Fußball

Mega 100-Millionen-Deal ganz nah Chelsea will mit Havertz Klopp herausfordern

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Kai Havertz war 2020 in 21 Spielen an 21 Toren beteiligt und ruft damit den FC Chelsea auf den Plan.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Kai Havertz verlässt Bayer Leverkusen, wahrscheinlich in Richtung Chelsea. Denn das Lampard-Team hat nach den Millionen für Timo Werner wohl immer noch genug Geld auf dem Konto. 100 Millionen soll Havertz kosten, mit ihm wollen die Blues Jürgen Klopp und den Meister Liverpool angreifen.

Die Sonne scheint, das Meer strahlt blau, im Hintergrund ist eine malerische Küste zu sehen - und Kai Havertz lümmelt lässig auf dem Sofa einer Jacht. Keine Frage, der Jungspund von Bayer Leverkusen mit den Zauberfüßen lässt es sich im Urlaub gut gehen. Und nebenbei plant der 21-Jährige wohl mit Nachdruck seine Zukunft.

"Komm zu Chelsea", fleht ein Fan unter dem Havertz-Foto bei Instagram. Ein anderer hat sich schon festgelegt: "Herzlich Willkommen bei Chelsea". Und vielleicht liegt der Anhänger da sogar ganz richtig. Denn: Der Abschied des Jungstars aus Leverkusen im Sommer ist offenbar besiegelt. Nach Informationen des "kicker" hat Havertz eine Entscheidung getroffen und will den Werksklub vor Beginn der neuen Saison verlassen.

Topkandidat für den Mega-Deal sei der englische Topklub FC Chelsea, die Londoner haben bereits Nationalspieler Timo Werner von RB Leipzig für 53 Millionen Euro verpflichtet. Zudem könnte der Kollege Antonio Rüdiger, der schon Werner nach London lockte, bei der Eingewöhnung in der Millionen-Metropole helfen.

Zehn Tore allein in der Rückrunde

"Dass es Interessenten gibt, ist klar", hatte Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes zuletzt gesagt, aber angefügt: "Wir haben kein konkretes Angebot für Kai vorliegen." Doch dies kann sich natürlich ganz schnell ändern. Klar ist nämlich auch, dass Leverkusen Havertz ziehen lassen wird, wenn ein Klub 100 Millionen Euro für den kommenden Weltstar hinlegt. "Es gibt keinen Corona-Abschlag", bekräftigte Geschäftsführer Rudi Völler unlängst. Der "Künstler" Havertz soll auf keinen Fall unter Wert veräußert werden.

Chelsea-Trainer Frank Lampard nennt Havertz einen "großartigen Spieler" und nicht nur er geht davon aus, dass Havertz noch großartiger werden wird. "Er hat eine Weltklasse-Karriere vor sich", sagte Völler. In der Rückrunde drehte Havertz noch einmal richtig auf: Allein in der Bundesliga erzielte er zehn Tore, insgesamt war er 2020 in 21 Spielen an 21 Treffern beteiligt. Kein Wunder, dass ihn Leverkusen auf keinen Fall vor dem Ende der Europa League gehen lassen wird.

Doch dann locken die Millionen des russischen Milliardärs und Chelsea-Eigners Roman Abramovich. Angeblich können sich die Londoner vorstellen, die gewaltige Summe für Havertz durch einen Festbetrag (70 Millionen) und Bonuszahlungen (30 Millionen) zu stückeln. Bei den Blues, die für die neue Saison neben Werner auch Hakim Ziyech (Ajax Amsterdam) für 40 Millionen Euro verpflichtet haben, scheint auch in der Corona-Krise genügend Geld für Havertz vorhanden zu sein - im Gegensatz zu so Ausnahmeklubs wie Bayern München oder Real Madrid.

Volle Attacke auf Klopp und Co.

Havertz' 100-Millionen-Flirt mit dem FC Chelsea beschäftigt derzeit die internationale Fußball-Szene so sehr, dass sogar ein englischer Fünftligist in dieser Saga mitmischte. Mit einem Tweet sorgte Hartlepool United FC für Lacher in den sozialen Netzwerken. So kündigte der Klub eine "Bekanntgabe" an, nachdem die BBC geschrieben hatte, dass Havertz einen Wechsel zu einem Klub in Betracht ziehe, der nicht für die Champions League qualifiziert ist. Der Tweet hatte schnell deutlich über 100.000 Likes. Noch ist unklar, ob der Londoner Top-Klub Chelsea in die Königsklasse einzieht. Derzeit steht die Mannschaft von Frank Lampard auf Rang drei in der Premier League und hat jeweils vier Punkte Vorsprung auf Leicester City und Manchester United - aber auch eine Partie mehr gespielt.

Das Lampard-Team wird aber wohl eher als Hartlepool United den Megafisch Havertz an Land ziehen. Chelsea gilt als Mannschaft mit Zukunft und als künftiger Herausforderer der Titelfavoriten FC Liverpool von Jürgen Klopp und Pep Guardiolas Manchester City. Und während Havertz noch seinen Urlaub genießt, träumen die Chelsea-Fans schon von einer glorreichen Zukunft mit ihrem potenziellen 100-Millionen-Mann.

Quelle: ntv.de, dbe/sid