Fußball

Angeblicher Wechsel-Deal mit BVB FC Bayern soll Reus-Pakt gebrochen haben

DFB Pokalfinale 2014

Geht auch BVB-Star Marco Reus zum FC Bayern? Diese Frage sorgt seit August für Schlagzeilen und eine Eiszeit zwischen München und Dortmund.

(Foto: dpa)

Das Wechseltheater um Marco Reus hat das Verhältnis zwischen FC Bayern und Borussia Dortmund zerstört. Grund soll ein fragwürdiger Pakt zwischen den Klubs sein, in dem es auch um Robert Lewandowski geht - und den die Bayern nicht respektieren.

Im Verhältnis zwischen den Bundesliga-Rivalen FC Bayern und Borussia Dortmund hat der Winter nicht erst mit dem Adventswochenende begonnen. Seit Anfang August herrscht bereits Eiszeit zwischen Münchnern und Dortmundern. Grund sind die von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge mit Indiskretionen gezielt angeheizten Transferspekulationen um Dortmunds Nationalspieler Marco Reus. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke spricht seitdem von einem "Nicht-Verhältnis" zu Rummenigge.

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Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge und BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sprechen nur noch übereinander, nicht miteinander.

(Foto: imago/MIS)

Wie der "Spiegel" nun berichtet, soll es dabei nicht nur um das Ausplaudern vermeintlicher Vertragsdetails von Reus gehen, sondern auch um ein gebrochenes Versprechen der Münchner. Und zwar das, Reus nicht zu verpflichten, wenn der BVB dafür Robert Lewandowski nicht an Real Madrid verkauft. Bei der Champions-League-Auslosung im Dezember 2013 soll es im schweizerischen Nyon einen entsprechenden "Pakt unter Männern" gegeben haben, schreibt der "Spiegel". Dabei beruft er sich auf anonyme Quellen.

Kaum versprochen schon gebrochen?

In einem persönlichen, von Rummenigge forcierten Gespräch soll dieser den BVB-Geschäftsführer demnach "beschworen haben, den Deal mit Real zu verhindern und Lewandowski nicht im Winter zu verkaufen". Vom spanischen Rekordmeister habe den Dortmundern damals ein sehr lukratives Angebot vorgelegen, das der BVB auch annehmen wollte - um Lewandowski im Sommer 2014 nicht ablösefrei und auch noch an seinen größten nationalen Rivalen zu verlieren.

Quasi im Gegenzug für Lewandowski soll Rummenigge dem BVB-Boss per Handschlag zugesichert haben, sich nach Mario Götze und Lewandowski nicht auch noch um Dortmunds Star Marco Reus zu bemühen. Keine Verhandlungen, kein Angebot, so lautete laut "Spiegel" die Verabredung. Diese soll Rummenigge mit seinen wiederholten Vorstößen seit Sommer gebrochen und Watzke damit nachhaltig verärgert haben.

Fragwürdige Verabredung

Unter anderem hatte Rummenigge die Ausstiegsklausel für Reus auf 25 Millionen Euro beziffert. Zuvor war stets von 35 Millionen ausgegangen worden. Der Bayern-Boss bestreitet laut "Spiegel" auch, dass es eine entsprechende Absprache mit dem BVB gegeben habe. Er habe in Nyon zwar mit Watzke über Lewandowski gesprochen. Die Personalie Reus sei dabei aber kein Thema gewesen. Watzke wird mit den Worten zitiert: "Es gab ein Gespräch zwischen uns in Nyon, das ist korrekt. Aber ich werde es nicht weiter kommentieren."

Laut "Spiegel" ist der vermeintliche Pakt beiden Verantwortlichen unangenehm. Dass hinter dem Rücken von Reus ein für den Nationalspieler logischer Karrieresprung ausgeschlossen wurde, wird demnach auch in der Fußballbranche kontrovers diskutiert. Ein Statement von Marco Reus gibt es nicht. Für den Nationalspieler ist das Fußballjahr 2014 nach einem Foul des Paderborners Marvin Bakalorz am vorherigen Spieltag vorzeitig beendet. Er kann erst 2015 wieder spielen - aller Voraussicht nach für den BVB.

Quelle: ntv.de, cwo

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