Fußball

Dresden-Debakel gegen Hansa Gigantischer Glatzel lässt Hamburg träumen

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Für seinen Hattrick brauchte Robert Glatzel (l.) nur 7:45 Minuten. Was nicht einmal ein Rekord ist.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Die beste zweite Liga aller Zeiten beschert den Fußball-Fans einen famosen Sonntag. Hamburg-Stürmer Robert Glatzel ist nach nur 13 Spielminuten schon dreimal gegen Darmstadt erfolgreich. Nach dem 5:0 am Böllenfalltor trennen die ersten sechs Klubs nur zwei Punkte. Dynamo Dresden geht gegen Rostock unter.

SV Darmstadt 98 - Hamburger SV 0:5 (0:3)

Der Rekord-Hattrick von Robert Glatzel hat aus dem Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga eine Massenveranstaltung gemacht. Durch das 5:0 (3:0) des Hamburger SV am 21. Spieltag bei Spitzenreiter Darmstadt 98 trennen den Ersten nur zwei Punkte vom Sechsten (1. FC Heidenheim) - auch der HSV hat nur zwei Zähler Rückstand auf Darmstadt.

Der Hamburger Stürmer Glatzel traf per Foulelfmeter (5.), per Kopf (10.) und mit dem Fuß (13.). Damit erlebten die 1000 erlaubten Zuschauer am Böllenfalltor die Einstellung einer Zweitliga-Bestmarke. Der 28 Jahre alte Glatzel war wie Nils Petersen (SC Freiburg) und Hans Haunstein (1860 München) vom Anpfiff bis zur 13. Minute dreimal in Folge erfolgreich. Zudem trafen Manuel Wintzheimer (76.) und kurz vor dem Ende erneut Glatzel (88.) für den HSV

Zwischen dem ersten und dem dritten Glatzel-Tor lagen 7:45 Minuten, was allerdings keine Bestmarke bedeutete. Den Rekord für den schnellsten Hattrick in der 2. Liga halten Helmut Hampl (Hessen Kassel/1983) und Werner Lenz (Union Solingen/1979). Beide trafen dreimal innerhalb von vier Minuten. Obwohl Glatzel länger brauchte, brachte er den HSV zügig auf die Siegerstraße. Die Gäste dominierten den ersten Durchgang und hätten zur Pause noch höher führen können. In der zweiten Hälfte stemmte sich Darmstadt gegen die drohende Niederlage, es reichte aber trotz guter Chancen nicht. Stattdessen erhöhte Wintzheimer.

Holstein Kiel - Fortuna Düsseldorf 1:0 (0:0)

Fortuna Düsseldorf hat in der 2. Fußball-Bundesliga den dringend benötigten Befreiungsschlag verpasst. Die Rheinländer unterlagen bei Holstein Kiel trotz anfänglicher Überlegenheit 0:1 (0:0), es war die vierte Pleite in Folge. Jonas Sterner (90.+3) erzielte das Siegtor für die Norddeutschen.

Die Düsseldorfer sind damit zählergleich mit dem SV Sandhausen, der den Relegationsplatz 16 belegt. In der Rückrunde wartet die Fortuna immer noch auf einen Torerfolg. In einem ereignisarmen und zerfahrenen Spiel hätte Düsseldorf den Sieg noch eher verdient gehabt, die Fortuna vergab aber im ersten Durchgang einige gute Möglichkeiten. Robert Bozenik (20.) scheiterte zunächst an Holstein-Torhüter Thomas Dähne, dann schoss er freistehend aus knapp zehn Metern am Tor vorbei (37.).

Kiel konnte sich in der ersten Halbzeit offensiv nicht durchsetzen, auch im zweiten Durchgang wurde es nicht besser. Ungenauigkeiten und viele Zweikämpfe prägten das Bild. Beide Teams mühten sich, es mangelte aber an Tempo und Ideen. Oft wurden die Pässe bereits deutlich vor der Gefahrenzone abgefangen. Flanken und Freistöße segelten reihenweise ins Aus. Sterner erlöste dann die Kieler mit seinem Last-Minute-Tor.

Dynamo Dresden - Hansa Rostock 1:4 (0:4)

Dynamo Dresden rutscht nach einer denkwürdigen Abreibung wieder tiefer in den Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga. Im Ost-Duell der Aufsteiger verloren die Sachsen am Sonntag nach einer erschreckend schwachen Anfangsphase mit 1:4 (0:4) gegen Hansa Rostock. Mit 24 Punkten hat Dynamo vier Zähler Vorsprung auf Relegationsplatz 16.

John Verhoek (6./18.) und Nils Fröling (10./13.) schossen die Gastgeber vor 10.000 Zuschauern mit ihren Toren früh in Rückstand. Julius Kade (63.) verkürzte im zweiten Durchgang. Mittlerweile hat Dynamo vier Ligaspiele in Serie nicht gewonnen. Hansa feierte derweil den ersten Erfolg nach sieben Partien ohne Sieg. Die Rostocker zogen in der Tabelle gar an den punktgleichen Dresdnern vorbei.

Im ersten Durchgang rollte Hansa zunächst nahezu ohne Gegenwehr über Dynamo hinweg, Verhoek und Fröling köpften die Gäste schnell in Führung - und hatten Blut geleckt. Erst drückte Fröling einen Abstauber über die Linie, ehe Verhoek abermals per Kopf erfolgreich war. Die Rostocker hätten gar noch höher führen können, doch Dynamo-Torwart Anton Mitrjuschkin rette seine indisponierte Abwehr mehrfach.

Dynamo-Trainer Alexander Schmidt stellte folglich auf Dreierkette um und wechselte schon nach 24 Minuten doppelt, Vaclav Drchal und Sebastian Mai kamen. Und Dresden fing sich etwas, wurde gefährlicher. Oliver Batista-Meier (33.) scheiterte per Schlenzer aus 18 Metern an Hansa-Keeper Markus Kolke. Nach der Pause begann Dresden gefasster. Mai (51.) setzte einen Kopfball an die Querlatte, bevor Kade aus 25 Metern in den Winkel traf. Rostocks Svante Ingelsson traf noch den Pfosten (89.).

Quelle: ntv.de, sue/sid

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