basaksehir.

Für Borussia Mönchengladbach geht es in Gruppe  zu Rekordsieger Real Madrid um Toni Kroos, den ukrainischen Meister Schachtjor Donezk und Inter Mailand. Für die Gladbacher ist es nach vier Jahren die Rückkehr auf die große Fußball-Bühne.  "Es ist ein geiles Los", sagte Sportdirektor Max Eberl. Und für Trainer Marco Rose Klingt die Gruppe "so richtig nach Champions League". Zugleich legt Eberls die Latte hoch: "Wir sind angetreten, um in dieser Gruppe zu bestehen. Wir wollen das Beste herausholen und möglichst in Europa überwintern. Die Plätze eins und zwei sind ambitioniert."

+++ Lesen Sie hier noch einmal die Auslosung im Ticker +++

Mehr Losglück hatte dagegen Titelverteidiger FC Bayern München. Der amtierende Deutsche Meister und Pokalsieger trifft in Gruppe A auf Atlético Madrid, RB Salzburg und Lokomotive Moskau. Damit blieben den Münchnern 39 Tage nach dem Triumph von Lissabon die ganz großen Gegner erspart. Die Bayern hatten am 23. August das Finale gegen Paris Saint-Germain mit Trainer Thomas Tuchel 1:0 gewonnen.

"Das ist eine sehr interessante Gruppe. Gegen zwei Teams - Salzburg und Lok Moskau - habe ich noch nicht gespielt", sagte Weltmeister Thomas Müller, der immerhin schon 115 CL-Spiele in den Beinen hat. "Als aktueller Champions-League-Sieger bist du aber gleich in der Gruppenphase schon wieder unter Zugzwang."

Machbare Aufgaben kommen in Gruppe F auch auf Vize-Meister Borussia Dortmund zu. Die Westfalen müssen zu Zenit St. Petersburg, zu Lazio Rom und zum FC Brügge. Sportdirektor Michael Zorc sprach von einer interessante Gruppe. "Mit St. Petersburg und Brügge haben wir in den vergangenen Jahren schon unsere Erfahrungen gemacht. Es ist unser klares Ziel, die Gruppenphase zu überstehen."

Ebenfalls lösbare Aufgaben erhielt Vorjahres-Gewinner Liverpool. Das Team von Trainer Jürgen Klopp reist nach Amsterdam, Bergamo und zum dänischen Vertreter Midtjylland. Spannung verspricht zudem das ewige Duell zwischen Lionel Messi (FC Barcelona) und Cristiano Ronaldo (Juventus Turin) in Gruppe G.

Finale in Istanbul - Sorge um Risikogebiete

Das Ziel aller Clubs heißt Istanbul, wo am 29. Mai 2021 das Finale stattfinden soll. In der Gruppenphase steht bis Weihnachten eine wahre Terminhatz an. Gespielt wird am 20./21. und 27./28. Oktober, am 3./4. und 24./25. November sowie am 1./2. und 8./9. Dezember. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie könnte es vermehrt zu Spielabsagen kommen - dann muss irgendwie ein neuer Ersatztermin gefunden werden. Die Uefa behält sich vor, die Gruppenphase bis zum 28. Januar zu verlängern.

In Deutschland scheint noch offen, wie mit möglichen Quarantänebestimmungen verfahren wird. "Wenn wir am Mittwoch in der Champions League in einem Risikogebiet antreten (...), dann sollten die Grundlagen dafür geschaffen sein, dass wir anschließend samstags in der Bundesliga wieder spielen dürfen", hatte zuletzt BVB-Sportdirektor Michael Zorc in der FAZ gesagt. Zuständig sind die lokalen Behörden, die Clubs dürften um Ausnahmegenehmigungen bemüht sein.

*Datenschutz

 

Kann aus "irgendwelchen Gründen" die Gruppenphase nicht abgeschlossen werden, entscheidet das Uefa-Exekutivkomitee über die Besetzung der K.o.-Runde, hatte der Dachverband mitgeteilt. Für die Europa League, deren Gruppenphase am morgigen Freitag ausgelost wird, gelten die gleichen Regeln.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa