Fußball

Nürnberg droht weiter der GAU Heidenheim arbeitet furios an der Sensation

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Die Heidenheimer dürfen weiter von der 1. Liga träumen.

(Foto: imago images/Sportfoto Rudel)

Der 1. FC Heidenheim darf weiter vom Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga träumen. Zwar bleibt die Mannschaft von Frank Schmidt auf Platz vier, hält den Druck auf den VfB Stuttgart und den Hamburger SV aber hoch. Im Abstiegskampf feiert Wehen einen wichtigen (Unwetter)-Sieg.

1. FC Heidenheim - SSV Jahn Regensburg 4:1 (1:0)

Der 1. FC Heidenheim wahrte in der 2. Fußball-Bundesliga seine Chancen im Aufstiegskampf. Gegen Jahn Regensburg gewannen die Heidenheimer am 31. Spieltag mit 4:1 (1:0) und haben damit nur noch einen Punkt Rückstand auf den VfB Stuttgart auf dem Relegationsplatz, und zwei Punkte auf den Hamburger SV auf dem zweiten Rang. Heidenheim und der HSV treffen am 33. Spieltag noch aufeinander. Schon nach 68 Sekunden gingen die Hausherren durch Robert Leipertz in Führung. Nach einem Freistoß sah Regensburgs Schlussmann Alexander Meyer nicht gut aus. Davon profitierte Leipertz, der aus knapp sieben Metern nur noch einschieben musste.

Stürmer Tim Kleindienst erhöhte in der 65. Minute per Kopf. Aaron Seydel erzielte 10 Minuten später den Anschluss (75.), erneut Kleindienst (81.) und Stefan Schimmer (86.) sorgten für den Endstand. Der Jahn ließ sich nach der Führung nicht hängen und hatte kurze Zeit später den Ausgleich auf dem Fuß. Mittelfeldspieler Jann George traf vom Fünfmetereck aber nur den Pfosten (5.). Danach hatten die Heidenheimer die Partie weitestgehend im Griff. Zwar ließen die Gäste sich nicht hängen, bei den Angriffsversuchen fehlte aber die Genauigkeit. Nach der Pause zeichnete sich ein ähnliches Bild.

1. FC Nürnberg - SpVgg Greuther Fürth 0:1 (0:0)

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Derby-Sieger, David Raum und seine Fürther.

(Foto: imago images/Zink)

Der 1. FC Nürnberg hat einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst. Im 266. Frankenderby gegen die SpVgg Greuther Fürth unterlag der Club 0:1 (0:0). Der gebürtige Nürnberger David Raum (56.) erzielte per Kopf das Tor des Tages für das Kleeblatt. Mit 33 Punkten rangieren die Nürnberger auf dem 15. Tabellenplatz und damit gerade einmal zwei Zähler vor Relegationsplatz 16 und dem SV Wehen Wiesbaden (31 Punkte). Der Club ist seit sieben Partien ohne dreifachen Punktgewinn. Vor genau 100 Jahren hatten beide Traditionsklubs in Frankfurt das Endspiel um die deutsche Meisterschaft bestritten. Damals setzte sich der Club mit 2:0 gegen die Fürther durch und errang den ersten von neun Titeln der Vereinsgeschichte. Das Kleeblatt konnte insgesamt dreimal die deutsche Meisterschaft gewinnen. Im Geisterspiel am Samstag neutralisierten sich beide Teams über weite Strecken. Den etwas besseren Start erwischten die Nürnberger, die ein optisches Übergewicht hatten, allerdings fehlte die Zielstrebigkeit im Angriffsspiel. So blieben Torchancen Mangelware. Enrico Valentini (49.) verfehlte mit einem Distanzschuss das 1:0 für die Nürnberger, im Gegenzug hatte Fürths Sebastian Ernst (50.) mit einem Kopfball an den Außenpfosten des Club-Tores Pech. Beim Führungstor bediente Julian Green den völlig freistehenden Raum, der keine Mühe hatte, den Ball über die Linie zu köpfen.

Holstein Kiel - SV Wehen Wiesbaden 1:2 (1:1)

Der SV Wehen Wiesbaden hat im Abstiegskampf ein Lebenszeichen von sich gegeben. Mit dem 2:1 (1:1) bei Holstein Kiel feierten die Hessen ihren zweiten Auswärtserfolg in der Saison und verbesserten sich vorläufig auf den Abstiegsrelegationsplatz. Die Kieler müssen nach der sechsten Heimniederlage noch auf den endgültigen Klassenverbleib warten. Hauke Wahl (21. Minute) erzielte das Tor für die Gastgeber. Jeremias Lorch (41.) Stefan Aigner (56.) trafen für die Gäste, die die Schlussphase nach der Gelb-Roten Karte wegen wiederholten Foulspiels für Paterson Chato (80.) dezimiert bestreiten mussten. Mit dem frühen Führungstor erwischten die Gastgeber einen idealen Start. Die Freude über Wahls erstes Saisontor hielt aber nicht einmal bis zur Pause. Ebenfalls nach einem Standard patzte Kiels Defensive und Lorch überwand Holsteins chancenlosen Torhüter Ioannis Gelios. Aigner legte nach dem Wiederanpfiff, der sich wegen eines starken Gewitters um gute fünf Minuten verzögerte, für die mutig agierenden Gäste nach und brachte die "Störche" damit ihrerseits in Zugzwang. Trainer Werner reagierte und versuchte, seiner Offensive mit personellen Wechseln neuen Schwung zu verleihen. Wirklich Wirkung erzielte der Holstein-Coach damit nicht. Die Bemühungen waren größtenteils zu einfallslos.

VfL Osnabrück - VfL Bochum 0:2 (0:2)

Der VfL Bochum bleibt seit nunmehr neun Spielen ungeschlagen. Beim Aufsteiger VfL Osnabrück gewann das Team von Trainer Thomas Reis durch ein Eigentor von Lukas Gugganig und einen Treffer von Manuel Wintzheimer mit 2:0 (1:0) und verbesserte sich auf einen Platz im oberen Tabellendrittel. Osnabrück muss sich nach einer starken Hinrunde zunächst wieder nach unten orientieren. Die Gäste waren an der Bremer Brücke von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Angetrieben von Regisseur Robert Zulj hatte Bochum in der 9. Minute die erste Torchance, als Wintzheimer eine Ecke mit dem Kopf verlängerte. In der 16. Minute prüfte Etienne Amenyido Bochums Keeper Manuel Riemann, der den Ball erst im Nachfassen unter Kontrolle bekam.

In der 22. Minute dann das 1:0 für die Gäste. Auf der rechten Seite setzte sich Jordi Osei-Tutu durch, seine flache Hereingabe von der rechten Strafraumgrenze verlängerte Gugganig unhaltbar für seinen Keeper Philipp Kühn ins eigene Netz. Das 2:0 der Bochumer verhinderte zunächst Kühn, der gegen Wintzheimer in der 32. Minute mit einem Reflex klärte. Fünf Minuten später forderten die Gäste nach einem vermeintlichen Strafraumfoul von Gugganig an Wintzheimer einen Elfmeter, doch der Pfiff von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus blieb aus. Nach Großchancen von Wintzheimer, Zulj und Pantovic, die der starke Kühn reihenweise entschärfte, fiel in der 68. Minute das 2:0. Danilo Soares schickte Wintzheimer in die Spitze, und gegen dessen harten Linksschuss war Kühn machtlos. Riemann parierte zudem noch einen Foulelfmeter von Anas Ouahim (85.).

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid