Fußball

Niemand stoppt die Arminia Pohjanpalo erlöst den verzweifelten HSV

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Die maximale Erlösung in Minute 96: Joel Pohjanpalo rettet dem HSV einen Punkt.

(Foto: dpa)

Auf dem Weg zurück in die Fußball-Bundesliga lässt sich Arminia Bielefeld auch von Greuther Fürth nicht aus der Spur bringen. Der Hamburger SV droht in Hannover zu patzen, ehe Stürmer Joel Pohjanpalo in der sechsten Minute der Nachspielzeit doch noch zum Punktgewinn trifft.

Greuther Fürth - Arminia Bielefeld 2:4 (0:2)

Arminia Bielefeld hat die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga nach elf Jahren weiter fest im Visier. Der Tabellenführer der 2. Liga feierte am 22. Spieltag bei Greuther Fürth ein 4:2 (2:0) und baute sein Polster auf Rang vier auf neun Punkte aus. Cedric Brunner (13.), Kapitän Fabian Klos (35.) mit seinem 15. Treffer, Cebio Soukou (67./Foulelfmeter) und Paul Jaeckel mit einem Eigentor (78.) schossen vor 8770 Zuschauern den ungefährdeten Erfolg der Arminen heraus, die auch im vierten Spiel des neuen Jahres ungeschlagen blieben. Ein weiterer Treffer der überlegenen Bielefelder durch Klos (62.) wurde wegen Abseitsposition nach Videobeweis zurückgenommen. Nach dem 3:0 nahm die Arminia einen Gang heraus, Fürth gelang durch Havard Nielsen (73.) und Kenny Prince Redondo (90.+1) noch ein wenig Ergebniskorrektur.

Hannover 96 - Hamburger SV 1:1 (0:0)

Der Hamburger SV hat durch die ersten Punktverluste im Jahr 2020 im Kampf um den Aufstieg an Boden verloren. Das Team von Trainer Dieter Hecking kam nach zuletzt drei Siegen bei Hannover 96 durch das Last-Minute-Tor des eingewechselten Joel Pohjanpalo (90.+6) zumindest noch zu einem 1:1 (0:0), hat aber nun drei Punkte Rückstand auf Arminia Bielefeld. Der HSV verpasste zudem auch die Einstellung des Vereinsrekords. Vier Siege in den ersten vier Spielen eines Kalenderjahres gelangen den Hanseaten im Profibereich zuletzt vor 52 Jahren. Cedric Teuchert (51.) traf für die Gastgeber, die mit 26 Punkten im Tabellenmittelfeld liegen.

In der ausverkauften Hannoveraner Arena merkte man dem HSV das Selbstbewusstsein nach drei Siegen deutlich an, die Gäste waren das bessere Team. Allerdings konnte der HSV sich in den entscheidenden Phasen nicht durchsetzen, große Chancen blieben Mangelware. Etwas überraschend traf nach der Pause Teuchert zur 96-Führung, nachdem er sich im Strafraum gegen seine Gegenspieler durchgesetzt hatte. Der HSV spielte weiter mutig nach vorne und hatte auch mehrere Chancen, schnell zum Ausgleich zu kommen. Aber sowohl Bakery Jatta als auch Sonny Kittel konnten den Ball nicht im Tor unterbringen. In der letzten Minute der Nachspielzeit kratzte 96-Abwehrspieler Waldemar Anton zunächst einen Kopfball von David Kinsombi von der Linie. Bei der nachfolgenden Ecke war Joker Pohjanpalo per Kopf zur Stelle. "Natürlich freuen wir uns über den späten Ausgleich. Aber wenn man das ganze Spiel betrachtet, haben wir vielleicht zwei Punkte liegen lassen", sagte der Finne: "Das ärgert uns ein bisschen."

SSV Jahn Regensburg - SV Wehen-Wiesbaden 0:1 (0:0)

Der SV Wehen Wiesbaden hat den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz verpasst. Der Aufsteiger aus Hessen unterlag bei Jahn Regensburg mit 0:1 (0:0) und droht im Verlauf des Spieltags noch den Relegationsplatz an Mitaufsteiger Karlsruher SC zu verlieren. Erik Wekesser (52.) schoss vor 7804 Zuschauern den zuletzt zweimal geschlagenen Jahn zum Sieg und damit zumindest bis Sonntag auf Tabellenplatz fünf. Regensburg kam auch ohne seinen gelbgesperrten Kapitän und Torjäger Marco Grüttner besser in die Partie. Wehen jubelte dennoch als erstes Team - allerdings nur kurz, weil der Treffer von Goalgetter Manuel Schäffler (16.) wegen knapper Abseitsposition nach Videobeweis nicht anerkannt wurde. Kurz nach dem Seitenwechsel schlug dann Regensburg nach einer feinen Kombination mit den Stationen Max Besuschkow, Andreas Albers und Wekesser zu.

Quelle: ntv.de, tno/sid