Fußball

Fürth leidet im Aufstiegskampf Osnabrück schickt Würzburg in die 3. Liga

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Osnabrücker Jubel, Würzburger Trauer.

(Foto: imago images/HMB-Media)

Die Würzburger Kickers stehen als erster Absteiger aus der 2. Fußball-Bundesliga fest. Die Heimniederlage gegen den ebenfalls gefährdeten VfL Osnabrück besiegelt die Rückkehr in Liga 3. Die Niedersachsen hoffen wieder, während die SpVgg Greuther Fürth gegen den Karlsruher SC vor allem hadert.

Würzburger Kickers - VfL Osnabrück 1:3 (0:0)

Nach nur einem Jahr müssen die Würzburger Kickers wieder aus der 2. Fußball-Bundesliga absteigen. Am 32. Spieltag unterlagen die Mainfranken im Kellerduell gegen den VfL Osnabrück mit 1:3 (0:0). Mit 21 Punkten haben die Kickers keine Chance mehr, den Klassenerhalt zu schaffen. Christian Santos (52. Minute), Ulrich Taffertshofer (79.) und Ludovit Reis (85.) raubten die letzten Kickers-Hoffnungen, die aber ohnehin nur noch theoretischer Natur waren. Das sehenswerte Freistoßtor von Frank Ronstadt (66.) war zu wenig für die Würzburger.

In einer spielerisch mäßigen und vom Einsatz geprägten Partie waren die Gäste das bessere Team. Sebastian Kerk hatte früh Pech bei einem Pfostenschuss (16.). Nach seiner Ecke in der zweiten Hälfte köpfte Santos per Kopf zum siebten Saisontor ein. Bei Marvin Pieringers Pfostentreffer aus der Distanz fehlte nicht viel zum Ausgleich (65.). Der glückte dann Ronstadt. Ein Punkt hätte nicht gereicht, aber Taffertshofer und Reis machten dann sowieso alles klar.

Der Abstieg der Kickers hatte sich schon lange abgezeichnet. Der Aufsteiger war mit Ausnahme des 3. Spieltages die ganze Saison Tabellenletzter. Die Kickers haben in Michael Schiele, Marco Antwerpen und Bernhard Trares drei Trainer in dieser Saison verschlissen. Im September hatten sich die Unterfranken um Fußballchef Felix Magath nach zwei Ligaspielen etwas überraschend von Aufstiegstrainer Schiele getrennt. Nachfolger Antwerpen holte in fünf Spielen einen Zähler und wurde nach 41 Tagen durch Trares ersetzt. Dieser hatte in 18 Spielen insgesamt 15 Punkte geholt. Ralf Santelli und Sebastian Schuppan übernahmen zuletzt die Kickers als Trainergespann, konnte allerdings die Wende nicht mehr herbeiführen.

Zehn Punkte beträgt der Rückstand von Schlusslicht Würzburg auf den Nicht-Abstiegsplatz. Aber auch für Osnabrück bleibt es eng. Für die Niedersachsen war es der erste zweite Sieg in der Rückrunde, sie verkürzten aber immerhin den Rückstand auf Relegationsrang 16 auf einen einzigen Punkt.

Fortuna Düsseldorf - Eintracht Braunschweig 2:2 (1:0)

Fortuna Düsseldorf hat wichtige Punkte im Aufstiegsrennen liegen gelassen. Die Rheinländer kamen gegen Abstiegskandidat Eintracht Braunschweig nicht über ein 2:2 (1:0) hinaus und verpassten zwei Spieltage vor Saisonende die Chance, den Rückstand auf Relegationsplatz drei zu verkürzen. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler liegt vor den Spielen der Konkurrenten Hamburger SV und Holstein Kiel am Montag als Vierter drei Punkte hinter den drittplatzierten Störchen, die noch ein weiteres Nachholspiel in der Hinterhand haben.

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Hart umkämpft.

(Foto: imago images/Eibner)

Torjäger Dawid Kownacki (42.) und Shinta Appelkamp (60.) brachten die Hausherren jeweils in Führung, Marcel Bär (51.) und Fabio Kaufmann (68.) glichen für die abstiegsgefährdete Eintracht aus. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase nahm die Fortuna das Zepter in die Hand und kontrollierte die Begegnung. Kurz vor der Pause brachte Braunschweigs Benjamin Kessel Kownacki im Strafraum zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte trocken.

Kurz nach dem Seitenwechsel glichen die Gäste nach einem Ballverlust der Fortuna durch Bär aus. Nur wenige Minuten später brachte Appelkamp Düsseldorf nach Vorlage von Felix Klaus wieder in Führung. Kaufmann sorgte nach einer Flanke für den erneuten Ausgleich. Die Gastgeber rannten in den Schlussminuten an, verzweifelten allerdings an der dicht gestaffelten Gäste-Abwehr.

SpVgg Greuther Fürth - Karlsruher SC 2:2 (1:2)

Auch die SpVgg Greuther Fürth hat im Aufstiegsrennen gepatzt. Der Tabellenzweite kam am 32. Spieltag gegen den Karlsruher SC trotz einer starken Vorstellung über ein 2:2 (1:2) nicht hinaus und könnte seinen direkten Aufstiegsplatz am Montag an Verfolger Holstein Kiel verlieren. Havard Nielsen (26.) und der starke Branimir Hrgota (70., Foulelfmeter) glichen für die Fürther jeweils aus. Philipp Hofmann (4.) und Marco Thiede (36.) trafen für den KSC.

Hofmann spielte 2017 ein halbes Jahr für das Kleeblatt. Nun traf der Angreifer auch in seinem vierten Spiel gegen den Ex-Klub, weil ihn die Abwehr der Franken nach Flanke von Sebastian Jung gewähren ließ. Die offensivstärkste Mannschaft der Liga schüttelte sich kurz und schlug zurück. Hrgota scheiterte in der 18. Minute noch am stark reagierenden KSC-Keeper Marius Gersbeck, wenig später glich dann Nielsen nach einem Eckball per Volley sehenswert und hochverdient aus.

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Keine Liebe für den Ex(-Klub).

(Foto: imago images/Zink)

Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl ging voll auf das zweite Tor, kassierte es aber, weil Thiede bei einem Karlsruher Angriff im Strafraum unzureichend gedeckt wurde. Beim nicht allzu platzierten Schuss des Flügelspielers aus 14 Metern sah Fürth-Keeper Sascha Burchert unglücklich aus.

Nach dem Seitenwechsel drückte die SpVgg, die bislang nur 2012/13 in der Bundesliga gespielt hatte, auf den Ausgleich. Hrgota (52.) verfehlte das Tor knapp, 18 Minuten später verwandelte der Schwede einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter zu seinem 14. Saisontor. Zwei Minuten später wurde ein weiterer Fürther Strafstoß nach Ansicht der Videobilder zurückgenommen.

Quelle: ntv.de, tsi/sid/dpa

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