Fußball

Siege für Dresden und Chemnitz Ost-Klubs dominieren die dritte Liga

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Magdeburg Marius Sowislo feiert seinen verwandelten Elfmeter gegen Bremen.

(Foto: imago/nph)

Die dritte Liga wird zur großen Bühne ostdeutscher Klubs. An der Tabellenspitze dominieren Dresden, Chemnitz und Magdeburg. Hansa Rostock ist ihnen auf den Fersen. Sie alle freuen sich über einen gelungenen Saisonauftakt. Nur ein Ost-Team strauchelt.

Dynamo Dresden behauptet mit einem 1:1 (0:0) bei der Zweitvertretung des FSV Mainz 05 die Tabellenführung in der dritten Liga. Dahinter folgen der Chemnitzer FC und der 1. FC Magdeburg auf rang zwei und drei. Benedikt Saller (50.) brachte die Rheinhessen in Führung, Justin Eilers (60.) traf für Dynamo zum Ausgleich. Damit hat Dresden acht Punkte nach vier Runden auf dem Konto und verweist aufgrund der besseren Tordifferenz die zählergleichen Verfolger auf die weiteren Plätze. Im zweiten Sonntagsspiel trennten sich die Stuttgarter Kickers und der VfR Aalen torlos.

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Chemnitz' Trainer Karsten Heine fiebert mit seinem Team.

(Foto: imago/Kruczynski)

Chemnitz setzte sich zuvor mit 4:2 gegen Fast-Aufsteiger Holstein Kiel durch. Rostock erlebt nach dem 1:0 in Osnabrück wieder bessere Zeiten, und Magdeburg bleibt trotz des 1:1 bei Werder II an der Spitze dran. Oben dabei ist auch Sonnenhof Großaspach. Die SG setzte sich mit 1:0 gegen durch zwei Platzverweise dezimierte Würzburger Kickers durch. In der turbulenten Partie musste zudem Kickers-Trainer Bernd Hollerbach auf die Tribüne. Erfurt stürzte durch das 1:1 gegen Preußen Münster ans Tabellenende.

In Chemnitz stieg einmal mehr die große Anton-Fink-Show. Mit zwei Treffern (17./72./Foulelfmeter) stach der Torjäger auch gegen Kiel heraus. Reagy Ofosu (14.) und Sturm-Kollege Frank Löning (83.) schossen die weiteren Tore. Trainer Karsten Heine mahnte dennoch: "Nach 25 Minuten haben wir aus unerfindlichen Gründen das Fußballspielen eingestellt. Es zeugt aber von der Qualität der Mannschaft, dass wir dann doch noch in den entscheidenden Momenten die Tore machen."

Aue kämpferisch, Rostock im Glück

In Osnabrück zeigte Linksverteidiger Christian Dorda im entscheidenden Moment, dass er auch mit dem rechten Fuß stark ist und traf aus gut 30 Metern in den Winkel (50.). "Da war natürlich ein bisschen Glück dabei", gab Dorda nach seinem Premieren-Tor für Hansa zu Protokoll. Deutlich euphorischer war da schon Trainer Karsten Baumann: "Es ist Wahnsinn. Normalerweise hat der den rechten Fuß nur, damit er nicht umfällt. Das hat er überragend gemacht."

Kämpferisch überzeugt hat Aue beim VfB Stuttgart II. Der VfB-Nachwuchs führte durch das Tor von Arianit Ferati (26.), doch der Absteiger bewies Moral und drehte das Spiel durch Joker Mike Könnecke (62.) und Steve Breitkreuz (87.). "Mit der Einwechslung von Könnecke lief es besser. Ich freue mich über den Sieg, doch das war nicht der Fußball, den ich sehen will", sagte Trainer Pavel Dotchev. Münsters Trainer Ralf Loose ärgerte sich ebenfalls. Ein Punkt in Erfurt ist für den Traditionsclub zu wenig, wenn es langfristig um den Aufstieg gehen soll. "Wir haben dominiert, aber unsere Chancen leichtfertig vergeben", sagte Loose. Carsten Kammlott (38.) hatte Erfurt in Führung geschossen, Charles Laprévotte

Quelle: n-tv.de, kbe/dpa