Fußball

Hoeneß über Poker mit Alaba Das Problem ist ein "geldgieriger Piranha"

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"David hat einen geldgierigen Piranha als Berater."

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Vertragspoker mit David Alaba sieht Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß den Berater des österreichischen Fußball-Nationalspielers als das größte Problem. Am Ende hoffe er, dass sich der 29-Jährige durchsetze und die Entscheidung über seine Zukunft selbst treffe.

Uli Hoeneß spricht mal wieder Klartext: Der Ehrenpräsident des FC Bayern hat im andauernden Poker mit Abwehrchef David Alaba dessen Berater Pini Zahavi scharf kritisiert. "David hat einen geldgierigen Piranha als Berater. Sein Vater, den ich sehr mag, lässt sich von ihm auch sehr beeinflussen", sagte Hoeneß nun im "Doppelpass" bei Sport1. "Was der Berater für einen Schmarrn erzählt ist unfassbar. Der verlangt einen zweistelligen Millionenbetrag nur für die Unterschrift. Ich verstehe, dass Hasan bei einem Treffen mal völlig ausgeflippt ist, weil die Argumente völlig falsch sind." Hoeneß habe auch persönlich mit Alaba in den vergangenen Wochen ein Gespräch geführt.

Der 68-Jährige hofft, "dass es David schafft, sich durchzusetzen. Er ist jetzt 29 und muss letztendlich selbst entscheiden. Es geht nur ums Geld. Er ist ja schon beim besten Verein der Welt", sagte Hoeneß. Zahavi hat laut "Kicker" 25 Millionen Euro Jahresgage für seinen Mandanten Alaba gefordert. Alaba wäre damit Topverdiener beim Triplesieger - noch vor Torjäger Robert Lewandowski, Kapitän Manuel Neuer, dessen Vertragsverlängerungen in der vergangenen Saison auch von kuriosen Zwischentönen und Giervorwürfen begleitet worden war, oder Thomas Müller. Die Bayern bieten angeblich 15 Millionen plus Boni. Hoeneß verriet auch erstmals, dass Alaba einen Vier- oder Fünfjahresvertrag erhalten solle.

BVB ist "stärker als im letzten Jahr"

Bei den bisherigen Verhandlungen sei man "zu keinem Ergebnis gekommen", so Hoeneß: "Wir wünschen uns alle nichts sehnlicher, dass er bleibt." Der Vertrag des Österreichers läuft bis 2021. Zahavi versuche nun, vermutete Hoeneß, Alaba "nächstes Jahr ablösefrei loszulösen. Das wäre der Super-GAU, das müssen wir unbedingt verhindern".

Der Nationalspieler hatte in der vergangenen Woche beim FC Bayern die Vorbereitung aufgenommen. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Vorstand Oliver Kahn hatten sich zuletzt "sehr optimistisch" gezeigt, dass Alaba in München verlängert. Unter Hansi Flick ist der frühere Außenverteidiger zum anerkannten Abwehrchef aufgestiegen. Offen ist beim Rekordmeister auch noch die Zukunft von Thiago und Javi Martinez.

In der Sendung hatte Hoeneß auch ein Lob für Borussia Dortmund parat. Er sieht den BVB "stärker als im letzten Jahr". Der Klub habe seine "jungen und hoch talentierten" Spieler wie Erling Haaland oder Jadon Sancho gehalten, "sie sind jetzt auch noch ein Jahr älter", sagte Hoeneß. Noch vor ein paar Wochen hatte Hoeneß die Borussia und ihre Transferpolitik kritisiert - und damit wütende Reaktionen hervorgerufen.

Was Uli Hoeneß im Doppelpass sonst noch alles erzählt hat, das können Sie im Ticker hier nachlesen!

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid