Fußball

Mainz und Leverkusen jubeln FC Bayern knackt Werder, Stuttgart implodiert

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Bayer des Spiels: Niklas Süle war erst an der Gelb-Roten Karte für Bremen beteiligt und erzielte später - unter Mithilfe von Werder - den Münchner Siegtreffer.

(Foto: dpa)

In Überzahl kämpft sich Tabellenführer FC Bayern gegen Werder Bremen am 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga zum knappen Heimsieg und setzt damit den BVB unter Druck. Stuttgart erlebt im Abstiegsfinale ein Augsburg-Debakel mit sechs Gegentoren. Mainz rettet sich endgültig, Leverkusen strebt nach Europa.

FC Bayern München - Werder Bremen 1:0 (0:0)

Der FC Bayern München hat im Bundesliga-Titelkampf mit einem hart erkämpften Arbeitssieg vorgelegt und den Druck auf Verfolger Borussia Dortmund erhöht. Der deutsche Rekordmeister rang den SV Werder Bremen nach mehr als halbstündiger Überzahl verdient, aber auch etwas glücklich mit 1:0 (0:0) nieder. Damit fügten die Münchner den Bremern, gegen die sie bereits am Mittwoch im Pokal-Halbfinale erneut antreten, die erste Pflichtspielniederlage 2019 zu.

Das entscheidende Tor für die Münchner erzielte Abwehrspieler Niklas Süle in der 75. Minute per Distanzschuss, der von Bremens Davy Klaassen unhaltbar abgefälscht wurde. Kurz darauf verpasste Bayern-Stürmer Robert Lewandowski die endgültige Entscheidung, als er nur die Latte traf. Zuvor hatte sich Werder vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena als der erwartet unangenehme, weil gut organisierte Gegner erwiesen. Erst nach der Gelb-Roten Karte für Werder-Abwehrspieler Milos Veljkovic (58. Minute) wegen zu harten Einsteigens gegen Süle kippten die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen. Durch den knappen Erfolg liegen die Bayern zumindest vorübergehend vier Punkte vor dem BVB, der morgen zum SC Freiburg muss (ab 15.30 Uhr im n-tv.de Liveticker).

FC Augsburg - VfB Stuttgart 6:0 (3:0)

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Einfach debakulös: Der VfB Stuttgart gegen einen stürmischen FC Augsburg.

(Foto: imago images / Pressefoto Baumann)

Ein historisches Debakel hat der VfB Stuttgart im Abstiegskampf erlebt. Im schwäbischen Derby beim FC Augsburg unterlag die völlig indisponierte Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl nach einer desaströsen Abwehrleistung mit 0:6 (0:3) - und hatte dabei sogar noch Glück, dass die Niederlage nicht höher ausfiel. Auch so war es die höchste Niederlage des VfB in der Bundesliga seit der Saison 1985/86, als man 0:6 in Bremen verloren hatte. Die Chancen auf den direkten Klassenverbleib werden für den VfB immer kleiner. Für Stuttgart dürfte es nun vor allem darum gehen, wenigstens die Teilnahme an den Relegationsspielen zu sichern. Glück für den VfB war, dass der Vorletzte 1. FC Nürnberg auch verlor (siehe unten) und weiter drei Zähler hinter dem VfB liegt. Fraglich ist, ob VfB-Trainer Weinzierl, der in der Rückrunde erst einen Sieg holte, nach dem Debakel weiter im Amt bleiben darf.

Die Augsburger werden nach dem höchsten Heimsieg ihrer Bundesligageschichte und Treffern von Rani Khedira (11.), Andre Hahn (18.), Philipp Max (29. und 59.) sowie des erneut starken Marco Richter (53./68.) mit dem Abstieg wohl nichts mehr zu tun haben. Bei noch vier ausstehenden Spielen beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nun zehn Punkte. Für FCA-Neutrainer Martin Schmidt war es nach dem 3:1-Debütsieg in Frankfurt der zweite Sieg im zweiten Spiel. Seine herausragende Bilanz lautet: zwei Spiele, 6 Punkte, 9:1-Tore.

Bayer Leverkusen - 1. FC Nürnberg 2:0 (0:0)

Für den 1. FC Nürnberg rückt der direkte Wiederabstieg immer näher. Nach einem kleinen Zwischenhoch mit drei Spielen ohne Niederlage in Folge unterlag der Aufsteiger bei Bayer Leverkusen verdient mit 0:2 (0:0) und bleibt damit vier Spieltag vor dem Saisonende auf einem direkten Abstiegsplatz. Der neue Club-Sportvorstand Robert Palikuca, der am Montag seinen Job angetreten hat, muss wohl oder übel für die 2. Liga planen. Joker Lucas Alario (61.) und Kevin Volland (86.) erzielten die Treffer für die Werkself, die mit 48 Punkten nach wie vor von einem Europacupplatz träumen darf. Die Chancenauswertung der Gastgeber ließ aber einmal mehr zu wünschen übrig.

FSV Mainz - Fortuna Düsseldorf 3:1 (0:0)

Praktisch schien der Klassenerhalt für den FSV Mainz schon vor dem 30. Spieltag geschafft, nun ist er endgültig perfekt. Durch den 3:1 (1:1)-Erfolg gegen den schon seit dem vergangenen Spieltag geretteten Aufsteiger Fortuna Düsseldorf und die zeitgleiche Niederlage des VfB Stuttgart haben die Mainzer den Verbleib in der 1. Liga sicher. Jean-Philippe Mateta (1./87.) mit seinen Saisontoren elf und zwölf sowie Karim Onisiwo (67.) trafen für die Gastgeber. Dodi Lukebakio (19.) gelang mit seinem insgesamt zehnten Treffer der zwischenzeitliche Ausgleich. Der 21-Jährige, der zudem einen Handelfmeter vergab (58.), ist der erste Düsseldorfer seit Thomas Allofs 1990/91 (15), der in einer Bundesligasaison zweistellig trifft.

Quelle: n-tv.de, cwo/sid

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