Fußball

St. Pauli gerät in Bedrängnis Kaiserslautern bricht den "Betze-Bann"

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Terrence Boyd stellte die Weichen für den 1. FC Kaiserslautern auf Heimsieg.

(Foto: IMAGO/Eibner)

Sechs Spiele in Folge kann der 1. FC Kaiserslautern in Folge nicht zuhause gewinnen, obwohl der Aufsteiger auch in diesen Partien oft stark spielt und nahe dran ist. Am 16. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga gelingt endlich wieder ein Heimsieg - in einem besonderen Spiel.

1. FC Kaiserslautern - Karlsruher SC 2:0 (1:0)

Der 1. FC Kaiserslautern hat das Südwestderby gegen den Karlsruher SC für sich entschieden. Am 16. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga setzten sich die Pfälzer vor heimischem Publikum mit 2:0 (1:0) gegen den Rivalen durch. Die Tore erzielten Terrence Boyd (34. Minute) und Kenny Prince Redondo (86.). Kaiserslautern klopft mit nun 26 Punkten weiter an den oberen Rängen an. Der KSC muss sich dagegen nach der fünften Liga-Niederlage in Serie mit 17 Punkten nach unten orientieren.

Vor 43.852 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion bestimmten die Karlsruher im ersten Spielabschnitt die Partie, doch Kaiserslautern erzielte den Führungstreffer. Eine schöne Kombination über Jean Zimmer, Philipp Hercher und Marlon Ritter vollendete Boyd zum 1:0. Auch nach der Pause ging das Spiel ähnlich weiter. Der KSC spielte praktisch auf ein Tor, hatte mehr Ballbesitz, fand gegen die kompakt verteidigenden Pfälzer aber keine Lücken und konnte sich keine großen Möglichkeiten erspielen. Auf der Gegenseite entschied Redondo nach 86 Minuten die Partie nach einem Konter zugunsten des Aufsteigers. So durften die Pfälzer endlich wieder einen Heimsieg bejubeln - ein solcher war zuvor letztmals am 7. August gelungen (2:1 gegen den FC St. Pauli).

SC Paderborn - Arminia Bielefeld 0:2 (0:2)

Der SC Paderborn hat im Ostwestfalen-Duell gegen Arminia Bielefeld eine empfindliche Niederlage hinnehmen müssen und die Rückkehr in die Aufstiegszone verpasst. Beim 0:2 (0:2) kassierte die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok, die bereits in der 8. Minute die Rote Karte gegen Keeper Jannik Huth verkraften musste, vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Paderborner Stadion die dritte Pleite in Serie. Janni Serra (40. Minute) und Sebastian Vasiliadis (45.+2) erzielten die Tore für die Arminia, bei der Lukas Klünter mit Gelb-Rot vom Platz musste (70.).

Paderborns Torwart Huth wurde für ein Handspiel außerhalb des Strafraums mit der Roten Karte bestraft. In Unterzahl agierten die Hausherren deutlich verunsichert. Die abstiegsbedrohten Bielefelder waren die aktivere Mannschaft, erarbeiteten sich einige Torchancen und nutzten schon vor der Pause die Fehler in der SC-Defensive zur 2:0-Führung, die der eingewechselte Paderborner Schlussmann Leopold Zingerle nicht verhindern konnte.

Nach dem Feldverweis gegen Klünter erhöhte das Kwasniok-Team den Druck, war aber ohne Durchschlagskraft im Abschluss. Bielefeld bleibt zwar trotz des Derby-Erfolges auf dem letzten Tabellenplatz, schöpft durch den vierten Saisonsieg aber Hoffnung im Abstiegskampf.

Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf 2:0 (2:0)

Hannover 96 hat den fünften Pflichtspielsieg von Fortuna Düsseldorf verhindert und ist an dem direkten Konkurrenten im Aufstiegsrennen vorbeigezogen. Gegen die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune siegten die Niedersachsen 2:0 (2:0). Damit ließ 96 den Klub aus dem Rheinland und den SC Paderborn, der überraschend gegen Arminia Bielefeld verlor, hinter sich und rückte auf den vierten Tabellenrang vor. Nach einem langen Einwurf des neu in die Startelf gerückten Abwehrspielers Jannik Dehm sorgte Angreifer Havard Nielsen (34. Minute) mit einer Direktabnahme für die eher überraschende Führung. Danach wurden die Hausherren stärker und Cedric Teuchert (43.) erhöhte vor dem Pausenpfiff für 96.

In der ersten Hälfte bestimmten zunächst die taktisch gut eingestellten Gäste die Partie und ließen 96 nicht viele Möglichkeiten. Das Heim-Team leistete sich vor der Führung einige Ballverluste und erhielt kaum Zugriff. Beide Mannschaften erarbeiteten sich in der zweiten Hälfte noch vereinzelt gute Torchancen. 96-Torwart Ron-Robert Zieler ließ aber keine Spannung aufkommen und vereitelte (69./75.) noch mehrere Düsseldorfer Schussversuche.

FC St. Pauli - Holstein Kiel 0:0

Der FC St. Pauli kommt nicht aus dem Tabellenkeller. Die Hamburger trennten sich in einem niveauarmen Nordduell von Holstein Kiel 0:0 und haben vor den Spielen der Konkurrenten am Mittwoch nur einen Punkt Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Die Hamburger bleiben zu Hause zwar unbesiegt, doch aufgrund ihrer eklatanten Auswärtsschwäche müssten sie zumindest daheim Punktedreier einfahren. Mit der zerfahrenen Vorstellung gegen die KSV Holstein war das aber nicht möglich.

Gegen die "gehobene Zweitliga-Qualität", wie St. Paulis Trainer Timo Schultz die Kieler bezeichnet, hatten die Platzherren Mühe. Sie agierten nervös, leisteten sich mehrfach Fehlabspiele oder technische Fehler. Die Kieler nahmen das Tempo aus dem Spiel, lockten die Einheimischen aus deren Hälfte und hatten die gefährlichen Aktionen vor dem St.-Pauli-Tor.

Eine sehenswerte Partie bekamen die 29.546 Zuschauer im ausverkauften Millerntor-Stadion aber nicht zu sehen. Die größte Chance vergab Kiels Lewis Holtby, dessen Schuss noch von Eric Smith abgewehrt wurde, nachdem der Hamburger Schlussmann Nikola Vasilj bereits geschlagen war (35.). Auf der Gegenseite hatte der Australier Connor Metcalfe die beste Möglichkeit für die Gastgeber, doch sein Schuss wurde vom 20-jährigen Tim Schreiber im Tor der Kieler großartig pariert (41.). Ansonsten herrschte viel Langeweile.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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