Fußball

Mega-Wechsel steht auf der Kippe Hat der FC Bayern Zweifel an Sanés Eignung?

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Leroy Sané machte sich im Sommer auf den Weg in eine längere Zwangspause - und nicht zum FC Bayern München.

(Foto: imago images / Focus Images)

Leroy Sané soll im Sommer der Königstransfer des FC Bayern werden, es steht ein Volumen in Höhe von rund 200 Millionen Euro im Raum - und dann verletzt sich der Nationalspieler kurz vor dem Vollzug des Wechsels. Inzwischen aber entfernen sich beide Parteien wohl voneinander.

Es hätte der große Befreiungsschlag des FC Bayern im so stockend verlaufenen Transfersommer 2019 werden sollen: Leroy Sané sollte für eine gewaltige Ablösesumme die Außenbahn des Rekordmeisters verstärken - doch dann verletzte sich der Nationalspieler in einem Vorbereitungsspiel schwer am Kreuzband. Inzwischen scheint der Wechsel aber aufgehoben, statt aufgeschoben. Einem Bericht des "Kicker" zufolge soll der "aktuelle Trend klar gegen" eine künftige Verpflichtung des deutschen Fußball-Nationalspielers Leroy Sané von Manchester City gehen. Dies sei umso mehr so, als Sanés Lust auf einen Wechsel nach München, "so verlautet aus seinem Umfeld", immer mehr schwinde. Im Sommer 2019 war ein Transfer des 24-Jährigen nicht zustande gekommen.

Bei den Bayern sollen laut "Kicker" zudem Zweifel an der Mentalität Sanés immer lauter werden. Eine Quelle nannte das Magazin dafür nicht. In der "Sport Bild" war am Mittwoch ein Satz von Vorstand Oliver Kahn zu lesen, der offenbar auch in Richtung des hochbegabten Sané ging: "Siegermentalität, Demut, Disziplin und Durchhaltevermögen gehören genauso zum Anforderungsprofil wie die sportliche Qualität des Spielers", betonte der ehemalige Torwart des Rekordmeisters.

Sané galt vor dieser Saison als Wunschspieler bei den Bayern. Vor der Corona-Krise war mit einer Ablösesumme um 100 Millionen Euro spekuliert worden. Durch die massiven aktuellen Einschnitte infolge der Pandemie wird allerdings mit einem enormen Preisverfall auf dem Transfermarkt gerechnet.

Die Bayern, so schreibt der "Kicker", hätten unterdessen den Kontakt zu Timo Werner nicht erlöschen lassen. Der ebenfalls 24-Jährige hat eine festgeschriebene Ablösesumme in seinem Vertrag bei RB Leipzig. Diese soll bei etwa 60 Millionen Euro liegen. Jüngst hatte RB-Sportdirektor Markus Krösche allerdings der "Bild" erklärt: "Es gibt bisher keine Anfragen für ihn. Also gehe ich davon aus, dass er nächstes Jahr bei uns ist."

Wie weiter mit Neuer?

Die Bayern haben generell das Thema Neuzugänge vorerst auf "Hold" gestellt. In den aktuellen wirtschaftlich unsicheren Zeiten für den Profi-Fußball geht es auch beim deutschen Rekordmeister nicht mehr vordringlich um neue Fußball-Stars wie Sané. Stattdessen wollen sich die Verantwortlichen eingehend mit dem vorhandenen Personal beschäftigen: So soll Thomas Müller unmittelbar vor einer Vertragsverlängerung stehen.

Die Verhandlungen über eine Verlängerung von Torwart Manuel Neuer sollen dagegen massiv ins Stocken geraten sein. Neben den Finanzen geht es dabei dem Vernehmen nach hauptsächlich um die Laufzeit. Die Bayern wollen den Kontrakt mit dem DFB-Kapitän bis 2023 verlängern, der 34-Jährige soll sogar fünf weitere Jahre ins Gespräch gebracht haben. Kahn merkte an, dass Torhüter "generell, wie ich auch selbst gezeigt habe, natürlich bis ins hohe Alter spielen können". Allerdings sei es "eine große Herausforderung, das hohe Niveau zu halten". Die Bayern stecken in einer Zwickmühle. Sie würden Neuer sehr gerne behalten - aber eben nicht zu lange, da in Alexander Nübel von Schalke 04 der Nachfolger schon verpflichtet wurde.

Quelle: ntv.de, ter/dpa/sid