Fußball

MSV holt auf, Lautern kämpft Fortuna zieht nach, Störche lassen Federn

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Es geht um den Ball: Kaiserslauterns Sebastian Andersson und der Düsseldorfer Oliver Fink.

(Foto: dpa)

Mit einem umkämpften Sieg auf dem Betzenberg verteidigt Fortuna Düsseldorf erfolgreich die Tabellenspitze in der zweiten Fußball-Bundesliga vor dem 1. FC Nürnberg. Holstein Kiel hingegen remisiert in Fürth. Und der MSV Duisburg trifft in letzter Minute.

1. FC Kaiserslautern - Fortuna Düsseldorf 1:3 (0:0)

Fortuna Düsseldorf hat die Tabellenführung in der zweiten Fußball-Bundesliga erfolgreich verteidigt. Die Rheinländer gewannen 3:1 (0:0) bei Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern und bleiben damit vor dem 1. FC Nürnberg, der am Freitagabend in Köpenick gewonnen hatte. Während die Gäste nach ihrem sechsten Auswärtssieg drei Punkte Vorsprung auf den Klub haben, wird die Lage für die Lauterer und ihren Interims-Trainer Hans-Werner Moser mit nur zwölf Zählern am Tabellenende immer prekärer.

Dabei hatte Kapitän Christoph Moritz die Gastgeber vor 21.739 Zuschauern in der 48. Minute per Foulelfmeter in Führung gebracht, nachdem zuvor Benito Raman im eigenen Strafraum Philipp Mwene zu Fall gebracht hatte. Ebenfalls vom Punkt glich Genki Haraguchi (63.) für Fortuna aus. Die Leihgabe von Hertha BSC war zuvor selbst von FCK-Torwart Marius Müller gefoult worden war. Müller erhielt zudem die Gelb-Rote Karte und musste durch Jan-Ole Sievers ersetzt werden. Raman gelang in der 78. Minute das 2:1 für die Fortuna, für den Endstand sorgte Lukas Schmitz (89.). Kaiserslauterns Trainer Jeff Strasser hatte am Mittwochabend in der Halbzeitpause der später abgebrochenen Partie bei Darmstadt 98 einen Schwächeanfall erlitten, ist aber auf dem Weg der Besserung. Strasser hatte sich in einem vom Verein vor dem Anpfiff verbreiteten Statement für die vielen Genesungswünsche bedankt.

SpVgg Greuther Fürth - Holstein Kiel 0:0

Holstein Kiel geht im Aufstiegsrennen ein wenig die Puste aus. Der Aufsteiger erreichte zwar bei der vor eigenem Publikum wiedererstarkten SpVgg Greuther Fürth ein 0:0, blieb aber bereits im siebten Spiel in Folge ohne Dreier. Während die Störche auf Relegationsplatz drei weiter vom Aufstieg träumen fürfen, befinden sich die Fürther auf Relegationssplatz 16 weiter im Abstiegskampf. Vor 7755 Zuschauern hatten die Gäste in der 13. Minute die erste Chance durch ihren Torjäger Marvin Ducksch. In der 26. Minute hätte auf der anderen Seite Jürgen Gjasula die Hausherren in einer ereignisarmen ersten Hälfte in Führung bringen können. Auch nach der Pause riss das Match die Besucher nicht vom Hocker. Erneut Ducksch vergab in der 71. Minute eine Hundertprozentige für die Norddeutschen. Für die Franken war es wiederum Gjasula, der drei Minuten später seine Farben hätte in Front bringen können.

MSV Duisburg - 1. FC Heidenheim 3:3 (1:3)

Aufsteiger MSV Duisburg hat nach einer Kampfleistung den Anschluss an die Spitzengruppe gewahrt. Beim turbulenten 3:3 (1:3) gegen den 1. FC Heidenheim erzielten Maximilian Thiel (14.), Marc Schnatterer (33.) und Dustin Bomheuer (41.) die Tore für die Gäste. Für den MSV, der zuvor im sechsten Heimspiel in Serie ohne Niederlage blieb, schoss Kapitän Kevin Wolze (27., 50.) einen Doppelpack. Kingsley Onuegbu (90.) sorgte für den Ausgleich.

Heidenheim ging vor 13.105 Zuschauern durch Thiel in Führung. In der Folge wurden die Zebras stärker und kamen durch einen Elfmeter von Wolze zum Ausgleich. Arne Feick hatte mit einem Foul an den Kapitän den Strafstoß verursacht. Kurz vor der Pause schlug Heidenheim in Person von Schnatterer und Bomheuer doppelt zu und stellte damit die Weichen vermeintlich auf Sieg. Nach der Halbzeitpause drückte jedoch Duisburg und kam durch einen Volleyschuss von Wolze zum Anschluss. Onuegbu stocherte den Ball aus kurzer Distanz zum 3:3-Endstand über die Linie und belohnte die Aufholjagd des MSV. Vor dem Anpfiff erinnerten die MSV-Fans mit einer Choreographie an den vor genau einem Jahr am 26. Januar 2017 verstorbenen Michael Tönnies. "Legenden leben ewig - Tornado unvergessen", war in großen Lettern auf einem Banner zu lesen.

Quelle: ntv.de, sgi/sid