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Nach der EM-Auslosung ist vor der EM-Ticketverlosung. Die Anforderungen, die der DFB dabei stellt, sorgen für Kritik von Fans und Juristen.
Nach der EM-Auslosung ist vor der EM-Ticketverlosung. Die Anforderungen, die der DFB dabei stellt, sorgen für Kritik von Fans und Juristen.(Foto: dpa)
Dienstag, 15. Dezember 2015

+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: EM-Ticketvergabe des DFB rechtswidrig?

Leverkusen kann einen Schlüsselspieler an sich binden. Deutschlands Schiri des Jahres ist bei der EM 2016 in Frankreich mit von der Partie. Beim 1. FC Köln geht es jeck zu und Brasiliens Nationalspieler Fred wird des Dopings überführt.

Seit Montag läuft die zweite Verkaufsphase für Tickets für die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich. Bewerben für die deutschen EM-Spiele können sich aber nur Fans, die Mitglied im Fanclub deutsche Nationalmannschaft sind - oder bei ihrer Registrierung für das Ticketlosverfahren gegen Zahlung von insgesamt 40 Euro Mitglied werden. Dieses Vorgehen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entrüstet viele Fans, sie laufen Sturm. Zu Recht, sagt der Kartellrechtler Mark Eduard Orth gegenüber "Zeit online".

Was der DFB mache, "ist nicht erlaubt". Laut Orth missbrauche der DFB als Verkäufer der EM-Tickets "seine marktbeherrschende Stellung, wenn er die Nachfrage nach EM-Tickets mit einer solchen Bedingung verknüpft". Die beiden Hauptargumente des DFB - Sicherheitsbedenken nach dem Pariser Terror und ein Treuebonus für Fanclub-Mitglieder - hält Orth für vorgeschoben. Auch deshalb, da man ja jetzt jederzeit Fanclub-Mitglied werden könne - wenn man 40 Euro bezahlt. (cwo)

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Dopingsünder darf gegen Schalke auflaufen

Die südamerikanische Fußball-Konförderation sperrt Donezks Fred wegen Dopings.
Die südamerikanische Fußball-Konförderation sperrt Donezks Fred wegen Dopings.(Foto: imago/Bildbyran)

Die südamerikanische Fußball-Konföderation Conmebol hat den brasilianischen Nationalspieler Fred wegen Dopings für ein Jahr gesperrt. Der 22-Jährige war während der Copa América im Juni in Chile positiv getestet worden. Es soll sich dabei um eine verbotene Substanz gehandelt haben, die zur Behandlung von Bluthochdruck, Herz- und Nierenproblemen verwendet wird. Die Conmebol datierte die Sperre am Dienstag auf den 26. Juni zurück. Sie gilt aber nur für Spiele, die vom Kontinentalverband veranstaltet werden. Fred spielt für Schachtjor Donezk in der Ukraine, in der ersten K.o.-Runde der Europa League Gegner des FC Schalke 04. (kbe)

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Schmadtke jetzt "Eierkopp ehrenhalber"

Kölns Manager Jörg Schmadtke (r) wird eine jecke Ehre zuteil.
Kölns Manager Jörg Schmadtke (r) wird eine jecke Ehre zuteil.(Foto: imago/nph)

Jörg Schmadtke, Manager des 1. FC Köln, ist laut Express jetzt "offiziell ein lustiger Eierkopp". Nachdem Schmadtke beim 0:0 in Bremen am Wochenende Schiedsrichter Guido Winkmann so genannt und anschließend erklärt hatte, dies sei "im Rheinland keine Beleidigung", hat ihn nun der Karnevalsverein "Löstije Eierköpp vun 2010" zum "Eierkopp ehrenhalber" ernannt. Der FC-Manager erklärte, der entsprechende Brief sei "nett formuliert" und eine "schöne Geschichte". Er werde "da auf jeden Fall drauf reagieren." (kbe)

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Deutscher Schiri für EM 2016 steht fest

Felix Brych gehört zu den Schiedrichtern der EM 2016.
Felix Brych gehört zu den Schiedrichtern der EM 2016.(Foto: dpa)

Felix Brych wird die deutschen Schiedsrichter auch bei der Europameisterschaft in Frankreich im kommenden Jahr vertreten. Der Münchner steht auf der 18 Unparteiische umfassenden Liste, die die Uefa am Dienstag veröffentlichte. Für Brych ist es die dritte Teilnahme an einem großen Turnier. 2012 war der 40-Jährige bei den Olympischen Spielen in London dabei, im vergangenen Jahr kam Brych bei der Weltmeisterschaft in Brasilien zum Einsatz. Allerdings pfiff der Schiedsrichter des Jahres 2014/2015 lediglich die beiden Partien Uruguay gegen Costa Rica und Belgien gegen Russland. (kbe)

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Kießling hält Leverkusen die Treue

Ist in Leverkusen Bankdrücker und Publikumsliebling: Stefan Kießling.
Ist in Leverkusen Bankdrücker und Publikumsliebling: Stefan Kießling.(Foto: imago/DeFodi)

Ex-Nationalspieler Stefan Kießling spielt weiter beim Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen. Dies steht nach  einem Gespräch des 31 Jahre alten Angreifers mit Sportchef  Rudi Völler und Manager Jonas Boldt fest. Der Stürmer  hatte in der Hinrunde nur wenige Einsatzzeiten unter Trainer Roger  Schmidt. Er wollte das Gespräch mit der Bayer-Führung suchen und  seine weitere Zukunft unterm Bayer-Kreuz diskutieren. Der Vertrag  von "Kies" beim Werksklub läuft noch bis 30. Juni 2017.

Völler will nach Informationen der "Bild"-Zeitung den Vertrag mit Kießling sogar über 2017 hinausverlängern. Außerdem soll der Oberfranke nach  Karriereende weiter an Bayer gebunden werden. Seit 2006 stürmt  Kießling, der von Klubs aus dem In- und Ausland umworben wurde, für die Rheinländer. (shu)

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19.000 Lacher: Peter Neururer parkt falsch

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Peter Neururer hat die Lacher auf seiner Seite – unfreiwillig. In der Halbzeitpause der Zweitliga-Partie zwischen Arminia Bielefeld und dem FC St. Pauli wird der Fahrer des Wagens: GE – PN … aufgefordert, sein Auto umzuparken. Der Wagen gehört Peter Neururer. Peter Neururer ist Experte beim TV-Sender Sport1, der das live überträgt. Und fachkundige Fans wissen beim Blick auf die Anzeigetafel natürlich sofort, wer das Stadion jetzt wohl kurz verlassen muss. Die Nachricht macht schnell die Runde und sorgt für einen kollektiven Lacher bei den rund 19.000 Besuchern in der Schüco-Arena.

"Ich sollte mich auf einen speziellen Parkplatz stellen und habe mich schon gewundert, weil ich etwa 50 andere Autos zugeparkt habe. Die wären nicht zum Pommes holen wieder raus gekommen. Aber so vertrauensselig wie ich bin, habe ich das mitgemacht, klärte Neururer. Abgeschleppt wurde das Auto indes nicht. "Polizisten haben sich angeboten, den Wagen umzuparken, wussten aber nicht, wo er steht", sagte Neururer weiter: "Das ist jetzt zum Glück aber erledigt worden, dank der Hilfe großartiger Ordner." (tno)

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Mourinho: "Von meinen Spielern verraten"

Mourinho sieht seinen Club weiter Richtung Tabellenkeller straucheln.
Mourinho sieht seinen Club weiter Richtung Tabellenkeller straucheln.(Foto: AP)

Chelsea-Trainer José Mourinho fühlt sich nach dem Absturz des englischen Fußball-Meisters von seinen Profis um die Früchte seines Schaffens gebracht. "Ich fühle mich, als wäre meine Arbeit von meinen Spielern verraten worden", sagte der Coach nach dem 1:2 gegen Überraschungs-Tabellenführer Leicester City am Abend. Der Titelverteidiger liegt nach seiner neunten Saison-Niederlage nur noch einen Punkt vor einem Abstiegsplatz.

"Ich akzeptiere nicht, dass wir im Abstiegskampf sind", sagte Mourinho. Die erneute Qualifikation für die Champions League werde sein Team zwar nicht schaffen, einen Platz in der Europa League hält Mourinho aber weiter für möglich. (shu)

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Zum Fußball-Liveticker von Montag, dem 14.12.2015

Quelle: n-tv.de