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Reaktionen im Netz "Klopp wirft das Handtuchel"

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Der Weggang von Jürgen Klopp wirft im Netz hohe Wellen.

(Foto: REUTERS)

Was ist da los im Trainer-Karussell der Liga? Erst präsentiert der HSV völlig überraschend Bruno Labbadia als Trainer. Dann der nächste Hammer: Jürgen Klopp verlässt den BVB, Thomas Tuchel soll vielleicht übernehmen. Das Netz ist erregt.

Es ist schieres Entsetzen, das sich bei BVB-Fans auf Twitter breit macht. Erst scheint allein die Trainerfrage beim HSV aktuell zu sein, doch dann überschlagen sich auch für treue Dortmundfans die Ereignisse: Trainer Jürgen Klopp will den Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund im Sommer verlassen. Ein Fan mit dem Nickname PaTrick09 twittert: "Das Leben als Fußballfan ist doch scheiße. Da lachst du dich wegen des HSV erst halbtot. Und jetzt stehst kurz du vorm Kollaps. #Klopp". Die Borussia-Fans sind schockiert und traurig. Einer postet: "Ein Sommer, in dem uns Jürgen Klopp und Sebastian Kehl verlassen, ist zu viel für mein #BVB-Herz." Ein anderer schreibt: "Wir wären auch mit dir abgestiegen." Manche Anhänger des BVB finden deutliche Worte: "Es fühlt sich einfach so an, als würde man allen Dortmundern das Herz bei lebendigem Leib herausreißen." Noch am Ende der BVB-Pressekonferenz verbreitet sich im Netz ein Bild: Jürgen Klopp verlässt den Raum und wählt dafür den Notausgang. Kurze Zeit später meldet sich auch der Verein bei Twitter zu Wort, der Fanbeauftragte schreibt: "Danke für alles, Jürgen."

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Diesen Schock muss die Dortmunder Fan-Seele erst einmal verkraften. Manche Twitter-Nutzer reagieren mit Ironie auf den möglichen Trainerwechsel bei der Borussia. Kerstin Brune schreibt: "Dann ist der Vertrag bis 2018 nur Klopppapier." Hans Sarpei hat natürlich auch eine Meinung zu den turbulenten Entscheidungen in der Liga: "Tuchel für Klopp. Labbadia für Knäbel. Wenn es so weiter geht, beerbt heute Nachmittag Gerhard Schröder Angela Merkel." Auch viele Fans beweisen echte Fantasie: In Anspielung auf Giovanni Trappatonis Wutrede aus den 90er-Jahren heißt es: "Zusammenfassung vom Morgen: Klopp hat fertig, viele HSV-Fans auch…" Wortspiele á la "Klopp wirft das Handtuchel" machen auf Twitter die Runde. Auch über seinen nächsten Job wird spekuliert - so mutmaßt einer: "Klopp verfügt über so eine gewaltige Authentizität - er wird jetzt YouTuber."

Hohn und Spott für den Bundesliga-Dino

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Auch der HSV ist bei den Fußballfans ein großes Thema. Das Netz macht sich über den Bundesliga-Dino lustig - der vierte Trainer in einer Spielzeit, das sorgt für einigen Spott: "Man wird diese lustige HSV-Geschichte leider nie verfilmen, weil es nicht genügend Schauspieler gibt, die einen Trainer spielen könnten"- heißt es bei Twitter. Der nächste freut sich über die Unterhaltung: "Wie langweilig wäre die Bundesliga ohne diesen #HSV. Dieser Verein darf niemals absteigen - allein aus Unterhaltungsgründen". Die Liste würde sich noch weiter fortsetzen lassen. Auch er ehemalige Nationalspieler Didi Hamann hat für die HSV-Entscheidung für Bruno Labbadia nur Spott übrig und kennt kein Erbarmen. Um 9.49 Uhr twittert er: "Der HSV hat die Richterskala des Dilettantismus gerade nach oben durchbrochen." Den gescholtenen HSV lässt das aber kalt. Am Vormittag verkündet der Club: "Bei strahlendem Sonnenschein macht die Mannschaft sich unter #Labbadias Aufsicht warm."

Die Mannschaft rund um den neuen Trainer Labbadia sollte sich diese Kommentare besser nicht lesen - die Untrainierbaren sollten sich jetzt auf das Siegen konzentrieren, damit ihnen dieser Spott in Zukunft erspart bleibt.

Am Rande der Trainerwechsel kursiert im Netz ein weiterer Name - doch sicherlich ist dieser mit einem Augenzwinkern zu lesen: Peter Neururer. Als Feuerwehrmann vom Dienst kennt er sich im Spezialgebiet namens "Abstiegskampf" besonders gut aus. Da heißt es im Netz: "Peter Neururer fährt übrigens seit Minuten mit quietschenden Reifen vor der #BVB-Geschäftsstelle auf und ab". Einige Twitter-Nutzer finden das bestimmt lustig, doch die trauernden Borussia Dortmund-Fan sicherlich nicht.

Quelle: n-tv.de

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