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Davie Selke wechselt für acht Millionen Euro von Werder Bremen zu RB Leipzig.
Davie Selke wechselt für acht Millionen Euro von Werder Bremen zu RB Leipzig.(Foto: imago/nph)
Mittwoch, 08. April 2015

Wird Rangnick neuer Trainer bei RB?: Selke versucht, seinen Wechsel zu erklären

Für Davie Selke ist das große Geld aus Leipzig wichtiger als die "Herzensangelegenheit" Werder. Oder ist es doch das Projekt RB? Das Sturmtalent rechtfertigt sich nun für seinen Wechsel zu dem Klub, dessen Trainer möglicherweise bald Ralf Rangnick ist.

Die Pfiffe der eigenen Fans haben Davie Selke getroffen. Die Anhänger von Fußball-Bundesligist Werder Bremen sind wegen seines Wechsels zu Zweitligist RB Leipzig sauer. "Natürlich gingen die Pfiffe nicht spurlos an mir vorbei", sagte der 20 Jahre alte Stürmer der "Sport Bild": "Denn ich habe viel miterlebt, wie die Werder-Fans einen immer supporten - und dann gibt es Pfiffe." Grundsätzlich sei er aber "mental stark" und könne mit der Situation "gut umgehen", sagte Selke.

RB-Sportdirektor Ralf Rangnick.
RB-Sportdirektor Ralf Rangnick.(Foto: picture alliance / dpa)

Der U20-Nationalspieler beteuert, dass der Wechsel "die schwierigste Entscheidung" in seiner Laufbahn gewesen sei. "Auch wenn es für alle Seiten eine Win-Win-Situation ist und Werder auch viel Geld für mich bekommt", sagte der Angreifer, für den der ungeliebte Emporkömmling aus Leipzig acht Millionen Euro hinblätterte. "Natürlich wechselt niemand freiwillig den Arbeitgeber, um sich finanziell zu verschlechtern." Allerdings hätte er bei ausländischen Klubs, die ebenfalls Interesse gezeigt hätten, "deutlich mehr verdienen können", sagte Selke.

Spekulationen um Rangnicks Zukunft

Das Geld hat bei seinem freiwilligen Abstieg in die 2. Liga demnach eine untergeordnete Rolle gespielt: "Leipzig hat große Ziele. RB will nicht nur in die Bundesliga aufsteigen, sondern sich in naher Zukunft auch in der oberen Tabellenhälfte etablieren. Und ich will ein Teil des Projekts sein", sagte Selke.

Dieses Projekt hat ihm Ralf Rangnick wohl mit Erfolg schmackhaft gemacht. Den RB-Sportdirektor kennt Selke noch aus seiner Jugendzeit bei 1899 Hoffenheim. "Ich war als Jugendspieler oft im Stadion und von der Spielweise total begeistert. Ich habe den festen Glauben, dass es auch mit Leipzig gelingt", so Selke.

Selkes Aussagen über die Spielphilosophie seines neuen Sportdirektors dürften die Spekulationen um die Zukunft des 56-Jährigen weiter anheizen. Rangnick führte die TSG von 2006 bis 2008 als Trainer aus der dritten Liga in die Bundesliga. Nach der Absage von Thomas Tuchel gilt es nach Informationen der "Bild"-Zeitung nicht als unwahrscheinlich, dass Rangnick in naher Zukunft selbst den Trainerposten in Leipzig übernimmt. Im Sommer gibt er seine Doppelfunktion als Sportdirektor für Salzburg und Leipzig auf und konzentriert sich dann ausschließlich auf die deutsche Red-Bull-Filiale.

Quelle: n-tv.de