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"Der Höhepunkt" für Beckenbauer "Kaiser" wünscht sich Klopp beim FC Bayern

Ginge es nach Franz Beckenbauer, wäre Jürgen Klopp wohl bald nicht nur Tröster, sondern auch Trainer von Robert Lewandowski.

Ginge es nach Franz Beckenbauer, wäre Jürgen Klopp wohl bald nicht nur Tröster, sondern auch Trainer von Robert Lewandowski.

(Foto: imago images / Sven Simon)

Ginge es beim FC Bayern nach Ehrenpräsident Franz Beckenbauer, würde der künftige Trainer des Rekordmeisters Jürgen Klopp heißen. Der wiederum denkt beim "Kaiser"-Lob erstmal an seine Mutter - und vielleicht auch daran, dass die Bayern ihre Chance schon verbockt haben.

Für Bayern Münchens Ikone Franz Beckenbauer wäre Jürgen Klopp eine Traumlösung auf der Trainerposition. "Das wäre der Höhepunkt", sagte der 73-Jährige am Sky-Mikrofon vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Mittwoch zwischen dem FC Bayern und dem von Klopp trainierten FC Liverpool. "Der Jürgen hat den Deutschen als erster erklärt, was schnelles Spiel ist", lobte Beckenbauer den 51-Jährigen. Allerdings sei es nicht an ihm, Klopp an die Säbener Straße zu holen, fügte der "Kaiser" an: "Der Ehrenpräsident hat andere Aufgaben."

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Klopp sieht sich allerdings derzeit gut versorgt. "Er war mein großes Idol. Wenn Franz positiv über mich spricht, freut mich das persönlich sehr. Und meine Mutter auch", sagte Klopp nach der Partie (3:1 für Liverpool) mit einem Lachen und fügte an: "Ich hoffe nicht, dass die Bayern bald einen Bedarf haben. Ich habe keinen."

2008 waren die Bayern-Verantwortlichen schon kurz davor, Klopp an die Säbener Straße zu locken. "Ich persönlich schätze Jürgen Klopp ja sehr. Ich hatte mit ihm vor vielen Jahren ja schon eine Zusammenarbeit vereinbart, bis wir dann noch Jürgen Klinsmann verpflichtet hatten", berichtete Uli Hoeneß erst im Februar bei einer Veranstaltung in München. Eine Entscheidung, die man in München bis heute bedauern dürfte. Statt zum FC Bayern wechselte Klopp nach Dortmund und führte den BVB in der Folge zu zwei deutschen Meisterschaften.

"Ich denke, dass er die Bayern noch trainieren wird"

Auch Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus bezeichnete eine mögliche Anstellung Klopps in München als "schönen Versuch", Ex-Nationalspieler Mario Basler war sich im Interview mit der Münchener "Abendzeitung" sicher: "Jürgen ist einer der besten Trainer der Welt momentan. Und das Interesse der Bayern war ja in der Vergangenheit schon mal da. Ich denke, dass er die Bayern in seiner Karriere noch trainieren wird."

Der aktuelle Bayern-Coach Niko Kovac hat in München noch einen Vertrag bis 2021, Klopps Arbeitspapier in Liverpool ist sogar bis Juni 2022 datiert. Klopp-Fan Beckenbauer, der mit den Bayern als Spieler und Trainer deutscher Meister geworden war, lobte auch die Arbeit von Kovac nach dem Zwischentief im Herbst: "Die Mannschaft hat sich erholt, sie haben zu ihrer Leistung zurückgefunden. Sie spielen mehr mit System. Im Moment spielen sie einen sehr soliden Fußball." Eine Berufung von Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn in den Bayern-Vorstand würde Beckenbauer begrüßen: "Kahn ist durch seine Persönlichkeit und seine Erfahrung eine Bereicherung. Das war er auf dem Spielfeld, das wäre er im Vorstand."

Quelle: n-tv.de, ter/sid

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