Fußball

Mega-Summe lässt PSG kalt Real kämpft verzweifelt um Mbappé

8b789a2cc9d93124e814e710dca52e88.jpg

Bald für Real auf Torejagd?

(Foto: imago images/PanoramiC)

Trotz Mitspieler Lionel Messi, trotz Übermacht in der Liga: Kylian Mbappé will Paris St. Germain verlassen. Für den Klub wäre ein Verkauf jetzt sinnvoll, kommende Saison ist der Stürmer ablösefrei. Da kommt ein 160-Millionen-Euro-Angebot von Real Madrid doch gerade recht - oder?

Lionel Messi ist in Paris, Sergio Ramos ist in Paris, Gianluigi Donnarumma ist in Paris, Georginio Wijnaldum ist in Paris, Achraf Hakimi ist in Paris. Aber: Kylian Mbappé bald nicht mehr? So hätte es gern Real Madrid. Der spanische Klub will den französischen Stürmer verpflichten. Und bietet dafür Berichten zufolge satte 160 Millionen Euro.

Das Starensemble des französischen Überklubs mit finanzkräftiger katarischer Hilfe wäre um eine Sensation ärmer. Stünde allerdings um einen Schub im Financial Fairplay besser da - auch wenn PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi schon bei der Messi-Vorstellung vollmundig verkündete: "Wir sind immer darum bemüht, das Financial Fairplay einzuhalten. Vor dem Messi-Transfer haben wir unsere Zahlen geprüft und abgewogen, ob es möglich ist, diesen Deal zu machen. Und es war möglich. Wir machen nichts, ohne es zu prüfen."

Und offenbar sind sich die Pariser sicher: Mbappé ist uns wichtiger als die Kohle. Der Franzose soll bleiben. Laut ESPN hat der Klub dem Werben von Real ein schnelles Ende gesetzt und den Transfer abgelehnt. Demzufolge erwarten dem Klub nahestehende Informierte, dass es schwierig werde, PSG doch noch zu überzeugen, Real habe die Hoffnung aber nicht aufgegeben. Allerdings wird kolportiert, dass die Franzosen weit mehr als die angebotenen 160 Millionen Euro erwarten - 200 Millionen Euro um genau zu sein. Perez allerdings bezeichnete laut "Marca" sein Angebot als angemessen für einen Spieler, dessen Vertrag ausläuft.

Mbappé bekräftigt Wechselwillen

Denn: Der Kontrakt des 22-Jährigen gilt bis Sommer 2022, einen ablösefreien Abgang will PSG auf jeden Fall verhindern. Eine Vertragsverlängerung hatte Mbappé allerdings wiederholt ausgeschlagen. PSG hatte offenbar gehofft, ihn mit dem Messi-Transfer umzustimmen - wohl vergeblich. Laut "RMC Sport" hat Mbappé jüngst einen Fünfjahresvertrag mit einer Option auf ein weiteres Jahr inklusive einer Gehaltsaufstockung auf 50 Millionen Euro pro Saison angeboten bekommen - und ausgeschlagen. Stattdessen soll er seinen Wechselwunsch bekräftigt haben.

Bei Real Madrid ist Mbappé schon lange ein Wunschspieler. Präsident Florentino Perez ist hinter ihm her, Ex-Coach Zinedine Zidane sagte einst: "Ich bin verliebt in Kylian Mbappé" und auch der neue Trainer Carlo Ancelotti wird sich wohl nicht allzu heftig gegen den Superstar wehren. Auch wenn er noch zurückhaltend klingt: "Ich weiß nicht, ob er kommt", sagte der Italiener und verwies auf seinen aktuellen Kader: "Mir ist egal, was passieren wird. Ich habe eine sehr gute und starke Mannschaft. Sie macht mich sehr glücklich und darauf bin ich fokussiert." Seine Mannschaft könne, "so wie sie ist, um jede Trophäe mitspielen".

Real hat zuletzt gespart

Es gibt derzeit wenig Klubs, die sich einen Mbappé überhaupt leisten können. Die Finanzsituationen hat bei den meisten Vereinen aufgrund der Corona-Pandemie arg gelitten. Dass Real überhaupt zu einem so hohen Angebot in der Lage ist, liegt an zwei Transfers: Raphael Varane verließ den Klub für 41 Millionen Euro Richtung Manchester United, dass Martin Ödegard jetzt beim FC Arsenal kickt, brachte zudem 40 Millionen Euro. Außerdem hat Madrid seit Sommer 2019 nicht in den Kader investiert, auch David Alaba kam ablösefrei vom FC Bayern. Er soll Sergio Ramos ersetzen, der wiederum ablösefrei zu PSG weiterzog - damit bei Real aber vom Gehaltszettel runter ist. Da wäre ein teurer Neuzugang also drin.

Schon 2018 wäre Mbappé beinahe nach Madrid gewechselt, entschied sich dann aber von Monaco aus doch für das Ziel Paris. Nun könnte die Reise bald weitergehen, das weiß auch der Klub. Für den wäre ein Transfer mit Ablöse natürlich bei Weitem interessanter als einer im kommenden Jahr. Doch das Transferfenster schließt bereits am kommenden Dienstag - es wird eng.

Es wird damit auch eng, noch Ersatz zu bekommen. Und so sieht sich PSG bereits um. Laut Sky steht der brasilianische Angreifer Richarlison vom FC Everton auf dem Zettel. Ein gleichwertiger Tausch für Mbappé wäre der 24-Jährige freilich nicht. Aber selbst das dürfte Trainer Mauricio Pochettino verkraften können. In der Offensive kann er immer noch Messi, Neymar, Di Maria und Mauro Icardi aufbieten.

Quelle: ntv.de, ara

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen